oreillyblog IT, Social Media & Geek Life von und mit O'Reilly-Büchern

oreilly.plus: Das PDF zum Buch

02.03.2017 ·Autor: · Veröffentlicht in Aus dem Verlag, E-Publishing

Ganz still und leise haben wir gestern ein neues Symbol auf unsere Website eingeschleust: 

Was das kleine „plus“ nun bedeutet? Ganz einfach: Ab sofort gibt es auch für O’Reilly-Bücher die Möglichkeit, zum gedruckten Buch das PDF zu erhalten, ohne das komplette E-Book noch einmal kaufen zu müssen. Einige von Euch kennen vielleicht bereits dpunkt.plus unseres Mutterhauses dpunkt.verlag, vielleicht seid Ihr auch schon Mitglied. 

oreilly.plus funktioniert genauso, das heißt:

  • Ihr zahlt 9,90 €. 
  • Dafür könnt Ihr innerhalb eines Jahres bis zu zehn PDFs zu den Büchern herunterladen, die Ihr bereits gedruckt gekauft habt.
  • (Wo Ihr die gekauft habt, spielt keine Rolle. Ihr müsst uns auch keine Belege einsenden oder ähnlich furchtbar aufwendige Unzumutbarkeiten ;))
  • Nach einem Jahr läuft Eure Mitgliedschaft automatisch aus (oder Ihr verlängert sie aktiv).
  • Eure PDFs gehören Euch, das heißt, die behaltet Ihr auch, solltet Ihr keine oreilly.plus-Mitglieder mehr sein.
  • Und natürlich sind die PDFs ohne harten Kopierschutz, Ihr könnt sie also auf all Euren Lesegeräten frei verwenden. (Nicht verschweigen wollen wir, dass es (aktuell noch) ein Wasserzeichen mit Eurem Namen gibt. Das hat rechtliche Gründe. Wir hoffen, es bald ganz loszuwerden – wie schon bei unseren „normalen“ E-Books.)

oreillyplus_zeichnung oreillyplus oreilly.plus

Das waren die wichtigsten Fakten. Nun noch ein paar Details.

Innerhalb von zwei bis vier Wochen nach Erscheinen jedes (gedruckten) O’Reilly-Buchs dürft Ihr das dazugehörige PDF im oreilly.plus-Pool erwarten. Bei manchen Büchern erlauben uns dies aber die Lizenzen nicht, unter denen wir die Bücher hierzulande veröffentlichen dürfen. Dies betrifft Übersetzungen. Manchmal liegt uns auch (noch) kein Einverständnis der AutorInnen vor. Und manchmal, hoffentlich ganz ganz selten, haben wir Produktionsstau. Die größere Masse der O’Reilly-Bücher findet Ihr aber unter oreilly.plus. Und weil das vielleicht immer noch nicht überzeugend ist, haben wir auch dpunkt-Bücher hinzugenommen. Das bedeutet, für die 9,90 € dürft Ihr nicht nur aus dem O’Reilly-Programm fischen, sondern auch aus dem dpunkt-Programm. 

Mit oreilly.plus möchten wir Euch (endlich) die Möglichkeit schaffen, ein Buch auch elektronisch immer dabei zu haben, wenn Ihr es gedruckt gekauft habt. Zu einem erschwinglichen Preis und ohne, dass der Preis des gedruckten Buchs höher wird. Unser Verlag, dpunkt, bietet die plus-Funktion schon eine ganze Weile und freute sich über sehr gute Resonanz. Längst überfällig, dass wir nun mit O’Reilly-Titeln nachziehen 🙂

Alle Infos auf einen Blick und die Möglichkeit zur Registrierung gibt es unter: www.oreilly.plus.

Die O’Reilly-Veranstaltungstipps im März

28.02.2017 ·Autor: · Veröffentlicht in Veranstaltungen

Endlich wieder eine komplette Folge unserer IT-Ausgehtipps! Ihr könnt Barcamps besuchen, Achterbahn fahren, über Open Source fachsimpeln.. ach, seht selbst 😉 Wir freuen uns, Euch auf einigen Events auch persönlich zu treffen!

IT-Veranstaltungstipps

Die Veranstaltungstipps en détail:

Was? Barcamp Bonn
Wann? 10.-11.03.2017
Wo? Konferenzzentrum der Deutschen Post DHL Group
Website
Hashtag: #bcbn17

Das Barcamp Bonn kommt diesmal mit anderthalb Tagen und dem Motto „Bonn bewegen“, das uns zum Freitagsschwerpunkt Mobilität bringt. Am Samstag ist’s dann themenoffen, O’Reilly-Bücher liegen bereit … und wir werden auch selbst anwesend sein \o/ 


Was? Barcamp Munich
Wann? 11.-12.03.2017
Wo? München
Website
Hashtag: #bcmuc

Schon eine ganze Weile im Barcamp-Kalender ist die Müncher Ausgabe, das #bcmuc. Zwei Tage, frei in der Sessiongestaltung, aber niemals belanglos und immer sehr gut besucht. Brezen gibt’s bestimmt auch. 😉 Wenn Ihr also im Süden wohnt: Sichert Euch noch ein Ticket.


Was? Webweek Frankfurt
Wann? 13.-19.03.2017
Wo? Frankfurt
Website
Hashtag: #wwfra

Unser besonderer Tipp: die Autorin des IT-Karrierehandbuchs, Martina Diel, spricht am 14. März im Rahmen eines Treffens der Webgrrls über das Büchermachen 🙂


Was? ecommerce.camp
Wann? 16.-18.03.2017
Wo? Jena
Website
Hashtag: #eccj17

Auf in die Licht-, ähm, E-Commerce-Stadt Jena: Ihr findet vor Ort nicht nur einige Bücher, sondern auch O’Reilly-Autoren. Und eine Konferenz, die mit Barcamp-Format für prima Austausch und mit Ausrichtung auf Fachpublikum hohes Niveau liefert. 


Was? FOSSGIS Konferenz

Wann? 22.-25.03.2017
Wo? Passau
Website
Hashtag: #fossgis2017

Die FOSSGIS-Konferenz ist die führende Konferenz für Freie und Open Source Software Geo-Software und OpenStreetMap. Komplett ehrenamtlich organisiert. 


Was? Maker Faire Ruhr
Wann? 25.-26.03.2017
Wo? Dortmund
Website
Hashtag: #mfr17

Wir sind natürlich wieder mit einem Stand vor Ort.


Was? JavaLand

Wann? 28.-30.03.2017
Wo? Phantasialand Brühl
Website
Hashtag: #javaland

Im Javaland gibt’s Achterbahnanschluss. Und nicht nur das, sondern auch eine wunderbare Einbindung vieler Java Usergroups, hochwertige Vorträge, aufgeschlossene Besucher und: eine kleine Messehalle, in der unter anderen ein dpunkt/O’Reilly-Stand auf Euch wartet. Und eine Lektorin ist ebenfalls da, falls Ihr Buchideen habt 🙂


Was? parallel // Softwarekonferenz
Wann? 29.-31.03.2017
Wo? Heidelberg
Website
Hashtag: 

Die Softwarekonferenz für Parallel Programming, Concurrency, HPC und Multicore-Systeme aus dem Hause dpunkt.

Wie immer werden bei den genannten Veranstaltungen aktuelle O’Reilly- und dpunkt-Bücher ausgelegt, verlost und/oder Gimmicks verteilt. Bitte beachten: Einige Camps, Konferenzen, Workshops etc. sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Kalenders (oder kurz danach) evtl. schon komplett ausgebucht.

O’Reillys Zeitzeichen Spezial: Jubiläen und Jahrestage 2017

21.02.2017 ·Autor: · Veröffentlicht in Zeitzeichen

Jahrestage 2017

Ein geschlagenes Jahr ist seit der letzten (offiziellen) Folge des Zeitzeichens vergangen – und wir überkompensieren jetzt einfach mal, indem wir auf einen ganzen Schwung Jubiläen und Jahrestage hinweisen, die 2017 auf dem IT-Kalender stehen (und in einigen Fällen schon hinter uns liegen). Das Ganze erfolgt natürlich in Kurzform, sonst sind wir 2018 noch nicht mit dem Korrekturlesen fertig. Zur besseren Übersicht haben wir uns für eine Aufschlüsselung in drei Kategorien unterschieden: Hardware, Software und Wetware. Mit letzterem Begriff meinen wir kluge Köpfe, Kreativmenschen und schräge Vögel, die IT-Geschichte geschrieben haben. Um etwaiger Kritik vorab zu begegnen: Die Auswahl in allen Kategorien ist subjektiv – wir freuen uns auf Ergänzungsvorschläge – und (leider) deutlich von weißen Männern aus Europa und den USA geprägt. Was schlicht an deren Dominanz in der Welt der Bits und Bytes liegt. Und jetzt aber los:

Hardware

Gerade einmal 5 Jahre ist es her, dass der britische Einplatinenrechner Raspberry Pi seinen Siegeszug um die Welt startete. Ein genaues Release-Datum lässt sich schwer feststellen. Laut Engadget war der 16. April 2012 der erste Shipping Day. Wir konnten erst deutlich später die ersten Geräte ergattern – haben dann aber umso mehr feine (und erfolgreiche) Bücher zum Thema publiziert.

10jährigen Geburtstag feierte bereits im Januar das iPhone, das (in der industrialisierten Welt) vom Erstklässler bis zur Uroma wohl so ziemlich jeder schon mal in der Hand hatte. Als Prototyp des modernen, funktionalen Smartphones hat es unsere Kommunikationsgepflogenheiten stark verändert.

Deutlich unbekannter als die Apple-Kreation: Der IBM Simon bzw. Angler, das wohl erste Smartphone überhaupt. Geburtstag (des Prototyps): 23. November 1992. 2017 ebenfalls 25 Jahre alt und (in zeitgemäßer Ausführung) weiterhin recht populär: Der Think Pad-Laptop. Er wird übrigens schon länger nicht mehr von IBM, sondern von Lenovo produziert.

Aufgelöst und daher heute fast vergessen, als Infrakstrukturpionier aber durchaus bedeutend und vor 30 Jahren gegründet: UUNET, später der weltweit erste kommerzielle Internetanbieter.

Seinen 35. Geburtstag feiert dieses Jahr ein Gerät, das in Deutschland als „Brotkasten“ in die Annalen der Kinderzimmergeschichte eingegangen ist und weltweit zu den erfolgreichsten Computern aller Zeiten zählt: Im Januar 1982 schenkte Commodore der Menschheit den C64. Für die Nachgeborenen unter den Lesern: Die 64 im Namen bezog sich auf den Hauptspeicher des Rechners. Natürlich reden wir von Kilobyte. 🙂
Eine 35 auf dem Tacho hat dieses Jahr auch die Compact Disc. 1992, also zehn Jahre nach der Markteinführung, war sie übrigens Tonträger #1 und beendete die Ära der Tapes. Heute ist das optische Medium (aka Plastikmüll) selbst fast wieder Geschichte: Musikmenschen schwören auf Streaming und Vinyl, Datenmenschen besitzen fette USB-Festplatten und eigene Server.

Fernseher mit ICs, hippe Taschenradios und schwere Mobiltelefone gab es im Juni vor 50 Jahren in New York zu bestaunen. Dort fand die erste CES statt.

Für den letzten Eintrag in dieser Rubrik gehen wir satte 75 Jahre in die Vergangenheit. 1942 begannen das amerikanische Militär und die Universität von Pennsylvania mit der Entwicklung des legendären Electronic Numerical Integrator and Computer, kurz: ENIAC. Und nun der Aha-Moment: Das erste Programmierer-Team (an der fertigen Maschine) bestand ausschließlich aus Frauen. Zwei von Ihnen – Maryln Meltzer und Frances Spence – wären dieses Jahr übrigens 95 geworden.

Software

Die Vision, jede Zahnbürste und Herrenhandtasche mit einer eigenen IP-Adresse auszustatten, wurde vor fünf Jahren – genauer: am 6. Juni 2012 – weltweite Wirklichkeit. An diesem Tag ging’s offiziell los mit IPV6.

Bereits vor 10 Jahren startete in Kenya ein bahnbrechendes, da einfaches Mobile-Payment-System: M-Pesa. Es ermöglicht Geldtransfers ohne Bankkonto via Oldschool-Handy und wurde ab 2008 in zahlreiche weitere Entwicklungs- und Schwellenländer exportiert.

15jährigen Geburtstag feiern 2017 das für Whistleblower und Dissidenten wichtige Anonymisierungsnetzwerk TOR (Alpha: 20. September 2002) sowie der im Desktopbereich immer noch zweitbeliebteste Browser der Welt: Firefox (Start: 23. September 2002 unter dem Namen „Phönix“)

Erinnert sich noch jemand an die gute, alte Zeit, als man E-Mails dazu nutzte, um – Trommelwirbel – Text zu verschicken? Das Ende dieser Ära wurde spätestens im Juni 1992 eingeläutet, als der MIME-Standard definiert wurde, der auch die Übertragung von Multimedia-Content gestattete. 25 Jahre später platzen viele Inboxen aus allen Nähten, weil Onkel Max und die Jutta von nebenan gerne mal 20 HD-Fotos oder den kompletten Mitschnitt der letzten Chorprobe an ihre Nachrichten hängen.
Ein Silberjubiläum für Spielkinder steht am 27. August auf dem Programm: An diesem Tag im Jahr 1992 erschien in Japan Super Mario Kart – noch immer eins der spaßigsten und erfolgreichsten Rennspiele aller Zeiten. Zig Versionen für andere Nintendo-Konsolen folgten.

30 Jahre alt werden 2017 die Domains von Apple (apple.com, registriert am 19. Februar 1987) und Cisco Systems (cisco.com, 14. Mai 1987) – womit es die beiden Unternehmen witzigerweise nicht mal mehr in die Top 50 der ältesten .com-Adressen schaffen.
Am 18. Dezember dürfen die Kollegen von O’Reilly Media in Kalifornien eine große Flasche Sekt köpfen und anschließend um einen Turm aus Kamelbüchern tanzen: Die von Larry Wall entwickelte Programmiersprache Perl wird 30!

Computerviren gibt’s noch länger: Die erste (bekannte) Schadsoftware hieß Elk Cloner und tauchte vor 35 Jahren in Pennsylvania auf. Schöpfer Rich Skrenta wird dieses Jahr übrigens 50.
Ebenfalls 1982 zum ersten Mal gesichtet: Das ASCII-Smiley (Doppelpunkt, Bindestrich, Klammer zu) kreiert von Scott Fahlman – der damit quasi Vater aller Emoticons ist. Der original Bboard-Thread, in dem die Zeichenfolge vorgeschlagen wurde, ist hier dokumentiert.

Wetware

Trauriger Auftakt in dieser Rubrik: Im März vor fünf Jahren wurde der palestinänsisch-syrische Open-Source- und Internet-Aktivist Bassel Khartabil in Damaskus inhaftiert. Drei Jahre später brachte ihn das Regime an einen unbekannten Ort und verhängte (vermutlich) die Todesstrafe. Khartabils Schicksal ist unbekannt.
Genau lokalisierbar ist hingegen der (inzwischen sehr umstrittene) Wikileaks-Chef Julian Assange. Am 19. Juni 2012 zog er in die  Flat 3b, 3 Hans Crescent, London SW1X 0LS, UK. Dort befindet sich die ecuadorianische Botschaft in Großbritannien.
Politische Erfolge von Netzjüngern auf nationaler Ebene? Das gab’s zum ersten Mal im Oktober 2012, als die tschechischen Piraten (Piráti) einen Sitz im tschechischen Parlament gewannen. Sie zählen auch heute noch zu den erfolgreichsten Piraten in Europa.

Weltweit aktiv ist die Clicktivism-Plattform Avaaz, die sich u.a. gegen Krieg, Rassismus, Klimawandel, Korruption und Armut einsetzt. Ricken Patel und seine Mitstreiter gründeten sie im Januar vor zehn Jahren in New York. Größe und Reichweite der Organisation sind anno 2017 beeindruckend, viele Kritiker werfen Avaaz jedoch Oberflächlichkeit vor.

Wesentlich kleiner und definitiv radikaler: Das Electronic Disturbance Theater (EDT). Die Hacktivisten und Pioniere in Sachen DDoS-Attacken traten zum ersten Mal 1997 in Erscheinung.

Besonders ereignisreich für MINT-Menschen war das Jahr 1992:
Am ersten Januar starb IT-Pionierin Grace Hopper.
Am gleichen Tag gründete sich in Kobe die Internet Society.
Am 6. April starb der Sci-Fi-Titan Issac Asimov.
Am 26. Mai wurde Charles Geschke (Co-Gründer von Adobe) auf dem Parkplatz seiner Firma in Mountain View entführt – und glücklicherweise wenige Tag später befreit (die Entführer wurden gefasst und verurteilt).
Weird History dann am 31. Oktober: Papst Johannes Paul II entschuldigte sich offiziell bei Galileo Galilei – der sich zu diesem Zeitpunkt bereits 350 Jahre unter der Erde befand.
Am 3. Dezember schließlich versandte Neil Papworth die erste Textnachricht (SMS) der Welt.
Etwas vergessen? Natürlich: Der damals noch quietschfidele Douglas Adams publizierte 1992 den letzten Teil seiner Hitchhiker-Reihe: Mostly Harmless.

Die inzwischen enorm bedeutende KI-Forschung erlebte vor 30 Jahren eins ihrer ersten großen Events: In der Wüste von New Mexiko trafen sich Wissenschaftler aller Couleur vom 21. Bis 25. September 1987 zur Artificial Life Conference.
Wenige Tage später schickten Gene Roddenberry und sein Team ein neues Raumschiff Enterprise auf die Reise. Für Trekkies zum Mitschreiben: 28. September 1987, Erstausstrahlung der ersten Folge von Star Trek: The Next Generation. Bereits im Juli hatte Paul Verhoeven seinen Robocop auf die Menschheit losgelassen.

Eine der wohl wichtigsten IT-Firmen wurde vor gut 35 Jahren – am 24. Februar 1982 – gegründet: Sun Microsystems. Einen großen Jubiläumsakt dürfte es aber nicht geben – Anfang 2010 wurde die Firma von Oracle übernommen.
Am 25. Oktober 1982 kam in Ägypten der einflussreiche Blogger und Bürgerrechtler Bassem Sabry zu Welt. Er starb bereits 2014 unter tragischen Umständen.
Was IT und Popkultur betrifft, hat das Jahr 1982 mindestens zwei große Werke hinterlassen, die im Juni bzw. Juli runde Geburtstage feiern dürfen: Blade Runner von Ridley Scott und Tron von Stephen Lisberger.

Das größte Jubiläum steht freilich schon am 25. (nicht am vierten!) Mai an: An diesem Tag kam vor sage und schreibe 40 Jahren Star Wars in die (amerikanischen) Kinos.

Zum Schluss noch ein 50. Gebutstag: Am 6. März dürft ihr Investigativjournalist und Blogger Glenn Greenwald gratulieren, der unter anderem maßgeblich zur Aufklärung des NSA-Überwachungsskandels beitrug.

So geht’s: Joomla!-Captchas

15.02.2017 ·Autor: · Veröffentlicht in Bücher

In unserem dritten und letzten Auszug aus „Praxiswissen Joomla“ geht es um die Einrichtung von Captchas. Viel Spaß damit!

Spammer und Angreifer benutzen gern Programme, die automatisch in kurzer Zeit zahlreiche Benutzerprofile anlegen. Um das zu verhindern, wurden die sogenannten Captchas erfunden. Das sind kleine Kästchen, die dem Besucher eine Aufgabe stellen (wie in untenstender Abbildung). Menschen können diese Aufgabe leicht lösen, Computerprogramme jedoch nicht. Ein neues Benutzerkonto bekommt aber nur, wer die Captcha-Aufgabe richtig gelöst hat. Dumme Programme bleiben so wirkungsvoll ausgesperrt.

Auch Joomla! kann solche Captchas einsetzen. Dazu greift es auf die Hilfe des Google-Diensts reCAPTCHA zurück. Der erzeugt das Captcha und prüft die korrekte Eingabe. Wenn Sie ein Captcha in Joomla! einsetzen möchten, benötigen Sie ein Benutzerkonto bei Google (das Sie unter http://www.google.de erhalten). Melden Sie sich dann bei Google an und rufen Sie die Seite http://www.google.com/recaptcha auf. Klicken Sie Get reCAPTCHA an. Tippen Sie unter Label und Domains jeweils den Domainnamen Ihrer Website ein. Klicken Sie anschließend auf Register. Google reCAPTCHA erzeugt jetzt zwei sogenannte Schlüssel (Keys): den SecretKey und den SiteKey. Beide bestehen aus recht langen, kryptischen Zeichenketten.

Notieren Sie sich diese Schlüssel und wechseln Sie dann im Backend von Joomla! zur Plug-in-Verwaltung hinter Erweiterungen –> Plugins. Suchen Sie dort in der Tabelle den Eintrag Captcha – reCAPTCHA und klicken Sie ihn an. Im neuen Formular stellen Sie zunächst sicher, dass der Status auf Aktiviert steht. Anschließend hinterlegen Sie auf der linken Seite den Site Key im Feld Websiteschlüssel und den Secret Key im Eingabefeld Geheimer Schlüssel.

Die Version ganz oben legt fest, was für eine Art Aufgabe das reCAPTCHA stellt. In der Version 1.0 muss der Besucher ein absichtlich verschwommenes Wort entziffern und in ein Eingabefeld eintippen. Diese Form der Aufgabe gilt allerdings nicht mehr als besonders sicher, zumal Personen mit einer Sehschwäche beim Entziffern Probleme haben könnten. Besser ist daher die Version 2.0, die eine Aufgabe wie die in untenstehender Abbildung stellt. 

Mit der Ausklappliste ganz unten können Sie noch das Aussehen des Captchas festlegen. Wählen Sie hier eine Optik, die zum Rest Ihrer Website passt. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie die Vorgabe stehen. Sofern Sie sich für Version 2.0 entschieden haben, können Sie noch die Größe und somit die Abmessungen des Captchas verändern. Im Zweifelsfall sollten Sie hier Normal belassen.

Wenn Sie alle Einstellungen vorgenommen haben, lassen Sie die Einstellungen Speichern & Schließen.

Weiter geht es in die Grundeinstellungen der Benutzerverwaltung. Dazu rufen Sie Benutzer –> Verwalten auf, wechseln in die Optionen und wenden sich dem Register Komponente zu. Hier stellen Sie die Ausklappliste Captcha auf Captcha – ReCAPTCHA. Nach dem Speichern & Schließen müssen ab sofort alle Besucher auf dem Registrierungsformular erst ein Captcha lösen, bevor sie ein neues Benutzerkonto erhalten.

Ein Captcha erscheint übrigens auch immer dann, wenn ein vergesslicher Benutzer ein neues Passwort oder seinen Benutzernamen anfordert (siehe dazu auch Abschnitt „Vergessene Benutzernamen und Passwörter“ auf Seite 531 im Buch).

Weitere Informationen zu Captchas im Allgemeinen und zu dem reCAPTCHA-Dienst im Speziellen finden Sie beispielsweise in der Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/ReCAPTCHA.

 

Joomla!-Captchas

Bevor ein Besucher ein neues Benutzerkonto erhält, muss er eine Aufgabe lösen. In diesem Fall muss er alle Bilder mit Gras auswählen.

 

Das waren alle Auszüge aus „Praxiswissen Joomla! 3.x komplett“. Hier geht es zu den anderen Beiträgen:

So geht’s: Joomla!-Menüs verwalten

So gehts: Joomla!-Sprachpaket nachrüsten

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Django Girls: Zum ersten Mal eine Kommandozeile

13.02.2017 ·Autor: · Veröffentlicht in Frauen in der IT, Karriere(n) in der IT, Veranstaltungen

Ende Januar durften wir einige Bücher zum Workshop der Django Girls nach München schicken. Was es damit auf sich hat, wer die Django Girls sind und wie Ihr Euch selbst engagieren könnt, erzählen Lisa Vogelsang und Annabelle Klarl aus dem Münchner Orgateam gemeinsam in diesem Interview.

Annabelle, was sind die Django Girls und für wen seid Ihr da?

Django Girls ist eine Non-Profit Organisation, die Frauen unterstützt, kostenlose Tages-Programmier-Workshops für andere Frauen zu organisieren. Als Grundausausrüstung für die Workshops hat Django Girls ein Tutorial und weitere Werkzeuge entwickelt. Sie betreiben die Event-Webseiten und haben ein weltweites Netzwerk von freiwilligen Organisationsteams geschaffen.

Zielgruppe sind Frauen, die keinerlei Erfahrung mit der Programmierung haben und die anhand der Programmierung eines Blogs einen ersten Einblick in die Funktionsweise des Internets bekommen wollen. Dabei steht vor allem die Community und das gemeinsame Lernen und Austauschen in entspannter Atmosphäre im Vordergrund. Die 30-40 Teilnehmerinnen werden in Gruppen von maximal drei angehenden Programmiererinnen von einem erfahrenen ehrenamtlichen Coach betreut. Dabei werden HTML, CSS, Python und Django eingesetzt.

Annabelle Klarl (Mitte) und das Münchner Team der Django Girls

Annabelle Klarl (Mitte), Lisa (rechts) und das Münchner Team der Django Girls. Foto: Django Girls Munich

Kannst Du uns ein bisschen darüber erzählen, seit wann Ihr in München aktiv seid und wie Ihr Euch zusammengefunden habt?

Der erste Django Girls-Programmier-Workshop hat im Sommer 2015 stattgefunden. Lisa ist eigentlich Innenarchitektin und wollte schon immer etwas über die Programmierung lernen. Passenderweise kennt sie Annabelle, Veronika, Andi und Max, die alle Informatiker/innen aus Lehre und Forschung an Münchner Unis sind. So hat sich ein begeistertes Organisationsteam zusammengefunden.

Welche Vorkenntnisse sind nötig und was können die Teilnehmerinnen bei Euch lernen?

Gar keine! Der Django Girls-Workshop richtet sich an Frauen, die in der Programmierung komplettes Neuland betreten. Das Tutorial beginnt bei den absoluten Basics für Programmierung. Unsere Teilnehmerinnen sehen oft zum ersten Mal eine Kommandozeile.

Ziel des Workshops ist es, ein grundsätzliches Verständnis für die Bestandteile von Webseiten am Beispiel eines Blogs zu vermitteln, und all diese Elemente von Grund auf selbst zu programmieren.

Können auch eigene Projekte mitgebracht werden, Versatzstücke, mit denen man (frau) vielleicht schon mal begonnen hat?

Da sich der Workshop an Anfängerinnen richtet und sie anhand eines Tutorials durch die Inhalte des Tages begleitet, ist der Workshop nicht für eigenen Projekte oder Teilnehmerinnen mit Programmiererfahrung geeignet. Hier empfehlen wir immer Communities wie die PyLadies und die Munich Geekettes.

Teilnehmerinnen des vergangenen Django Girls-Workshops, Ende Januar in München. Foto: Django Girls Munich

Teilnehmerinnen des vergangenen Django Girls-Workshops, Ende Januar in München. Foto: Django Girls Munich

Wann kann man (frau) das nächste Mal mitmachen?

Auf der Django Girls-Webseite werden alle anstehenden Events veröffentlicht. Die Workshops finden in Städten auf der ganzen Welt statt. Es lohnt sich zu beobachten, ob ein Workshop in deiner Nähe ansteht. Und wenn nicht, mach es wie Lisa und organisiere den ersten Django Girls-Workshop in deiner Stadt. Die Community hilft dir gerne bei der Suche nach Coaches und gibt Tipps zur Organisation. Wir in München veranstalten die Workshops in unregelmäßigen Abständen.

Bleibt Ihr auch nach dem Workshop in Kontakt, oder beobachtet Ihr, dass sich durch den Workshop Frauen finden, die sich dann auch weiterhin unterstützen?

Wir versuchen die Teilnehmerinnen im Laufe des Workshops zu vernetzen und unterstützen gerne auch im Nachhinein die Kontaktaufnahme. Besonders stolz macht uns, dass wir immer wieder von Teilnehmerinnen hören, die auch nach dem Workshop noch sich weiter mit Programmierung beschäftigen und die fortgeschrittenen Tutorials eigenständig weiter verfolgen.

Wie kann man Teil der Django Girls-Community werden? Wie kann man Euch darüber hinaus unterstützen?

Bewirb dich als Teilnehmerin bei einem Workshop in deiner Nähe. Kontaktiere bestehende Gruppen, wenn du Coach werden möchtest. Oder nimm es selbst in die Hand und gründe ein eigenes Organisationsteam in deiner Stadt.

Natürlich sind wir und jedes andere Team auch auf Sponsoren angewiesen. Jeder Workshop braucht Veranstaltungsräume und finanzielle Unterstützung für Material und Verpflegung. Über ihre Publicity Kanäle helfen uns unsere Sponsoren außerdem, den Django Girls-Spirit zu verbreiten.

Annabelle und Lisa, wir danken Euch für Eure Antworten und wünschen weiterhin viel Freude an den Django Girls!