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SymfonyLive 2017 – die Konferenz zum beliebten PHP-Framework

10.03.2017 ·Autor: · Veröffentlicht in Veranstaltungen

„Ab dem dritten Mal ist’s Tradition“, sagt man (bestimmt nicht nur) im Rheinland. Und so gesehen ist die SymfonyLive bereits mehr als etabliert, denn in diesem Jahr lädt der Veranstalter SensioLabs bereits zur sechsten Ausgabe der deutschsprachigen Konferenz. (International gibt es noch weitere.)

Wir sind wieder Mediapartner und freuen uns daher, Euch hier einige Infos zu liefern. 

Termin, Themen & Ablauf

Die SymfonyLive 2017 startet mit zwei Workshoptagen am 5. und 6. April. In zehn Workshops erfahrt Ihr unter anderem alles zu Symfony 3, Doctrine, REST Services, Web Security und mehr. Eure Trainer stammen direkt aus der Symfony-Community. 

SymfonyLive 2017

Daran schließt sich der Konferenztag am 7. April an, der schon in seiner Keynote mit hohem Praxisbezug startet. Die Software-Architektur-Expertin Carola Lilienthal widmet sich unter dem Titel „Technische Schulden tun weh! Wie man sie erkennt und beseitigt“ dem Soll/Ist-Clash in der Softwareentwicklung. Weiter geht es dann mit acht weiteren Talks zur Entwicklung mit Symfony.

Sehr attraktiv, insbesondere für die unter Euch, die kein Ticket bekommen haben, ist der folgende Hackday am 8. April. Dieser Tag ist kostenfrei und für alle zugänglich. (Eine Anmeldung dennoch wichtig.) Am Hackday könnt Ihr selbst mithelfen, das Framework weiterzuentwickeln. Dazu sind natürlich auch Core-Entwickler anwesend, mit denen Ihr ausgiebig fachsimpeln könnt. Eine tolle Möglichkeit zum Kontakteknüpfen ist der Hackday allemal. 

Hier geht’s zum Programm.

Location

Die SymfonyLive 2017 findet im KOMED am Mediapark statt, eine innerstädtisch gelegene und sehr nette Konferenzlocation, die einige von Euch vielleicht auch von der SymfonyLive Cologne 2016 oder anderen IT-Events kennen. Hier könnt Ihr auf jeden Fall prima netzwerken. Und ein paar O’Reilly-Bücher werden auch dort sein 🙂 

SymfonyLive 2017

Tickets

Bis zum 31. März bekommt Ihr noch das reguläre Ticket für 159 €/netto. Gruppen ab fünf Personen erhalten Rabatt, ebenso gibt’s Blogger Tickets für 49 € / Tag. Alle Tarife findet Ihr hier.

Mehr Infos

Schon seit mehreren Jahren unterstützen wir die SymfonyLive als Mediapartner, deshalb kündigen wir die Veranstaltung hier gerne wieder an. Ihr erfahrt mehr über Symfony, wenn Ihr beispielsweise unser Interview mit Freerich Bäthge (2014) lest. Und dann gibt es noch drölfzig Konferenzvideos drüben bei YouTube, auch von anderen Symfony-Konferenzen weltweit.

Fashion Tech Academy in Berlin: Für mehr Vielfalt in der Technikbranche

08.03.2017 ·Autor: · Veröffentlicht in Frauen in der IT, Veranstaltungen

Lina Wassong hat eine Mission: Die Designerin setzt sich nicht nur an den Schneidertisch, um etwas zu nähen. Sie bringt (bislang) gänzlich unterschiedliche Welten zusammen, lässt Mode und Technik, Stoffe und Programmiercode miteinander kollidieren und entwickelt daraus in ihren Entwürfen etwas Neues. Überraschendes. Und gleichzeitig so Selbstverständlich-Harmonisches. Auf mich wirken ihre Entwürfe so, als ob Mode und Elektronik schon immer zusammengehören. Mit allen Kontrasten, die die Bereiche jeweils mit sich bringen.

Lina Wassong

Mit Nähmaschine und Raspberry Pi Neues erschaffen: Die Designerin Lina Wassong

Linas Techniken haben dabei Hand und Fuß. Sie studierte Bekleidungstechnik und Management in Hamburg, schnupperte während eines längeren Aufenthalts in San Francisco in die amerikanische Tech-Branche und brachte sich früh in die internationale Fashiontech-Szene ein. Wenn Lina Wassong nicht gerade selbst entwirft, programmiert und schneidert, arbeitet sie an Buchprojekten (Licht & Spaß, ab Mai: Wearables mit Arduino und Raspberry Pi, ab Juni: Das Calliope-Buch). Oder gibt Workshops – und darüber habe ich für das oreillyblog mit Lina gesprochen.

Lina, am heutigen Mittwoch gibst Du gemeinsam mit Sofie Di Bartolomeo den Workshop „Fashion Tech Academy- Design your glowing necklace!“ Was genau habt Ihr vor?

Heute, am 8. März, ist internationaler Weltfrauentag. Dies ist ein toller Anlass, um sich für mehr Vielfalt in der Technikbranche einzusetzen, da diese immer noch von vielen Frauen gemieden wird. Das Konzept des Workshops ist so aufgebaut, dass den Teilnehmerinnen erste elektronische Grundlagen, Programmierkenntnisse sowie der Umgang mit Maschinen wie Lasercutter und 3D-Drucker vermittelt werden, während sie eine leuchtende Kette und einen dazugehörigen Schmuckbeutel designen. Es wird also Technik mit einem kreativen Prozess kombiniert, um Software und Elektronik interessanter und zugänglicher zu gestalten.
 
Um das Konzept zu unterstützen, werden wir das O’Reilly-Make-Buch „Licht und Spaß“ an den unterschiedlichen Workshop-Stationen auslegen. In dem Buch wird die Einführung in Elektronik-Projekte sehr anschaulich vermittelt.

Ich persönlich würde mich für untalentiert, aber höchst neugierig einstufen. Bin ich – auch ohne Vorkenntnisse – bei Euch richtig?

Absolut! Dieser Workshop ist für den Designer genau so geeignet wir für den Hobbybastler oder Elektrotechniker. Hier ist jeder willkommen, der die kreativen Seite von Software und Elektronik erkunden möchte. Und alles natürlich ganz ungefährlich. 

Fashion Tech Academy

Der Workshop wird übrigens in englischer Sprache gehalten, zumindest in der Einführung. „An den unterschiedlichen Stationen wird sich das dann von selbst ergeben“, schreibt mir Lina.

Gibt es noch freie Plätze? Und, falls nicht: Bietest Du regelmäßig Workshops an?

Leider sind alle Tickets schon vergeben. Es gab sehr viel Nachfrage und der Workshop war innerhalb eines Tags ausgebucht. Aber die gute Nachricht: ich biete regelmäßig Workshops an (und kündige sie hier an). 

Zum Abschluss eine etwas persönlichere Frage. Hinter „Make“ verbirgt sich auch eine gewisse Haltung: Dinge aufschrauben, neu kombinieren, selbst gestalten. Was bedeutet Dir besonders die Verbindung aus Fashion/Crafting/Design mit Elektronik und Technik? Was fasziniert Dich daran?

Seit vielen Jahren wiederholt sich die Modeindustrie immer wieder und jeder Gedanke wurde mindestens schon einmal gedacht. Werden allerdings Mode und Technik kombiniert, ergeben sich unendlich viele neue Möglichkeiten. Neue Verfahren, Techniken und Materialien, die eingesetzt werden können – das fasziniert mich sehr. Auf der anderen Seite kann Technik durch Mode ästhetischer und emotionaler gestaltet werden.
 
Während ich Elektronik und Textilien kombiniere, steht „Make“ ganz klar im Vordergrund. Der Designprozesses beinhaltet viel ausprobieren, umgestalten und neues dazu lernen – also learning by doing. Mir ist es auch wichtig, meine gemachten Erfahrungen weiterzugeben. Wie jetzt in diesem Workshop oder indem ich es in Büchern festhalte.

Lina, ich danke Dir für das Gespräch und wünsche allen, die ein Ticket für den Workshop ergattert haben, heute abend viel Freude.

Mehr über Lina Wassong erfahrt Ihr auf ihrer Website.

oreilly.plus: Das PDF zum Buch

02.03.2017 ·Autor: · Veröffentlicht in Aus dem Verlag, E-Publishing

Ganz still und leise haben wir gestern ein neues Symbol auf unsere Website eingeschleust: 

Was das kleine „plus“ nun bedeutet? Ganz einfach: Ab sofort gibt es auch für O’Reilly-Bücher die Möglichkeit, zum gedruckten Buch das PDF zu erhalten, ohne das komplette E-Book noch einmal kaufen zu müssen. Einige von Euch kennen vielleicht bereits dpunkt.plus unseres Mutterhauses dpunkt.verlag, vielleicht seid Ihr auch schon Mitglied. 

oreilly.plus funktioniert genauso, das heißt:

  • Ihr zahlt 9,90 €. 
  • Dafür könnt Ihr innerhalb eines Jahres bis zu zehn PDFs zu den Büchern herunterladen, die Ihr bereits gedruckt gekauft habt.
  • (Wo Ihr die gekauft habt, spielt keine Rolle. Ihr müsst uns auch keine Belege einsenden oder ähnlich furchtbar aufwendige Unzumutbarkeiten ;))
  • Nach einem Jahr läuft Eure Mitgliedschaft automatisch aus (oder Ihr verlängert sie aktiv).
  • Eure PDFs gehören Euch, das heißt, die behaltet Ihr auch, solltet Ihr keine oreilly.plus-Mitglieder mehr sein.
  • Und natürlich sind die PDFs ohne harten Kopierschutz, Ihr könnt sie also auf all Euren Lesegeräten frei verwenden. (Nicht verschweigen wollen wir, dass es (aktuell noch) ein Wasserzeichen mit Eurem Namen gibt. Das hat rechtliche Gründe. Wir hoffen, es bald ganz loszuwerden – wie schon bei unseren „normalen“ E-Books.)

oreillyplus_zeichnung oreillyplus oreilly.plus

Das waren die wichtigsten Fakten. Nun noch ein paar Details.

Innerhalb von zwei bis vier Wochen nach Erscheinen jedes (gedruckten) O’Reilly-Buchs dürft Ihr das dazugehörige PDF im oreilly.plus-Pool erwarten. Bei manchen Büchern erlauben uns dies aber die Lizenzen nicht, unter denen wir die Bücher hierzulande veröffentlichen dürfen. Dies betrifft Übersetzungen. Manchmal liegt uns auch (noch) kein Einverständnis der AutorInnen vor. Und manchmal, hoffentlich ganz ganz selten, haben wir Produktionsstau. Die größere Masse der O’Reilly-Bücher findet Ihr aber unter oreilly.plus. Und weil das vielleicht immer noch nicht überzeugend ist, haben wir auch dpunkt-Bücher hinzugenommen. Das bedeutet, für die 9,90 € dürft Ihr nicht nur aus dem O’Reilly-Programm fischen, sondern auch aus dem dpunkt-Programm. 

Mit oreilly.plus möchten wir Euch (endlich) die Möglichkeit schaffen, ein Buch auch elektronisch immer dabei zu haben, wenn Ihr es gedruckt gekauft habt. Zu einem erschwinglichen Preis und ohne, dass der Preis des gedruckten Buchs höher wird. Unser Verlag, dpunkt, bietet die plus-Funktion schon eine ganze Weile und freute sich über sehr gute Resonanz. Längst überfällig, dass wir nun mit O’Reilly-Titeln nachziehen 🙂

Alle Infos auf einen Blick und die Möglichkeit zur Registrierung gibt es unter: www.oreilly.plus.

Die O’Reilly-Veranstaltungstipps im März

28.02.2017 ·Autor: · Veröffentlicht in Veranstaltungen

Endlich wieder eine komplette Folge unserer IT-Ausgehtipps! Ihr könnt Barcamps besuchen, Achterbahn fahren, über Open Source fachsimpeln.. ach, seht selbst 😉 Wir freuen uns, Euch auf einigen Events auch persönlich zu treffen!

IT-Veranstaltungstipps

Die Veranstaltungstipps en détail:

Was? Barcamp Bonn
Wann? 10.-11.03.2017
Wo? Konferenzzentrum der Deutschen Post DHL Group
Website
Hashtag: #bcbn17

Das Barcamp Bonn kommt diesmal mit anderthalb Tagen und dem Motto „Bonn bewegen“, das uns zum Freitagsschwerpunkt Mobilität bringt. Am Samstag ist’s dann themenoffen, O’Reilly-Bücher liegen bereit … und wir werden auch selbst anwesend sein \o/ 


Was? Barcamp Munich
Wann? 11.-12.03.2017
Wo? München
Website
Hashtag: #bcmuc

Schon eine ganze Weile im Barcamp-Kalender ist die Müncher Ausgabe, das #bcmuc. Zwei Tage, frei in der Sessiongestaltung, aber niemals belanglos und immer sehr gut besucht. Brezen gibt’s bestimmt auch. 😉 Wenn Ihr also im Süden wohnt: Sichert Euch noch ein Ticket.


Was? Webweek Frankfurt
Wann? 13.-19.03.2017
Wo? Frankfurt
Website
Hashtag: #wwfra

Unser besonderer Tipp: die Autorin des IT-Karrierehandbuchs, Martina Diel, spricht am 14. März im Rahmen eines Treffens der Webgrrls über das Büchermachen 🙂


Was? ecommerce.camp
Wann? 16.-18.03.2017
Wo? Jena
Website
Hashtag: #eccj17

Auf in die Licht-, ähm, E-Commerce-Stadt Jena: Ihr findet vor Ort nicht nur einige Bücher, sondern auch O’Reilly-Autoren. Und eine Konferenz, die mit Barcamp-Format für prima Austausch und mit Ausrichtung auf Fachpublikum hohes Niveau liefert. 


Was? FOSSGIS Konferenz

Wann? 22.-25.03.2017
Wo? Passau
Website
Hashtag: #fossgis2017

Die FOSSGIS-Konferenz ist die führende Konferenz für Freie und Open Source Software Geo-Software und OpenStreetMap. Komplett ehrenamtlich organisiert. 


Was? Maker Faire Ruhr
Wann? 25.-26.03.2017
Wo? Dortmund
Website
Hashtag: #mfr17

Wir sind natürlich wieder mit einem Stand vor Ort.


Was? JavaLand

Wann? 28.-30.03.2017
Wo? Phantasialand Brühl
Website
Hashtag: #javaland

Im Javaland gibt’s Achterbahnanschluss. Und nicht nur das, sondern auch eine wunderbare Einbindung vieler Java Usergroups, hochwertige Vorträge, aufgeschlossene Besucher und: eine kleine Messehalle, in der unter anderen ein dpunkt/O’Reilly-Stand auf Euch wartet. Und eine Lektorin ist ebenfalls da, falls Ihr Buchideen habt 🙂


Was? parallel // Softwarekonferenz
Wann? 29.-31.03.2017
Wo? Heidelberg
Website
Hashtag: 

Die Softwarekonferenz für Parallel Programming, Concurrency, HPC und Multicore-Systeme aus dem Hause dpunkt.

Wie immer werden bei den genannten Veranstaltungen aktuelle O’Reilly- und dpunkt-Bücher ausgelegt, verlost und/oder Gimmicks verteilt. Bitte beachten: Einige Camps, Konferenzen, Workshops etc. sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Kalenders (oder kurz danach) evtl. schon komplett ausgebucht.

O’Reillys Zeitzeichen Spezial: Jubiläen und Jahrestage 2017

21.02.2017 ·Autor: · Veröffentlicht in Zeitzeichen

Jahrestage 2017

Ein geschlagenes Jahr ist seit der letzten (offiziellen) Folge des Zeitzeichens vergangen – und wir überkompensieren jetzt einfach mal, indem wir auf einen ganzen Schwung Jubiläen und Jahrestage hinweisen, die 2017 auf dem IT-Kalender stehen (und in einigen Fällen schon hinter uns liegen). Das Ganze erfolgt natürlich in Kurzform, sonst sind wir 2018 noch nicht mit dem Korrekturlesen fertig. Zur besseren Übersicht haben wir uns für eine Aufschlüsselung in drei Kategorien unterschieden: Hardware, Software und Wetware. Mit letzterem Begriff meinen wir kluge Köpfe, Kreativmenschen und schräge Vögel, die IT-Geschichte geschrieben haben. Um etwaiger Kritik vorab zu begegnen: Die Auswahl in allen Kategorien ist subjektiv – wir freuen uns auf Ergänzungsvorschläge – und (leider) deutlich von weißen Männern aus Europa und den USA geprägt. Was schlicht an deren Dominanz in der Welt der Bits und Bytes liegt. Und jetzt aber los:

Hardware

Gerade einmal 5 Jahre ist es her, dass der britische Einplatinenrechner Raspberry Pi seinen Siegeszug um die Welt startete. Ein genaues Release-Datum lässt sich schwer feststellen. Laut Engadget war der 16. April 2012 der erste Shipping Day. Wir konnten erst deutlich später die ersten Geräte ergattern – haben dann aber umso mehr feine (und erfolgreiche) Bücher zum Thema publiziert.

10jährigen Geburtstag feierte bereits im Januar das iPhone, das (in der industrialisierten Welt) vom Erstklässler bis zur Uroma wohl so ziemlich jeder schon mal in der Hand hatte. Als Prototyp des modernen, funktionalen Smartphones hat es unsere Kommunikationsgepflogenheiten stark verändert.

Deutlich unbekannter als die Apple-Kreation: Der IBM Simon bzw. Angler, das wohl erste Smartphone überhaupt. Geburtstag (des Prototyps): 23. November 1992. 2017 ebenfalls 25 Jahre alt und (in zeitgemäßer Ausführung) weiterhin recht populär: Der Think Pad-Laptop. Er wird übrigens schon länger nicht mehr von IBM, sondern von Lenovo produziert.

Aufgelöst und daher heute fast vergessen, als Infrakstrukturpionier aber durchaus bedeutend und vor 30 Jahren gegründet: UUNET, später der weltweit erste kommerzielle Internetanbieter.

Seinen 35. Geburtstag feiert dieses Jahr ein Gerät, das in Deutschland als „Brotkasten“ in die Annalen der Kinderzimmergeschichte eingegangen ist und weltweit zu den erfolgreichsten Computern aller Zeiten zählt: Im Januar 1982 schenkte Commodore der Menschheit den C64. Für die Nachgeborenen unter den Lesern: Die 64 im Namen bezog sich auf den Hauptspeicher des Rechners. Natürlich reden wir von Kilobyte. 🙂
Eine 35 auf dem Tacho hat dieses Jahr auch die Compact Disc. 1992, also zehn Jahre nach der Markteinführung, war sie übrigens Tonträger #1 und beendete die Ära der Tapes. Heute ist das optische Medium (aka Plastikmüll) selbst fast wieder Geschichte: Musikmenschen schwören auf Streaming und Vinyl, Datenmenschen besitzen fette USB-Festplatten und eigene Server.

Fernseher mit ICs, hippe Taschenradios und schwere Mobiltelefone gab es im Juni vor 50 Jahren in New York zu bestaunen. Dort fand die erste CES statt.

Für den letzten Eintrag in dieser Rubrik gehen wir satte 75 Jahre in die Vergangenheit. 1942 begannen das amerikanische Militär und die Universität von Pennsylvania mit der Entwicklung des legendären Electronic Numerical Integrator and Computer, kurz: ENIAC. Und nun der Aha-Moment: Das erste Programmierer-Team (an der fertigen Maschine) bestand ausschließlich aus Frauen. Zwei von Ihnen – Maryln Meltzer und Frances Spence – wären dieses Jahr übrigens 95 geworden.

Software

Die Vision, jede Zahnbürste und Herrenhandtasche mit einer eigenen IP-Adresse auszustatten, wurde vor fünf Jahren – genauer: am 6. Juni 2012 – weltweite Wirklichkeit. An diesem Tag ging’s offiziell los mit IPV6.

Bereits vor 10 Jahren startete in Kenya ein bahnbrechendes, da einfaches Mobile-Payment-System: M-Pesa. Es ermöglicht Geldtransfers ohne Bankkonto via Oldschool-Handy und wurde ab 2008 in zahlreiche weitere Entwicklungs- und Schwellenländer exportiert.

15jährigen Geburtstag feiern 2017 das für Whistleblower und Dissidenten wichtige Anonymisierungsnetzwerk TOR (Alpha: 20. September 2002) sowie der im Desktopbereich immer noch zweitbeliebteste Browser der Welt: Firefox (Start: 23. September 2002 unter dem Namen „Phönix“)

Erinnert sich noch jemand an die gute, alte Zeit, als man E-Mails dazu nutzte, um – Trommelwirbel – Text zu verschicken? Das Ende dieser Ära wurde spätestens im Juni 1992 eingeläutet, als der MIME-Standard definiert wurde, der auch die Übertragung von Multimedia-Content gestattete. 25 Jahre später platzen viele Inboxen aus allen Nähten, weil Onkel Max und die Jutta von nebenan gerne mal 20 HD-Fotos oder den kompletten Mitschnitt der letzten Chorprobe an ihre Nachrichten hängen.
Ein Silberjubiläum für Spielkinder steht am 27. August auf dem Programm: An diesem Tag im Jahr 1992 erschien in Japan Super Mario Kart – noch immer eins der spaßigsten und erfolgreichsten Rennspiele aller Zeiten. Zig Versionen für andere Nintendo-Konsolen folgten.

30 Jahre alt werden 2017 die Domains von Apple (apple.com, registriert am 19. Februar 1987) und Cisco Systems (cisco.com, 14. Mai 1987) – womit es die beiden Unternehmen witzigerweise nicht mal mehr in die Top 50 der ältesten .com-Adressen schaffen.
Am 18. Dezember dürfen die Kollegen von O’Reilly Media in Kalifornien eine große Flasche Sekt köpfen und anschließend um einen Turm aus Kamelbüchern tanzen: Die von Larry Wall entwickelte Programmiersprache Perl wird 30!

Computerviren gibt’s noch länger: Die erste (bekannte) Schadsoftware hieß Elk Cloner und tauchte vor 35 Jahren in Pennsylvania auf. Schöpfer Rich Skrenta wird dieses Jahr übrigens 50.
Ebenfalls 1982 zum ersten Mal gesichtet: Das ASCII-Smiley (Doppelpunkt, Bindestrich, Klammer zu) kreiert von Scott Fahlman – der damit quasi Vater aller Emoticons ist. Der original Bboard-Thread, in dem die Zeichenfolge vorgeschlagen wurde, ist hier dokumentiert.

Wetware

Trauriger Auftakt in dieser Rubrik: Im März vor fünf Jahren wurde der palestinänsisch-syrische Open-Source- und Internet-Aktivist Bassel Khartabil in Damaskus inhaftiert. Drei Jahre später brachte ihn das Regime an einen unbekannten Ort und verhängte (vermutlich) die Todesstrafe. Khartabils Schicksal ist unbekannt.
Genau lokalisierbar ist hingegen der (inzwischen sehr umstrittene) Wikileaks-Chef Julian Assange. Am 19. Juni 2012 zog er in die  Flat 3b, 3 Hans Crescent, London SW1X 0LS, UK. Dort befindet sich die ecuadorianische Botschaft in Großbritannien.
Politische Erfolge von Netzjüngern auf nationaler Ebene? Das gab’s zum ersten Mal im Oktober 2012, als die tschechischen Piraten (Piráti) einen Sitz im tschechischen Parlament gewannen. Sie zählen auch heute noch zu den erfolgreichsten Piraten in Europa.

Weltweit aktiv ist die Clicktivism-Plattform Avaaz, die sich u.a. gegen Krieg, Rassismus, Klimawandel, Korruption und Armut einsetzt. Ricken Patel und seine Mitstreiter gründeten sie im Januar vor zehn Jahren in New York. Größe und Reichweite der Organisation sind anno 2017 beeindruckend, viele Kritiker werfen Avaaz jedoch Oberflächlichkeit vor.

Wesentlich kleiner und definitiv radikaler: Das Electronic Disturbance Theater (EDT). Die Hacktivisten und Pioniere in Sachen DDoS-Attacken traten zum ersten Mal 1997 in Erscheinung.

Besonders ereignisreich für MINT-Menschen war das Jahr 1992:
Am ersten Januar starb IT-Pionierin Grace Hopper.
Am gleichen Tag gründete sich in Kobe die Internet Society.
Am 6. April starb der Sci-Fi-Titan Issac Asimov.
Am 26. Mai wurde Charles Geschke (Co-Gründer von Adobe) auf dem Parkplatz seiner Firma in Mountain View entführt – und glücklicherweise wenige Tag später befreit (die Entführer wurden gefasst und verurteilt).
Weird History dann am 31. Oktober: Papst Johannes Paul II entschuldigte sich offiziell bei Galileo Galilei – der sich zu diesem Zeitpunkt bereits 350 Jahre unter der Erde befand.
Am 3. Dezember schließlich versandte Neil Papworth die erste Textnachricht (SMS) der Welt.
Etwas vergessen? Natürlich: Der damals noch quietschfidele Douglas Adams publizierte 1992 den letzten Teil seiner Hitchhiker-Reihe: Mostly Harmless.

Die inzwischen enorm bedeutende KI-Forschung erlebte vor 30 Jahren eins ihrer ersten großen Events: In der Wüste von New Mexiko trafen sich Wissenschaftler aller Couleur vom 21. Bis 25. September 1987 zur Artificial Life Conference.
Wenige Tage später schickten Gene Roddenberry und sein Team ein neues Raumschiff Enterprise auf die Reise. Für Trekkies zum Mitschreiben: 28. September 1987, Erstausstrahlung der ersten Folge von Star Trek: The Next Generation. Bereits im Juli hatte Paul Verhoeven seinen Robocop auf die Menschheit losgelassen.

Eine der wohl wichtigsten IT-Firmen wurde vor gut 35 Jahren – am 24. Februar 1982 – gegründet: Sun Microsystems. Einen großen Jubiläumsakt dürfte es aber nicht geben – Anfang 2010 wurde die Firma von Oracle übernommen.
Am 25. Oktober 1982 kam in Ägypten der einflussreiche Blogger und Bürgerrechtler Bassem Sabry zu Welt. Er starb bereits 2014 unter tragischen Umständen.
Was IT und Popkultur betrifft, hat das Jahr 1982 mindestens zwei große Werke hinterlassen, die im Juni bzw. Juli runde Geburtstage feiern dürfen: Blade Runner von Ridley Scott und Tron von Stephen Lisberger.

Das größte Jubiläum steht freilich schon am 25. (nicht am vierten!) Mai an: An diesem Tag kam vor sage und schreibe 40 Jahren Star Wars in die (amerikanischen) Kinos.

Zum Schluss noch ein 50. Gebutstag: Am 6. März dürft ihr Investigativjournalist und Blogger Glenn Greenwald gratulieren, der unter anderem maßgeblich zur Aufklärung des NSA-Überwachungsskandels beitrug.