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Neuerscheinung: Lean Enterprise – Mit agilen Methoden zum innovativen Unternehmen

21.03.2017 ·Autor: · Veröffentlicht in Bücher

Lean EnterpriseBeinahe sechs Jahre sind seit der Veröffentlichung von Eric Ries‘ Lean Startup vergangen. Continuous Delivery von Jez Humble wurde sogar schon ein Jahr früher publiziert. Beide Bücher sind längst zu Bestsellern und Standardwerken avanciert, die darin vorgestellten Ideen haben sich auf dem ganzen Globus verbreitet. Jeder Business-Experte, der etwas auf sich hält, setzt erstens auf Innovation durch Software und will zweitens: schlanke Prozesse, agile Methoden, viele Tests und kurze Produktentwicklungszyklen. Allerdings gibt es ein gravierendes Problem: In der Welt der Startups lässt sich das alles wunderbar umsetzen. In der Welt der großen Unternehmen wird die Sache dagegen deutlich schwieriger.

Lean Enterprise

Kennen Sie die unglückselige Formulierung „Das ist historisch so gewachsen“? Dieses Buch zeigt, wie Sie auch in bestehenden, großen Unternehmen eine Innovationskultur installieren können.

Erneuter Auftritt von Jez Humble (als Autor) und Eric Ries (als Herausgeber), dieses Mal unterstützt von Joanne Molesky und Barry O’Reilly: In ihrem nun auch auf Deutsch erschienenen Fachbuch Lean Enterprise erklären sie in 15 Kapiteln mit hoher Informationsdichte, wie man einen großen, tendenziell schwerfälligen Traditionsladen mit Lean und Agile fit für die Zukunft macht.

„Wir haben das Buch geschrieben, weil wir (…) frustriert sind. Die beschriebenen Techniken und Praktiken sind nicht neu, und man weiß, dass sie funktionieren. Trotzdem haben sie sich noch nicht durchgesetzt, sondern werden nur stückweise umgesetzt, was zu lokalen statt systemischen Verbesserungen führt. Im Ergebnis mühen sich Unternehmen damit ab, zu hohen Kosten Produkte, Services und Geschäftsmodelle zu entwickeln, die nicht erwarteten Kundennutzen bringen.“

Kernideen und -strategien sowie Methodik und Aufbau von „Lean Enterprise“ erläutert Jez Humble sehr anschaulich in diesem (englischsprachigen) Podcast:

Einen (deutschsprachigen) Auszug aus „Lean Enterprise“ (Kapitel 3: Investitionsrisiken modellieren und messen) kann man sich hier kostenlos herunterladen.

Das komplette Buch ist jederzeit als Printversion oder E-Book im O’Reilly Shop erhältlich.

„Alle Organisationen sollten immer wieder auf die Frage zurückkommen: ‚Was ist unser Ziel, und wie können wir uns organisieren, um unser Potential und das unserer Kunden und Mitarbeiter immer beser zu nutzen?‘. Die wichtigste Aufgabe der Führungskräfte ist, die hochperformante Kultur zu verfolgen, die in diesem Buch beschrieben ist. Dann können sie von kontinuierlichen Fortschritten in den Bereichen Design und Technologie, aber auch von umfangreichen sozialem und ökonomischem Wandel profitieren.“

Als Bonus noch zwei kurze Erklärvideos aus der Lean Scene. Für alle, die ihr Basiswissen auffrischen möchten.

Lean principles:

Continuous delivery:

Das Buch findet Ihr bei allen gut sortierten On- und Offline-Buchhandlungen sowie natürlich inklusive PDF-Leseprobe direkt bei uns

Fünf Gründe, warum du die Meet Magento DE 2017 nicht verpassen solltest

20.03.2017 ·Autor: · Veröffentlicht in Veranstaltungen

Ein Gastbeitrag von Anna-Maria Müller, Leitung der Meet Magento in Leipzig.*

Meet Magento DE 2017, Anna-Maria Müller

Diesen Gastartikel schrieb für Euch: Anna-Maria Müller, Leitung Meet Magento Deutschland

Am 22. & 23. Mai 2017 findet zum 11. Mal die Meet Magento DE in Leipzig statt. Die Konferenz ist seit 2009 das größte E-Commerce-Event mit Schwerpunkt auf dem Shopsystem Magento in Deutschland. Inzwischen könnt ihr in über 40 Ländern eine Meet Magento besuchen.

Zu den über 800 Teilnehmern, die das Orgateam in diesem Jahr auf der Meet Magento Deutschland erwartet, zählen die wichtigsten Insider aus dem E-Commerce- und Magento-Umfeld: Online-Händler, Systemintegratoren, Hersteller, Entscheider und Meinungsbildner der Szene sowie Entwickler und Online-Agenturen sind Teil des einzigartigen Konzepts.

„Die Inhalte und Vorträge sind vielfältig und beschränken sich lange nicht nur auf Magento-Themen, sondern greifen auch eine Breite an E-Commerce-relevanten Aspekten auf… Nette Location und gute Stimmung, insgesamt sehr ‚welcoming‘, sowohl seitens des Orgateams, als auch der Teilnehmer. Und natürlich hat auch die vielfach angepriesene Aftershowparty nicht enttäuscht.“ 

Anja Gerding, Head of E-Commerce beim Onlineshop Braun Hamburg

Auch für dich wird sich der Besuch der Meet Magento lohnen. Wetten, du kannst mindestens die Hälfte der folgenden Statements mit „Ja“ beantworten?

1. Ich will die offizielle Magento-Konferenz für Deutschland und Österreich besuchen.

Die Meet Magento ist in Deutschland und Österreich die führende und offizielle E-Commerce-Konferenz für das Shopsystem Magento. 2017 erwarten wir über 800 Teilnehmer aus aller Welt. Wenn du bezüglich der neuesten E-Commerce- und Magento-Trends up to date bleiben willst, kommst du an dieser Veranstaltung nicht vorbei.

2. Ich möchte an einem Event teilnehmen, das allgemeine E-Commerce-Trends und Magento-Themen verbindet.

Die Meet Magento DE verbindet Magento und E-Commerce, übrigens als einzige Konferenz in Deutschland und Österreich. In zahlreichen Vorträgen und Workshops sprechen Top-Referenten der Szene über aktuelle Magento-Themen und über die wichtigsten Trends & Herausforderungen im Onlinehandel, sodass sich das Event für jeden aus der Branche lohnt. Still dein Interesse nach E-Commerce und Magento bequem an einem Ort

3. Ich will die wichtigsten nationalen und internationalen Keyplayer der Szene treffen.

Auf der Meet Magento am 22. & 23. Mai treffen sich alle, die in irgendeiner Art und Weise im Magento- und E-Commerce-Business tätig sind: namhafte Onlineshops, Agenturen, Freelancer, Systemintegratoren, Marken, E-Commerce-Leiter, Verbände, das Management von Magento Inc. – alle sind vor Ort! Die Meet Magento ist keine anonyme Veranstaltung. Das Orgateam legt großen Wert auf die Vernetzung der verschiedenen Teilnehmergruppen. Es gibt keine andere Veranstaltung in der Szene, in der du so einfach mit allen wichtigen Personen aus dem Magento- und E-Commerce-Umfeld in Kontakt kommst.

Meet Magento DE 2017

Location, Besucher, Programm: auf der Meet Magento passt alles, und das seit Jahren.

4. Ich will mein Geschäft vorantreiben und mich in über 40 Vorträgen und mehr als 15 Workshops von high-class Sprechern aus dem Magento- und E-Commerce-Business inspirieren lassen.

Im Call for Papers erhielten wir unzählige Themenvorschläge, die jetzt frisch in die Vortragsplanung eingeflossen sind. Auf der Website kannst du dir jetzt das Programm für die Meet Magento DE 2017 anschauen, durch Referentenprofile stöbern und Details zu einzelnen Sessions lesen. In diesem Jahr haben wir einige neue Formate eingeführt, wie z.B. einen Händler-zu-Händler-Block. Im Rahmen dieses neuen Fokusthemas werden Online-Händler selbst auf der Bühne stehen und von ihren Projekten, Herausforderungen, Strategien und Erfolgen im E-Commerce-Business berichten. Auch kontroverse Themen werden wieder einen Platz im Programm der #MM17DE finden, wie z.B. „Magento – heute und in Zukunft?“, „Ist E-Commerce nachhaltig?“ oder „Wie funktioniert Online-Handel in Zeiten von Amazon & Co.?“

Außerdem dürfen wir verraten, dass es einen exklusiven Workshop auf der Meet Magento geben wird, in dem Entwickler Seite an Seite mit Lead-Architekten von Magento zur Verbesserung des Magento-2-Cores beitragen werden. Wir sind gespannt, welche Themen uns noch erwarten. Es lohnt sich, von Zeit zu Zeit einen Blick auf die Agenda zu werfen.

5. Ich möchte mich über die neuesten Angebote und Lösungen internationaler Anbieter informieren.

Kein Problem. Die Meet Magento verbindet Konferenz und Messe miteinander. Neben erstklassigen Vorträgen hast du natürlich auch die Möglichkeit, mit über 30 Sponsoren und Ausstellern aus aller Welt zu sprechen.

Übrigens: Am Abend des ersten Konferenztags (22. Mai) findet traditionell die Meet-Magento-Aftershowparty statt – der ideale Rahmen für ausgelassene Gespräche und Networking.

*Disclaimer / Sponsored Post: Als langjähriger Medienpartner der Meet Magento werben wir an dieser Stelle sehr gerne für die Meet Magento, außerdem senden wir jährlich einige Bücher, die vor Ort verlost werden. Wir erhalten dafür kein Geld, werden aber vor Ort als Medienpartner genannt. 

Neuerscheinung: SEO mit Google Search Console

17.03.2017 ·Autor: · Veröffentlicht in Bücher, Merkwürdige Begriffe

Google ist das Maß aller Dinge – zumindest, wenn es um das Web und ganz speziell um die Auffindbarkeit von Informationen und Seiten in eben diesem geht. Allein in Deutschland nutzen mehr als 90 Prozent aller Websurfer die Suchmaschine. Webentwickler bzw. Seitenanbieter orientieren sich deshalb sehr stark an den Aspekten, die für ein besseres Google-Ranking sorgen. Zum genauen Algorithmus lässt Google nichts verlauten, aber es stellt ein Tool bereit, das die eigene Webseite auf entscheidende Faktoren testet und Verbesserungen vorschlägt: Die Google Search Console. Typisch Google wird eine Registrierung vorausgesetzt, darüberhinaus ist das Tool kostenlos. Und was hat Google davon? Klar: Dem Giganten ist natürlich daran gelegen, dass es seine Beliebtheit auch in den nächsten Jahren hält. 

Entscheidend für Webentwickler und -redakteure ist nun: Welche Stellschrauben müssen justiert werden, damit die eigene Website nun genau bei dem Publikum landet, für die sie gemacht ist? Wie kommt man zu den richtigen Keywords, was gehört in die robots.txt, und wie passt man all diese Einstellungen für den Zugriff über mobile Geräte an? Stephan Czysch, ein ausgewiesener SEO-Profi und glücklicherweise auch O’Reilly-Autor, beantwortet nicht nur diese Fragen, sondern liefert Euch einen kompletten Überblick über die On- und Offpage-Optimierung Eurer Site mit Hilfe der Google Search Console. 

SEO mit Google Search Console

SEO mit Google Search Frisch bei uns erschienen: Die Neuauflage von Stephan Czyschs SEO-Handbuch (vorher: Suchmaschinenoptimierung mit Google Webmaster Tools“ (Bild: CC-BY-SA oreillyblog)

Das Buch richtet sich an Webmaster, Online-Marketeers und schlichtweg alle, die Googles kostenfreie Tools effizient und erfolgsorientiert für die Suchmaschinenoptimierung einsetzen möchten. Und damit auch die etwa 4-5 Prozent der Websurfer mit Bing zu Euch finden, ist sogar ein kleines Kapitel zu Bings SEO-Werkzeugen im Buch enthalten. Und das wiederum hilft Euch bei Google 😉

Aus dem Inhalt:

  •  Einführung in die Suchmaschinenoptimierung
  • Alles über die Google Search Console
  • Mobile SEO und Apps
  • Erfolge mit der Suchanalyse messen
  • Wettbewerber-Analyse mit SEO-Tools
  • Die Bing-Webmastertools
  • Worauf es bei der Onpage-Optimierung ankommt
  • Offpage-SEO einfach erklärt 

Das Buch findet Ihr bei allen gut sortierten On- und Offline-Buchhandlungen sowie natürlich direkt bei uns

Was (genau) sind denn jetzt Wearables?

16.03.2017 ·Autor: · Veröffentlicht in Merkwürdige Begriffe

„Was sind denn jetzt alles Wearables?“, wisperten wir uns auf dem Verlagsflur zu. Sind es die T-Shirts mit LEDs drin? Oder die Fitnessuhr des sportlichen Kollegen? Kurz gesagt: Sowohl als auch. Unter den Begriff Wearables fällt grundsätzlich jedes Computersystem (Chip, Sensoren etc.), das wir direkt am* Körper tragen. Wearables sind an uns befestigt und wir können damit raus gehen – und dort beispielsweise joggen, schwimmen oder zum Grillfest gehen. Die Fitnessuhr meldet uns dann, wie viele Minuten wir für den Kilometer benötigen. Und der Temperatursensor im T-Shirt, wenn es Zeit für eine Jacke ist. Und das Google Glass, wo sich in Heidelberg ein indisches Restaurant befindet.

Immer mehr Menschen sind von Wearables fasziniert – die, die ihr Alltagsleben gerne vermessen und dokumentieren wollen genauso wie die, die die Elektronikkomponenten für medizinische Zwecke nutzen oder auch die, die mit ihnen experimentieren oder sich künstlerisch ausdrücken wollen. 292,8 Millionen Smartwatches und Fitnessuhren sollen im vergangenen Jahr weltweit verkauft worden sein (Gartner), einige davon dürften wohl unter dem Weihnachtsbaum gelegen haben. Für knapp ein Drittel aller Geräte endet dann aber schon wieder die Erfolgsstory, denn sie werden von ihren Besitzern schon nach kurzer Zeit links liegen lassen. Ihre Funktionen überzeugen nicht, langweilen sogar. Oder die Uhren gehen gleich ganz verloren oder kaputt.

Wearables

Wearables mit Vorsatz: Fitnesstracker

Eine Idee wäre es ja, in Sachen Wearables unseren Open Source-Grundsätzen treu zu bleiben. Soll heißen: Keine fest verschlossenen Geräte kaufen, sondern selbst basteln und experimentieren. (Und Herr(in) über die eigenen Daten bleibt man so auch noch.)

 

Wearables mit Schöpfungshöhe: Fiber Optic Jellyfish Skirt von Lina Wassong

 
Einen Überblick über die weltweite Wearables-Szene und den aktuellen Stand der Technik liefert das O’Reilly-Buch »Wearables mit Arduino und Raspberry Pi«, an dem Lina Wassong und René Bohne gerade für uns schreiben. Darin finden interessierte LeserInnen auch gleich einige Anleitungen, wie sie mit Raspberry Pi, Arduino, Nadel und Faden selbst zu intelligenter Kleidung kommen. 

*und nicht: im Körper. Das gibt’s auch, diese Menschen mit eingebauten Chips nennen sich Cyborgs. Auch das ist nicht neu, Herzschrittmacher oder Cochlea-Implantat sind schließlich auch Elektronik. Hier verschmelzen gerade verschiedene Technologien und gesellschaftliche Entwicklungen. Aber das ist eine andere Geschichte.

So war das: Barcamp Bonn 2017

13.03.2017 ·Autor: · Veröffentlicht in Veranstaltungen

Samstag war Barcamp: das dritte Bonner, das ebenfalls dritte mit uns als Medienpartner/Buchsponsor und das zweite, bei dem ich auch persönlich dabei sein konnte. Bereits 2015 fuhr ich mit Kollegin Anja hin (ihr Rückblick) und es gefiel uns damals schon so ausgesprochen gut, dass ich gar nicht weiß, was noch hätte besser laufen können. Karin Krubeck, Sascha Foerster und Johannes Mirus waren und sind ein perfekt eingespieltes Team, die das Barcamp von Anfang an herausragend organisiert haben. Auch in diesem Jahr wieder. Und trotz aller Routine, die ja sicherlich eintritt, nach wie vor mit sehr viel persönlichem Herzblut. Daher ganz zu Anfang schon der Applaus auf’s Orgateam. 

Barcamp Bonn 2017 Posttower

Viel Glas und Stahl: Die Location kennt jeder Bonner von außen, wir nun auch von innen. Hat sich gelohnt. Top Ausstattung und Technik in jedem einzelnen Raum.

Und nun von vorn: Ein paar Minuten zu spät rauschte ich noch genau passend zur Vorstellungsrunde in den großen Saal. Immer wieder hört man ja die Frage: Brauchen Barcamps wirklich eine Vorstellungsrunde oder langweilt das – gerade bei 160 TeilnehmerInnen – nicht spätestens nach Hashtag-Aufzählung 5,6,7 nicht kollossal? Meine persönliche Überzeugung: Ja, wir brauchen das. Wenn sich alle Teilnehmer kurz fassen. Hat geklappt in Bonn, möglicherweise auch wegen der Beschränkung auf nur zwei Kernfragen Hashtags.  (Dabei hatte ich die komplette Autofahrt morgens über Hashtag 3 gebrütet ;).) Also, Vorstellungsrunde, warum? Weil man gleich zu Beginn die Zusammensetzung der TeilnehmerInnen gut einschätzen kann. Und das hilft bei der Wahl der Sessions. 

Die schloss sich direkt an. Auffällig: Da waren Barcamp-Profis am Start, denn binnen weniger Sekunden reihte sich eine lange Schlange auf. Ganz ohne orientierungsloses Suchen. Alle Sessions, die vorgestellt wurden (und das waren viele), schafften es auf den Sessionplan, sieben Tracks parallel und dann noch zwei Meetingpoints für kleinere Runden versprachen ein sehr vielseitiges Programm. Die Qual der Wahl 😉 Während der Sessionplan zusammen gebastelt wurde, gab es Foyer schon Mittagessen. Wunderbar – kein Zeitverlust. Die vegane Tomatensuppe war für mich gleich die beste Stärkung für die ersten zwei Sessions. (Es gab noch mehr. Viel mehr. Auch sehr gute Wraps.)

Barcamp Bonn 2017 Bobbycars

Im Sessionplan: eine Bobbycar-Session 🙂 Und ein paar Kinder waren auch da – was ich persönlich sehr mag. Barcamps sind nun einmal meist am Wochenende, zur klassischen Familienzeit. Und Kinder _sind da_ und lassen sich nicht so einfach (organisatorisch und emotional) wegorganisieren, wie manch eine(r) glaubt. Dass es selbstverständlich ist, dass man den Nachwuchs einfach mitbringt, spricht für die Community.

Die erste Session, die ich besuchte, hieß: Erfolgsfaktoren von Social Media von Kleinunternehmen und Startups. @OliverKepka lieferte darin anhand seiner Google+-Seite tonnenweise Best Practices zum perfekten Posting (Bild, Text, Hashtags usw.). Zugegeben, hätte ich von Anfang an gewusst, es würde nur um Google+ gehen, hätte ich womöglich eine andere Session gewählt. Das wäre aber sehr schade gewesen, denn Olivers Vortrag war nicht nur sehr informativ, sondern auch sehr witzig. (Und das allermeiste der Infos lässt sich auf andere Netzwerke adaptieren.)

Danach ging es für mich zu „Organic reach is alive“ von @Tim_Ebner. Tim begleitet seit letztem Jahr den Bürgermeisterwahlkampf in Bad Nauheim als Digital-Berater des Kandidaten Axel Bertrand und wollte darüber sprechen, wie sich auch ohne Werbebudget Reichweite erzeugen lässt. So hat er’s angekündigt, ganz so war’s aber nicht, denn einige Facebook-Posts waren schon bezahlt. Die bessere Headline nannte Tim im Verlauf des Vortrags: „Wie ein SPD-Kandidat im tiefsten CDU-Land analog, digital und ‚draußen‘ Wahlkampf macht“. Und diese Story war nicht minder interessant. Wie sie ausgeht, erfahren wir dann am 7. Mai zur Wahl. In jedem Fall spannender Vortrag. 

Als nächstes schnupperte ich bei Vivian Pein und „KPI – Warum Fans kein KPI ist und was Sinn macht“ rein. Als dritte Session war das recht anspruchsvoller Stoff, für den ich verschüttete BWL-Kenntnisse freischaufeln musste. Die Quintessenz: Fans und Follower sind keine Key Performance Indicators. (Das bitte dreimal aufsagen.) Und: Wenn Ihr als Community Manager immer wieder um Budget für Facebook-Ads oder ähnliches kämpfen müsst, rechnet ruhig mal den Tausenderkontaktpreis aus und stellt diesen den anderen fraglos gebuchten Werbemedien gegenüber. Das war längst nicht alles – Vivian lieferte sehr praxisbezogene Tipps, und das höchst komprimiert. 

Barcamp Bonn 2017 Sessions

Erstmalig zwei Tage lief das Barcamp Bonn in diesem Jahr. Samstag themenoffen, am Freitag mit dem Schwerpunkt „Mobilität“. Hier ein Blick auf die Sessions.

Im Foyer baute man währenddessen schon Kuchen auf. Und ich lief gleich weiter zur WordPress-Sprechstunde (u.a. mit Thomas, den wir schon eine Weile von der WordCamp-Orga kennen). Wichtiger Hinweis an alle WordPress-Entwickler, -Admins und -Anwender: Geht zu den WordPress-Meetups, dort gibt es Know-how, Austausch und bei Bedarf auch tatkräftige Hilfe. Das Meetup in Köln trifft sich an jedem dritten Dienstag im Montag, die Bonner Ausgabe wurde am Wochenende frisch gegründet und hat als regelmäßigen Termin jeden ersten Mittwoch im Monat. Es gibt die Meetups deutschlandweit!

Die letzte Session brachte mir der O’Reilly-Autor Olav Schettler zum Thema Wissensmanagement. Seit 2012 nutzte er Evernote, um all seine privaten und beruflichen Notizen und Erkenntnisse festzuhalten und einigermaßen sortiert immer abrufbar zu haben. Im Laufe der Zeit schränkte Evernote ihn aber zu sehr ein, und deshalb, Zitat Olav Schettler: „… dachte ich mir: ‚Du kannst doch programmieren, warum baust du dir dein Werkzeug wie in der Make-Szene nicht einfach selbst?'“ und – programmierte sich sein eigenes Wissensmanagement-System. Die Abende von zwei Wochen hat er investiert, dann war es ein lauffähiges System. Jetzt wird schrittweise umgezogen. Einen großen Vorteil hat sein „Knowfox“ in jedem Fall: Eure Notizen sind auf Eurem eigenen Server, sie gehören wirklich Euch. Wollt Ihr testen? Olav Schettler hat es auf Github abgelegt. 

Zum Schluss konnte ich sogar schnell bei den Serientipps von Scotty reinschauen. The Good Fight ist meins! 😉 Und schon ging’s ans Verabschieden. Karin zog noch die Gewinner der O’Reilly- und dpunkt-Bücher. Allen damit viel Spaß!

Barcamp Bonn 2017 Verlosung

Die Heidelberger Kollegin Sabrina schickte eine Kiste frischer Bücher O’Reilly- und dpunkt-Bücher – und hier durften alle, deren Namen Karin zog, frei daraus auswählen.

Das war ein sehr, sehr schöner Samstag, an dem ich unglaublich viel gelernt habe. Danke allen ReferentInnen <3 

Einen Wermutstropfen gab’s für mich: Wegen einer fiesen Erkältung hatte ich den ganzen Tag über eine gefühlt 1-Meter-dicke-Watte um meinen Kopf und war deshalb nicht zu allzu viel Kommunikation in der Lage. Beim nächsten Mal wieder mehr, denn da stimme ich der Teilnehmerin zu, die in der Feedbackrunde sinngemäß sagte: die Kaffeepausen sind das Beste an Barcamps.  

Karin, Sascha, Johannes: Euch noch mal vielen Dank, dass wir wieder Buchsponsor sein durften. Und für das tolle Barcamp sowieso! 

Das nächste Barcamp  Bonn findet am 23. und 24. Februar 2018 an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin statt. (Da, wo auch die FroSCon ist!) Wir freuen uns drauf.