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Verstärkung für unser Lektoratsteam gesucht

03.03.2009 ·Autor: · Veröffentlicht in Aus dem Verlag

Und hier mal ein Hinweis in ureigener Sache: Zum Sommer, am besten schon ab Mai 2009, suchen wir für unser Lektorat, zunächst im Rahmen einer Elternzeitvertretung auf zwei Jahre befristet, eine Kollegin bzw. einen Kollegen als Verstärkung für unser Lektoratsteam. Eine genauere Beschreibung des Tätigkeitsfeldes und der Voraussetzungen, die sie oder er mitbringen sollte, sind hier zu finden. Bewerbungen bitte per E-Mail an ariane@oreilly.de. Vielen Dank!

Und ich beweg mich doch!

02.03.2009 ·Autor: · Veröffentlicht in Aus dem Verlag

Seit etwas mehr als zehn Jahre reise ich für den O’Reilly Verlag im Außendienst durch Norddeutschland, die ersten Jahre in der typischen Außendienstfahrweise:
•    grundsätzlich auf der Autobahn
•    grundsätzlich auf der linken Spur
•    grundsätzlich mit durchgedrücktem Gaspedal
•    grundsätzlich die Sintflut im Rückspiegel

schließlich habe ich als Vertreter durchschnittlich vier Termine und 400 km täglich zu absolvieren. Ich habe mir mal auf einer Fahrt von Bremen nach Berlin den Spaß gemacht, mir das Kennzeichen jedes Autos zu merken, das mich überholte – mein Gedächtnis wurde nicht allzu sehr gefordert. Spritverbrauch oder CO2-Ausstoß waren für mich eher theoretische Begriffe, die immer und grundsätzlich andere betrafen: „die Industrie“, „die LKWs“ oder „die Geländewagen“ (apropos Geländewagen – wussten Sie schon, dass die Zahl der zugelassenen Geländewagen die der zugelassenen Förster bei weitem übertrifft? Da kann doch was nicht stimmen!).

Seit ungefähr zwei Jahren jedoch bin ich zwar nicht spirituell, aber immerhin spritmäßig vom Saulus zum Paulus mutiert: ich war nicht unmaßgeblich an der Entscheidung beteiligt, den O’Reilly-Außendienst CO2-neutral zu stellen, und ich habe einen hartnäckigen Elan entwickelt, den durchschnittlichen Verbrauch meines 115-PS-Diesel-Kombis auf unter vier Liter/100km zu senken (momentan 3,8!), was mir in Kollegenkreisen den Freakstatus eines Mitglieds in einer Flagellantensekte sichert.

Ich würde nur zu gerne als Grund für diese Wandlung mein plötzlich erwachtes ökologisches Gewissen oder eine göttliche Offenbarung irgendwo zwischen Husum und Halstenbek-Krupunder nennen, aber mein Erweckungserlebnis war deutlich profanerer Natur und ereilte mich in Form eines Schreibens der Straßenverkehrsbehörde, in dem mir mein Punktestand in der Verkehrssünderdatei mitgeteilt und ich im dräuenden Ton eines brennenden Dornbuschs ermahnt wurde, erstens Buße zu tun (50 €, wenn ich mich recht erinnere) und zweitens künftig dem Flensburger Irrweg abzuschwören.
Ich habe dann angefangen, meine Fahrweise zu ändern und vom Gaspedal herunterzugehen. Dabei habe ich eine Reihe wundersamer Erkenntnisse gewonnen:

•    wenn ich wesentlich langsamer fahre, komme ich nicht wesentlich später zu meinen Terminen, aber dafür deutlich entspannter;

•    ich habe einen Bordcomputer im Auto, der mir den momentanen Spritverbauch anzeigt – und daraus geht hervor, dass Spritverbrauch und Geschwindigkeit tatsächlich nicht streng miteinander korrelieren! Je nach Pedalstellung verbrauche ich bei derselben Geschwindigkeit bis zu fast einem halben Liter mehr oder weniger;

•    am meisten Sprit verbraucht ständiges Beschleunigen und wieder Abbremsen, erstaunlich niedrige Werte stellen sich ein bei möglichst gleichmäßigem Fahren. Die Durchschnittsgeschwindigkeiten beider Fahrweisen liegen dabei gar nicht so weit auseinander.

•    Reifendruck um 0,2 bar über die Herstellerangabe erhöhen!

•    die Klimaanlage frisst Sprit satt! Ich nutze sie nur im Sommer, um das Wageninnere herunterzukühlen –  und nicht, um das ganze Jahr über im Permanentbetrieb Heizung und Lüftung zu unterstützen;

•    bei roten Ampeln in der Stadt und bei Staus auf der Autobahn stelle ich den Motor ab. Es ist frappierend, wieviel Sprit man sonst im Stau vergeudet, wenn der Motor ständig läuft.

Wie bei jedem Saulus/Paulus-Charakter gilt auch bei mir: Fanatiker selbst ändern sich nicht, nur die Richtung ihrer Denkweise. Also begann ich, auf Autobahnen hinter Lastkraftwagen herzufahren, um die spritoptimierte Geschwindigkeit von 90km/h halten zu können, ohne zum Verkehrshindernis für andere zu werden, und meine Chefin habe ich solange bearbeitet, den Außendienst CO2-neutral zu stellen, bis sie es erstens für eine tolle und zweitens für die eigene Idee hielt.
CO2-Neutralität ist gar nicht so schwer zu organisieren. Es gibt mehrere Anbieter, die auf eine ermittelte CO2-Emission eine Gebühr erheben und diese dann in CO2-reduzierende Maßnahmen investieren. Dabei sollte man allerdings darauf achten, dass diese Unternehmen zertifiziert sind (die von uns beauftragte Firma Greenmiles z.b. vom TÜV Nord) und nur in von der UNO anerkannte Projekte investieren (und dazu gehören eben keine Aufforstungsprogramme, die scheinen sich als zu langfristig und unsicher erwiesen zu haben). CO2-neutralisieren kann sich übrigens jeder für alles: Firmen die gefahrenen Kilometer der Vertreter, Privatmenschen den Billigflug nach Mandalay oder Bauern das Rülpsen ihrer Kühe.

Achja, es gibt beim ökologisch-bewusstem Langsamfahren auch Nachteile, die nicht unerwähnt bleiben sollten. Man verliert Zeit! Wenn auch deutlich weniger als befürchtet, aber man verliert Zeit. Ich bin an einem Arbeitstag ca. eine Stunde länger unterwegs. Die inverstiere ich aber gerne in einen gegenüber meinen Sauluszeiten um fast 50%ig niedrigeren Spritverbrauch. Zugegeben, mir kommt dabei auch meine große Leidenschaft zugute: Ich höre sehr gern und viel Musik, und den CD-Player im Auto habe ich für mich alleine, den CD-Player im Wohnzimmer daheim teile ich hingegen mit meiner achtjährigen Tochter – und das bedeutet Bibi Blocksberg statt B.B. King und Benjamin Blümchen statt Van Morrison. Ich weiß, wenn meine Tochter älter ist, wird sie mich schon verstehen.

Web 2.0 Expo – San Francisco, nicht Berlin

27.02.2009 ·Autor: · Veröffentlicht in Veranstaltungen

web20expoAufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage vieler Unternehmen haben sich unsere amerikanischen Kollegen, die Veranstalter O’Reilly Media, Inc. und Techweb, leider entschließen müssen, mit der Konferenz Web 2.0 Expo Europe in diesem Jahr auszusetzen. Wie in den vergangenen Jahren wird es aber eine große Web 2.0 Expo in San Francisco geben. Die Web 2.0 Expo in San Francisco findet vom 31. März bis 3. April 2009 statt.

Für alle europäischen Besucher gibt es eine Verlosung: Bei einer Anmeldung bis zum 4. März können Sie drei Übernachtungen in San Francisco sowie 1.000 Dollar für Ihre Reisekasse gewinnen. Geben Sie dafür bei der Registrierung den Code websf09eu an. Er sorgt – übrigens auch noch nach dem 4. März – außerdem für 20 Prozent Nachlass auf das Konferenzticket!

Natürlich ist dies kein richtiger Ersatz für ein großes europäisches Treffen 🙁 Trotzdem verspricht San Francisco mit Vorträgen der Branchengrößen IBM, Google, Yahoo! und vielen Experten wie Nancy Duarte, Dion Hinchcliffe oder Toby Segaran ein vielseitiges und hochkarätiges Programm. Weitere Infos finden Sie hier:
http://www.web2expo.com/webexsf2009/public/content/home

Arduino lernen mit MAKE-Tutorials

25.02.2009 ·Autor: · Veröffentlicht in Geekiges

Immer häufiger stolpert man im Netz über Arduino. Kein Wunder, dass sich so viele dafür begeistern – schließlich bietet es Bastlern und Tüftlern unheimlich viele Möglichkeiten, sich kreativ auszutoben. Ob Klangwiese oder LED-Lichtinstallation, der Phantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt.

Und wen es jetzt in den Fingern juckt, dem zeigt Marc de Vinc von MAKE, wie es geht. In drei exzellenten Videotutorials zeigt er, was für Dinge mit dem Microcontroller möglich sind. In diesem Teil geht es darum, einen Servomotor mit einem Potentiometer zu kontrollieren.

Wer sich für Arduino interessiert, dem empfehle ich auch Getting Started with Arduino vom Arduino-Mibegründer Massimo Banzi.

Bentos: Wall-E und Raving Rabbids

24.02.2009 ·Autor: · Veröffentlicht in Bücher, Geekiges

Mittags reicht es bei mir meistens nur für eine Dosensuppe oder ein Brötchen. Wie schön wäre es da, wenn einem jemand morgens so etwas Tolles in die Tasche packen würde? Wunderbare Bentos bekommt Flickr-User kickinthehead. Fast zu schön sind die Lunchpakete, die seine Freundin ihm einpackt. Wer möchte schon Wall-E verspeisen?
Ihr Blog findet man unter http://annathered.wordpress.com/

Falls jetzt doch die Motivation groß genug ist, einmal das Käsebrot Käsebrot sein zu lassen und sich selber so etwas Tolles zu gönnen:

Anleitungen zu solch tollen Bentos findet man in Best of Instructables Vol. I. Guten Appetit!

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