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So long Missing Manual, hallo Querformater: Geschichte, Konzept und Rezeption der neuen Tools&Gadgets-Bücher von O’Reilly

07.11.2013 ·Autor: · Veröffentlicht in Aus dem Verlag, Bücher

Was vor vier Jahren mit einer unkonventionell gestalteten Publikation über erfolgreiches Zwitschern im Web 2.0 begann, hat sich mittlerweile zu einer populären Reihe für Einsteiger und Nicht-Nerds gemausert (traditionelle Tiervokabeln beabsichtigt): Dem Twitter-Buch folgten weitere Titel im Format 2:1.5 wie Das Facebook-Buch oder Das Android-Smartphone-Buch, um nur zwei frühe Bestseller zu nennen. So entstand – langsam aber sicher – die damals noch
namenlose Bibliothek der Querformater. Inzwischen umfasst sie stolze 20 Titel, weitere Bücher sind in Vorbereitung.

Das Twitterbuch: der Urahn der Reihe

Das Twitter-Buch: der Urahn der Reihe

Das gestalterische Konzept war von Anfang an klar: Links großzügige Abbildungen, rechts die dazu passenden Erläuterungen, pro Doppelseite nur ein Aspekt des Themas, das Ganze modular aufgebaut und in aufgeräumtem Layout präsentiert. Besonders übersichtlich sollen die Querformater sein und (auch) zum punktuellen Lesen animieren – ähnlich wie moderne Websites (Beispielfotos in dieser Rezension bei Check App).

Das inhaltliche Konzept der thematisch vielfältigen Reihe lässt sich am besten so zusammenfassen: Wir möchten kompakte, verständliche Anleitungen zu omnipräsenter, anwenderorientierter Soft- und Hardware liefern, die unsere Gesellschaft nachhaltig verändert, und deren grundsätzliche Beherrschung nicht nur Vorteile im Alltags- und Berufsleben bietet, sondern bald auch unabdinglich sein könnte. Dies ist eine schöne Herausforderung, weil attraktiv-gehaltvolle Dokumentationen auf den jeweiligen Websites bzw. in den Verpackungen meist fehlen.

Wer jetzt an an unsere Missing-Manual-Reihe denkt – ähnliche Orientierung Richtung Tools & Gadgets, Leitspruch: “The book that should have been in the box”- der denkt in die richtige Richtung, muss jedoch keine Redundanz befürchten: Die Querformater lösen im deutschsprachigen Raum die (übersetzten) Missing Manuals ab. Unsere Strategie dabei: Mehr Bücher von hiesigen Autoren, kürzere Produktionsphasen, noch effektivere Ausrichtung auf den Markt in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Und natürlich: weiterhin hochwertige Hilfestellungen.

fb_quer

Zwei frühe Bestseller: Die Anleitung zum erfolgreichsten Social Network…

android_quer

…und die zum erfolgreichsten Mobile OS

Blogger & Fachjournalisten sind von den Querformatern bislang durch die Bank überzeugt:

“[D]ie Informationen kommen Schlag auf Schlag: Fast jedes Thema kann Hans Dorsch auf einer einzigen Seite verständlich erklären. Toll!“ schrieb der Datenstrand bereits Ende 2011 zum Android-Smartphone-Buch, und das Controller Magazin (nur Print) kam bzgl. Das Buch zu E-Books Mitte 2013 zu folgendem Urteil: „[A]usgesprochen lesefreundlich gestaltet, reich illustriert (…). Vielfältige praktische Anleitungen und Tipps erhöhen den Gebrauchswert.”
Kurz danach attestierte das Webmagazin dem Buch zu WordPress: “Das Kunststück, trotz der Kürze eine (…) hilfreiche Praxisanleitung zu liefern, gelingt. Das liegt vor allem an den hervorragenden Texten, die stets präzise formuliert sind und sich auf die Lösung der Fragestellung beschränken.”

Und wie steht’s mit dem eingangs erwähnten Zwitscherbuch, dem Urahn der Reihe? Das liegt bereits in dritter Auflage vor, hat tausende Menschen hierzulande bei ihren ersten Schritten in Sachen Micro-Blogging begleitet und wurde u.a. on onlinemarketing praxis als “Standardwerk zur erfolgreichen Nutzung von Twitter“ bezeichnet.

In diesem Sinne: Viva Quintessenz im Querformat!

Das sind übrigens die allerfrischsten Titel, erschienen Ende Oktober 2013:

jobsuche_quer

fotos_quer

galaxy_quer

Ende November erscheinen außerdem:

youtube_quer

evernote_quer

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3 Kommentare zu “So long Missing Manual, hallo Querformater: Geschichte, Konzept und Rezeption der neuen Tools&Gadgets-Bücher von O’Reilly”

  1. Orr. Ich bin sicherlich nicht der einzige, der so kleinen Büchern weniger Vertrauen entgegen bringt als den altehrwürdigen Missing Manuals.

    Zumal: Warum können sich Verlage nicht mal auf eine Hand voll Formate einigen? Bücher wie diese passen partout nicht in mein Regal. Das ist immer etwas schade, obwohl euer Ziel, mehr „heimische“ Autoren zu Worte zu kommen zu lassen natürlich löblich ist.

  2. Ariane Hesse sagt:

    Über die Bezeichnung „altehrwürdige Missing Manuals“ freuen wir uns natürlich. Wir sind nach wie vor überzeugt von dieser Reihe – sehr gute Bücher, keine Frage. Danke auch für die Rückmeldung, dass die Querformater auf Dich zunächst vielleicht weniger gewichtig wirken.

    Mit den Missing Manuals verhält es sich aber eben so: Umfangreiche US-Titel + schnelllebige Themen = es vergeht relativ viel Zeit bis zur Veröffentlichung. Das ist leider keine gute Kombination und für Leser und uns als Verlag (wirtschaftlich) nicht ideal.

    Bücher mit deutschen Originalautoren haben bessere Chancen, rechtzeitig zu einem Release etc. auf den Markt zu kommen. Nun noch zu den Querformatern: Sie enthalten übrigens viel mehr praktische Information, als man auf den ersten Blick meinen könnte. Jede Doppelseite kommt genau auf den Punkt. Das Leser-Feedback war bislang überdurchschnittlich gut. Gerade dieses „auf-den-Punkt-kommen“ empfinden Viele wohl als besonders zeitgemäß.

    Standard-Buchformate? Kollegin Corina sagte gerade, die Querformater
    passen in handelsübliche Buchregale, z.B. auch ins Billy. Stimmt. 🙂 Und ich dachte: DIN-Bücher wären doch etwas öde, vielleicht die Vielfalt genießen? 😉

    Danke für die Rückmeldung.

  3. […] querformatigen Layout wird dabei auf einer Doppelseite immer ein Aspekt des Themas behandelt – links ein Screenshot, […]

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