In den letzten 12 Monaten hat das Social Web mit den Diensten Facebook, Twitter, Youtube oder XING noch einmal einen rasanten Auf­stieg genommen: Bis Ende Mai sollen 700 Millionen Menschen bei Facebook aktiv sein, davon mehr als 18 Millionen Deutsche sowie jeweils etwa zweieinhalb Millionen Schweizer und Öster­reicher.

Der Microbloggingdienst Twitter verzeichnet etwa 480.000 deutschsprachige User und erhält regelmäßig eine hohe mediale Aufmerksamkeit, wenn es darum geht, hoch­aktuelle Nachrichten zu verbreiten. Sowohl Facebook als auch Twitter gaben den Men­schen in Ägypten und Tunesien die Möglich­keit, in diesem Frühjahr gegen die Diktatur ihrer Staaten zu kämpfen, Demonstrationen zu organisieren und andere Länder auf ihre Situation aufmerksam zu machen – in vielen Medien war daraufhin gar von einer »Face­book­ Revolution« die Rede.

Und längst hat auch die Wirtschaft die Chan­cen von Social Media für einzelne Unter­nehmen entdeckt: Virale Kampagnen und stabile Präsenzen in Sozialen Netzwerken sorgten bereits vielfach für höhere Marken­bekanntheit (Bsp: Old Spice), Verbesserung des Kundendiensts (Bsp: Telekom) oder gesteigerten Umsatz (Bsp: Dell). Dazu kommt, dass immer mehr Menschen mit mobilen Geräten und damit viel häufiger und regelmäßiger ins Internet gehen. Der Branchenverband BITKOM rechnet für 2011 allein mit 10 Million­en Smartphones, die innerhalb Deutschlands verkauft werden. Auch hier haben sich neue Anwendungs­möglichkeiten entwickelt: Mithilfe von Check­-in­-Diensten wie Foursquare können User melden, dass sie beispielsweise gerade ein Café betreten. Das Café wiederum kann ihnen daraufhin Rabatte bieten – eine Werbemaß­nahme, die etwa von der Kette »Starbucks« sehr erfolgreich eingesetzt wird.

Die enorme Schnelligkeit, mit der diese Anwe­ndungen entstanden und weiterentwickelt wurden, mündeten jedoch auch in Unüber­sichtlichkeit, und im Falle von Facebook etwa stehen Unternehmen häufig hilflos vor der enormen Menge an Konfigurations­- und Gestaltungsmöglichkeiten. Bei O’Reilly sind bereits einige mittlerweile etablierte Social Media­-Bücher erschienen, allein voran Tamar Weinbergs sehr erfolg­reiches “Social Media Marketing“, aber auch “Das Twitter-­Buch” von Tim O’Reilly und Sarah Milstein sowie “Das Facebook-­Buch” von Annette Schwindt feierten große Erfolge. In den letzten Wochen sind diese Bücher nun aufwändig aktualisiert und erweitert worden, außerdem ist mit “Das Facebook Marketing­-Buch” ein Titel erschienen, der sich explizit mit den Chancen des sozialen Netzwerkes für den Einsatz in Unternehmen beschäftigt.

Für den Leser eröffnet sich mit diesen Büchern ein spannender Einblick ins Social Web – und eines vereint alle vier Titel: Sie sind äußerst praxisbezogen geschrieben, verschweigen weder Fallstricke noch lassen Sie den Leser bei der Auswahl geeigneter Tools allein.Vielmehr inspirieren sie dazu, kreative Lösungen zu suchen, ermutigen, die Ärmel hochzukrempeln und loszulegen – und: Sie zeigen Perlen des  Social Web, die noch unentdeckt geblieben sind.

Ebenfalls zum Thema erschienen: “PR im Social Web” von Tapio Liller und Marie-Christine Schindler.

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