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Wie man ein richtig gutes Buch schreibt – 7 Tipps für angehende Fachbuchautoren

22.05.2015 ·Autor: · Veröffentlicht in Aus dem Verlag, Bücher, E-Publishing

Ihr seid Experten für ein Thema, das viele Menschen interessiert, und möchtet gerne Buchautor werden? Ihr habt das Buchthema genau definiert und sichergestellt, dass es noch keine Flut an Büchern dazu gibt? Klingt gut. Dann geht es jetzt darum, aus den rohen Informationen ein überzeugendes Buch zu formen. Folgende Tipps helfen euch dabei – ganz egal, ob ihr bei einem etablierten Verlag veröffentlicht oder über einen Dienstleister wie “Books on Demand”, ob euer Werk als gedrucktes oder ausschließlich als E-Book erscheinen soll, ob gegen Bezahlung oder kostenlos. Es ist euer Name, der hinterher auf dem Cover steht, also macht ihm alle Ehre.

 

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1. Versetzt euch in den Leser
Stellt euch die zukünftigen Leser möglichst genau vor: Wer braucht Informationen zum Thema, über das ihr schreiben wollt? Wer würde sich dazu ein Buch kaufen? Wie würde er es nutzen – zum Beispiel, um etwas Neues Schritt für Schritt zu lernen, oder vielleicht eher als Nachschlagewerk? Welche Probleme treiben den Leser besonders um, wie kann das Buch ihm dabei helfen? Welches Wissen kann man bereits voraussetzen?

Nehmt während des gesamten Projekts immer wieder die Perspektive des Lesers ein, das hilft euch, die richtigen Entscheidungen zu treffen!

2. Investiert in eine gute Gliederung
Denkt gründlich über den Aufbau eures Buchs nach. Das ist anstrengend und braucht Zeit, aber es zahlt sich aus! Denn je besser die Gliederung, desto leichter wird euch das Schreiben fallen. Wie wollt ihr den Leser durch den Stoff führen? Was erleichtert ihm das Lernen und die Orientierung im Buch? Eine Möglichkeit ist, den gesamten Lernprozess (etwa die Erstellung einer Website) anhand eines durchgehenden Beispiels aufzuzeigen. Ein anderer Ansatz wäre, das Buch nach Unterthemen zu gliedern, damit jeder Leser direkt das Kapitel ansteuern kann, das ihn gerade interessiert. Welcher Aufbau am besten funktioniert, hängt natürlich sehr vom Thema ab.

 

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Hier stehen die Kapitel für einzelne Fachbereiche der PR: Auszug aus der Gliederung von PR im Social Web, 3. Aufl. von Marie-Christine Schindler und Tapio Liller. (Für eine größere Ansicht auf das Bild klicken.)

 

3. Startet steil
Der Einstieg ins Buch muss interessant sein und motivieren. Kommt sofort zur Sache, überrascht den Leser, legt einen Köder. Schlechte Ideen: 1. eine langatmige Historie (etwa: die Geschichte von TYPO3), 2. ausführliche Begriffsdefinitionen, wie sie in eurer Diplomarbeit gefragt waren. Gute Ideen: 1. eine Erfolgsgeschichte erzählen, um zu zeigen, wo es hingeht, 2. Fragen thematisieren, die den Leser vermutlich am meisten umtreiben, und erste Antworten geben.

4. Formuliert klar und einfach
Gerade in einem Fachbuch sollte die Sprache unkompliziert und schnörkellos sein: Formuliert aktiv und konkret, verwendet wenig Substantivierungen. Schreibt nicht: “dadurch ist eine zeitnahe Auffindbarkeit von Inhalten gewährleistet”,
sondern: “Inhalte können so schnell gefunden werden”. Dann müssen sich die Leser nicht ihr Gehirn verrenken, um euch zu folgen. Sie werden euch dafür sehr dankbar sein.

5. Bietet Vielfalt
In endlosen Fließtextwüsten wird man schnell müde. Denkt euch deshalb zahlreiche Layout-Elemente aus, die eure Inhalte anschaulicher machen: Tipps, Checklisten, Aufzählungen, Kästen mit Hintergrundinfos, Infografiken, Screenshots und Fotos, Vorlagen (wie Musteranschreiben, Musterverträge o.ä.).

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Eine Fachbuchseite muss nicht eintönig sein. Hier eine Doppelseite aus Social Media Marketing & Recht (2. Aufl.) von Thomas Schwenke.

 

6. Lasst gegenlesen
Bezieht möglichst frühzeitig andere mit ein. Ihr habt sicher Freunde oder Kollegen, die sich mit eurem Thema ebenfalls gut auskennen. Sie eignen sich hervorragend als “Fachgutachter”, die inhaltliche Hinweise geben. Denn einem Außenstehenden fällt immer noch etwas ein, an das ihr nicht gedacht habt.

Legt auch auf die sprachliche Qualität großen Wert und lasst den Text zum Schluss auf unschöne Formulierungen, Tipp-, Rechtschreib- und Formatierungsfehler prüfen. Falls ihr keinen Verlag habt und niemanden kennt, der/die gut darin ist, solltet ihr ein professionelles Lektorat/Korrektorat in Erwägung ziehen. Das kostet zwar Geld, wird aber den allgemeinen Eindruck, den euer Buch macht, stark verbessern.

7. Sprecht über euer Projekt
Geht raus und schafft Aufmerksamkeit für euer Buch. Damit müsst ihr nicht warten, bis es fertig ist. Sehr zu empfehlen ist z.B., einzelne Kapitel oder Teile daraus vorab in einem Blog zu veröffentlichen. So findet ihr schon im Vorfeld erste Leser, vielleicht sogar brennende Anhänger. Von ihnen erhaltet ihr zudem Feedback, das ihr im weiteren Verlauf berücksichtigen könnt. Teilt eure Texte über soziale Netzwerke, berichtet darüber, wie es euch beim Schreiben ergeht, tauscht euch mit anderen Autoren aus. Sie alle werden sich mit euch freuen, wenn ihr euer Werk endlich in den Händen haltet (oder in elektronischer Form finalisiert).

Susanne Gerbert, Lektorin bei O’Reilly, hat schon viele Autoren beim Schreiben begleitet und auch selbst viel dabei gelernt.

Ticketverlosung Corporate Startup Summit

13.05.2015 ·Autor: · Veröffentlicht in Veranstaltungen

Spannende Referenten, interessante Workshops und Speed Dating Sessions rund um das Thema Corporate Entrepreneurship – all das bietet der Corporate Startup Summit.

Das Networking Event findet dieses Jahr bereits zum dritten Mal statt. Los geht es für die Corporates von Morgen am 7. Juli 2015 im Deutsche Bahn Silberturm in Fankfurt a.M. Auf etwa 250 Teilnehmer warten Vertreter von Dax-Konzernen und etablierter Unternehmen, Startup Experten und Akademiker. Neben allerlei Vorträgen und Diskussionen warten vor allem interessante Workshops und Speed Dating Sessions fürs Networking auf Euch.

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Am Vorabend des Summit werden die besten Corporate Entrepreneure bei einem Gala Dinner mit dem Corporate Startup Award prämiert. Neben einer erstklassigen Jury mit u.a. Frank Thelen (Die Höhle der Löwen) erwartet die Gewinner ein super Handelsblatt Medienpaket. Die Bewerbungsfrist läuft bis 15. Mai.

Und auch wir haben spannende Preise: Zusammen mit dem Corporate Startup Summit verlosen wir eine Freikarte für das Event! Einfach hier einen Kommentar hinterlassen oder eine Nachricht an verlosung@oreilly.de schreiben. Teilnahmeschluss ist am Dienstag, 19.05.2015, um 12 Uhr. Der Gewinner wird noch am Dienstag ausgelost und benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Und wer auf Nummer sicher gehen wil: Ein Ticket könnte Ihr gleich hier erwerben.

Auf einen Blick:
Wann: 07. Juli 2015
Wo: Deutsche Bahn Silberturm, Jürgen-Ponto-Platz 1, 60329 Frankfurt am Main
Was: Corporate Entrepreneure, Dax-Unternehmen, Startups, Innovation

Schwarm-Betriebsamkeit: ein paar ganz persönliche Eindrücke von der re:publica 2015

08.05.2015 ·Autor: · Veröffentlicht in Veranstaltungen

Viele tolle Menschen

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Betriebsamkeit unter blauem Himmel

Wie immer war die re:publica ein buntes, sonniges, quirliges, leicht hektisches, alle Sinne ansprechendes Vergnügen. Wie immer waren die Begegnungen mit alten und neuen Bekannten mindestens so wichtig wie die vielen interessanten Sessions, von denen ich natürlich jede Menge verpasst habe. In diesem Jahr war es mir sogar ganz besonders wichtig, Autoren, Freunde und Kollegen (wieder) zu treffen. Für mich als O’Reilly-Lektorin war es ja eine Art Abschiedsveranstaltung, da ich in diesen Tagen meine letzten Buchprojekte bei O’Reilly betreue. Vielen Menschen bin ich deshalb mit einem lachenden und einem weinenden Auge begegnet. Anderen leider gar nicht, weil ich sie im Gewühl verpasst habe – wie das eben so ist. Aber es war schön.

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O’Reilly & Friends: Hans Dorsch, Heike Stiegler, Larissa Vassilian, Marie-Christine Schindler, Cathrin Tusche, Alexander Plaum, Susanne Gerbert

Viele tolle Inhalte

Und dann waren da die re:publica-typisch wild gemixten Inhalte. Folgende Themen habe ich dieses Jahr in Gesprächen und auf Bühnen besonders häufig aufgeschnappt: 1. Privatheit im Netz und ob/wie sie zu schützen ist. 2. Die Verantwortung jedes einzelnen dafür, was im Netz geteilt wird und wie dort Diskurse geführt werden. Mit anderen Worten: Wie kriegen wir da ein bisschen Niveau rein? 3. Astronauten scheinen die neuen Popstars zu sein. Ich selbst habe Astro_Alex (Alexander Gerst) leider verpasst, aber alle, die dort waren, haben sich verliebt.

Überhaupt habe ich nur eine Handvoll Sessions mitbekommen, ich nenne mal drei meiner persönlichen Highlights:

  • „Das ist der Sinn des Lebens.“ Ich kenne nur einen, der einen Vortrag überzeugend mit diesem Satz enden lassen kann, und das ist Gunter Dueck. Auch seinen Thesen kann ich nur zustimmen; die abschließende habe ich in etwa so verstanden: Vorträge, Erklärungen, Produkte oder was auch immer genial einfach zu gestalten, statt übersimplifizierend oder umständlich, das ist die wahre Kunst. Seinen Vortrag „Schwarmdummheit!“ könnt ihr hier sehen: https://re-publica.de/session/schwarmdummheit
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Gunter Dueck erklärt, weshalb Menschen in der Gruppe oft dümmer sind als jeder einzelne von ihnen. Und warum einfach oft besser ist.

  • So ähnlich geht auch die Sketchnote-Philosophie: „Bisschen weniger machen, dann werdet ihr auch mehr schaffen“, sagte Ralf Appelt in der gut besuchten Session „Sketchnotes für Einsteiger“, die er gemeinsam mit Anna Lena Schiller und Britta Ullrich hielt. Sketchnotes sind Skizzen, mit denen man Gedanken festhält und Vorträge aufzeichnet. Visuelles kann unser Gehirn ja bekanntlich besser verarbeiten und speichern als reinen Text, deshalb ist diese Technik in vielen Situationen Gold wert – nicht zuletzt, um re:publica-Vorträge aufzuzeichnen. Dabei muss man sich auf zwei bis drei Kernthesen konzentrieren, denn jedes Detail festzuhalten, das funktioniert nicht. Wie alle Besucher der Session habe ich mich eifrig im Sketchnoting versucht, kann mich durchaus noch steigern 😉 und bleibe auf jeden Fall dran!
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Eifriges Skizzieren im Sketchnote-Workshop

  • „Es ist menschenunwürdig, nichts tun zu dürfen“, das sagte Fatuma Musa in der Diskussionsrunde zum Thema „Closed for Migration, open for export“. Sie sprach stellvertretend für die vielen Flüchtlinge in Deutschland, die sonst kaum gehört oder auch nur gefragt werden. Fatuma Musa setzt ihr wirklich beeindruckendes Talent als Rednerin ein, um einerseits Mit-Flüchtlingen Mut zu machen, an sich zu glauben, und andererseits gegenüber Politik und Öffentlichkeit auf ihre Belange aufmerksam zu machen. Dazu gehört eben auch, dass Flüchtlinge darunter leiden, ihre Talente, Fähigkeiten und gelernten Berufe kaum in die Gesellschaft einbringen zu können. Sie fühlen sich dadurch nutzlos, und werden ja häufig auch so gesehen. Eine wirklich unschöne Folge deutscher Asylpolitik.

Claudia Roth war übrigens auch da. Und Zara Rahman, die u.a. interessante Details zu (nicht unproblematischen) Datenerhebungen in Flüchtlingslagern beisteuerte.

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Bunte Lichter in den Sessions …

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… und in den Gängen

Viel zu tun

Mittwoch Nachmittag ging es für mich schon zurück. Der Zug fuhr, alle Sorgen wegen des Bahnstreiks waren in meinem Fall unnötig. Jetzt bin ich erstmal damit beschäftigt, mir verpasste Sessions als Konserve anzugucken – vieles haben die fabelhaften Organisatoren der re:publica ja schon online gestellt. Und: Ich muss, will, darf Sketchnotes üben. Das kann jeder lernen, wurde uns versprochen!

Zum Schluss muss ich euch doch noch eine kleine Übung aus „Sketchnotes für Einsteiger“ ans Herz legen: Setzt euch einer anderen Person gegenüber und zeichnet einander, ohne auf das Papier zu schauen (ein beliebiger Stift und Schmierpapier reichen). Es entstehen wirklich Gesichter, die oft sogar Ähnlichkeit mit der Person haben. Großartig! Ich kann gar nicht mehr aufhören! :)

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Das Gegenüber anschauen, gleichzeitig den Stift übers Papier führen, fertig.

Der Jahrgang 2015 – Teil 4

06.05.2015 ·Autor: · Veröffentlicht in Allgemein

Unsere Neuerscheinungen aus dem April bilden wieder einmal eine illustre Runde und bieten spannende Inhalte für Maker, Programmierer, Entwickler und Anwender.

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Von links nach rechts:
Faszinierende Elektronik-Projekte mit Scratch, Raspberry Pi und Arduino
Effektives modernes C++
User Story Mapping
Arduino für Einsteiger, 3. Auflage
Das Buch zu Android Tablets, 2. Auflage

Und von der Backlist:
Der Jahrgang 2015 – Teil 1
Der Jahrgang 2015 – Teil 2
Der Jahrgang 2015 – Teil 3

Ab sofort bei jedem gut sortierten Fachbuchhändler – oder direkt bei uns auf oreilly.de.

ThingsCon: die IoT-Konferenz in Berlin

04.05.2015 ·Autor: · Veröffentlicht in Technologie, Veranstaltungen

Am 8./9. Mai bringt die internationale Konferenz ThingsCon Vordenker und Gründer aus der neuen Hardware-Bewegung und Internet der Dinge (IoT) Szene aus ganz Europa in Berlin zusammen, um die Zukunft der vernetzten Welt zu erkunden. Unter den Speakern
finden sich Vordenker und internationale Experten wie Science-Fiction-Autoren Bruce Sterling und Warren Ellis, UX-Designerin und O’Reilly-Autorin Claire Rowland, Zukunftsforscher Scott Smith, Open Data Aktivistin Julia Kloiber, Creative Technologist Michael Ang, Professor Jon Rogers und Etsy-Designerin Kuan Luo.

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Im Gespräch mit Conference Chair Peter Bihr stellen wir Euch die ThingsCon vor.

Peter, “Internet der Dinge” ist das Schlagwort des Jahres. Was fasst Du unter dem Begriff zusammen?

Das Internet der Dinge ist gleichzeitig ein großes Schlagwort und ein vager Dachbegriff – schwer zu greifen, wie es üblich ist bei neuen Technologien, die Grenzen testen und überschreiten. Für ThingsCon fassen wir darunter alle Arten von vernetzten Produkten und Diensten, bei denen sich digitale und physikalische Welt überlappen. Anders gesagt: Wenn man das Internet sich in der “echten”, greifbaren Welt manifestiert.

Peter Bihr, einer der Gründer und Konferenzleiter der ThingsCon

Peter Bihr, einer der Gründer und Konferenzleiter der ThingsCon. Foto: Jan-Philip Sonnenberg

 

Die Thingscon findet zum zweiten Mal statt – in Berlin. Mit welchen IoT-Projekten und Unternehmen kommt denn beispielsweise die Hauptstadt daher? 

Nachdem die Startupszene in den letzten 10 Jahren vor allem Software- und App-getrieben war, finden sich zunehmend auch Hardware- und IoT-Projekte und Startups. Neben einer ganzen Reihe von Inkubator- und Accelerator-Programmen reicht das Spektrum von Drohnen (Skysense) über smarte Schließsysteme (Kiwiki) bis hin zu vernetzten Spielzeugen (Vai Kai) und Wearables (Basslet). Es ist eine kleine, aber sehr aktive und auch international stark vernetzten Szene.

Unser Ziel bei ThingsCon ist, der ganzen europäischen Szene gleichzeitig ein Zuhause, einen Ort des Austauschs und eine internationale Bühne zu geben.

Kommen wir zur ThingsCon – zuerst würde ich gerne über Euren Hintergrund reden. Wer ist mit Dir im Orgateam – kannst Du Euch und Eure Intention kurz vorstellen?

Wir sind fünf Personen im Team – 4 Gründer, die alle auf der Suche nach einer spannenden Veranstaltung rund um IoT und Maker-Kultur waren, aber  keine finden konnten, plus unsere Projektmanagerin Sonja Heinen, ohne die wir das nicht stemmen könnten. Max Krüger arbeitet freiberuflich rund um Innovations-Spaces und -methoden, häufig mit Fokus auf Entwicklungszusammenarbeit. Simon Höher und Emanuel Schwarz haben einen Startup-Background, mit Knowable und Polymer hatten sie gleich zwei Kollaborationsplattformen für Teams gebaut, die gemeinsam tüfteln und Hardwareprodukte entwickeln. Mit meiner Firma The Waving Cat analysiere ich neue Technologien und ihren Einfluss, was ich einerseits in Strategieberatung übersetze, andererseits in  Veranstaltungen.

Getrieben sind wir alle von Neugierde am Thema, Spaß an Vernetzung und Community, sowie einfach durch den Eigenbedarf: Wir hätten gerne so eine Veranstaltung, und wenn sie sonst niemand anbietet, dann organisieren wir sie eben selbst!

Dazu habt Ihr rund 40 international bekannte Speaker eingeladen. Auf welche Sessions freust Du Dich besonders? Welche Themen stehen im Mittelpunkt?

Nachdem wir im ersten Jahr schwerpunktmäßig die spannendsten Gründer, Startups und Projekte vorgestellt haben, ist das Feld diesmal schon reifer geworden: Wie können Interaktionen mit der vernetzten Welt aussehen, wie entwickelt sich das Produktdesign weiter, welchen positiven Impact können wir erwirken? Die zwei stärksten inhaltlichen Stränge sehe ich für ThingsCon 2015 im Interaction Design sowie bei den Überlegungen zur gesellschaftlichen Rolle vernetzter Services: Also das “wie” und “warum”.

Persönliche Highlights für mich sind insbesondere zwei meiner persönlichen Science Fiction-Autoren, Bruce Sterling und Warren Ellis – beide sind Meister darin, die Zukunft kritisch zu hinterfragen und dabei gleichzeitig unterhaltsam zu bleiben. Aber die wertvollsten Momente sind sicherlich der Austausch in kleiner Gruppe, in Workshops und informell auf dem Gang. Zudem wird eine große Gruppe einen Code of Conduct für das Internet of Things diskutieren und verabschieden – aus meiner Sicht ein wichtiger Schritt!

Foto: ThingsCon 2014

Foto: ThingsCon 2014

Neben den Sessions und Talks kündigt Ihr ein Rahmenprogramm an. Verrate uns doch mal, was das genau ist. 😉

Das Rahmenprogramm umfasst u. a. ein großes IoT Berlin Meetup am 6. Mai, eine Hardware-fokussierte Startup-Pitch-Veranstaltung (Betapitch) am 7. Mai samt Kickoff-Party, eine nicht ganz erstgemeinte “Crappy Robot Battle” aus Japan am 9. Mai auf der Konferenz selbst, sowie einen Abend sogenannter Studio Visits am 8. Mai, bei denen eine ganze Berliner Startups und Akteure der Berliner Hardware-, IoT- und Startupszene ihre Türen für Besucher öffnen.

Ganz praktische Infos: gibt es noch Tickets? Und, sucht Ihr noch Sponsoren, eventuell auch für nächstes Jahr?

Ein paar Tickets gibt es noch unter http://thingscon.com. Dankenswerterweise haben wir ein tolles Sponsoren-Lineup, die ThingsCon nach Kräften unterstützen. Über das nächste Jahr denken wir bald wieder nach – aber nicht vor dem 10. Mai :)

Peter, ich danke Dir für das Gespräch.

Vielen Dank!


Über Peter Bihr: 

Peter Bihr ist Gründer und Geschäftsführer der The Waving Cat GmbH. Er analysiert die Auswirkungen neuer Technologien und hilft, die Erkenntnisse der führenden Innovatoren durch Beratung und Konferenzen zu vermitteln. Als Strategieberater hilft er Organisationen von Startup bis Corporate, eine Führungsrolle zu übernehmen in einem Geschäftsumfeld, das von Digitalisierung und schnellem Wandel geprägt ist.

Er hat eine Reihe erfolgreicher Konferenzen rund um neue Technologien gegründet – u.a. ThingsCon, UIKonf und Cognitive Cities Conference – und ist seit mehreren Jahren Programmdirektor der NEXT Berlin. Seine Projekte und Gedanken wurden von Forbes, New York Times, The Guardian, ZDF, ZEIT und vielen anderen aufgegriffen. Er bloggt auf thewavingcat.com.

 

9781449372569.sLesetipp: “Designing Connected Products: UX for the Consumer Internet of Things” von Claire Rowland. Das Buch erscheint in Kürze, die Autorin ist – mit einem Vorab-Exemplar – als Referentin auf der ThingsCon.