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O’Reillys Zeitzeichen Spezial: Jubiläen und Jahrestage 2017

21.02.2017 ·Autor: · Veröffentlicht in Zeitzeichen

Jahrestage 2017

Ein geschlagenes Jahr ist seit der letzten (offiziellen) Folge des Zeitzeichens vergangen – und wir überkompensieren jetzt einfach mal, indem wir auf einen ganzen Schwung Jubiläen und Jahrestage hinweisen, die 2017 auf dem IT-Kalender stehen (und in einigen Fällen schon hinter uns liegen). Das Ganze erfolgt natürlich in Kurzform, sonst sind wir 2018 noch nicht mit dem Korrekturlesen fertig. Zur besseren Übersicht haben wir uns für eine Aufschlüsselung in drei Kategorien unterschieden: Hardware, Software und Wetware. Mit letzterem Begriff meinen wir kluge Köpfe, Kreativmenschen und schräge Vögel, die IT-Geschichte geschrieben haben. Um etwaiger Kritik vorab zu begegnen: Die Auswahl in allen Kategorien ist subjektiv – wir freuen uns auf Ergänzungsvorschläge – und (leider) deutlich von weißen Männern aus Europa und den USA geprägt. Was schlicht an deren Dominanz in der Welt der Bits und Bytes liegt. Und jetzt aber los:

Hardware

Gerade einmal 5 Jahre ist es her, dass der britische Einplatinenrechner Raspberry Pi seinen Siegeszug um die Welt startete. Ein genaues Release-Datum lässt sich schwer feststellen. Laut Engadget war der 16. April 2012 der erste Shipping Day. Wir konnten erst deutlich später die ersten Geräte ergattern – haben dann aber umso mehr feine (und erfolgreiche) Bücher zum Thema publiziert.

10jährigen Geburtstag feierte bereits im Januar das iPhone, das (in der industrialisierten Welt) vom Erstklässler bis zur Uroma wohl so ziemlich jeder schon mal in der Hand hatte. Als Prototyp des modernen, funktionalen Smartphones hat es unsere Kommunikationsgepflogenheiten stark verändert.

Deutlich unbekannter als die Apple-Kreation: Der IBM Simon bzw. Angler, das wohl erste Smartphone überhaupt. Geburtstag (des Prototyps): 23. November 1992. 2017 ebenfalls 25 Jahre alt und (in zeitgemäßer Ausführung) weiterhin recht populär: Der Think Pad-Laptop. Er wird übrigens schon länger nicht mehr von IBM, sondern von Lenovo produziert.

Aufgelöst und daher heute fast vergessen, als Infrakstrukturpionier aber durchaus bedeutend und vor 30 Jahren gegründet: UUNET, später der weltweit erste kommerzielle Internetanbieter.

Seinen 35. Geburtstag feiert dieses Jahr ein Gerät, das in Deutschland als „Brotkasten“ in die Annalen der Kinderzimmergeschichte eingegangen ist und weltweit zu den erfolgreichsten Computern aller Zeiten zählt: Im Januar 1982 schenkte Commodore der Menschheit den C64. Für die Nachgeborenen unter den Lesern: Die 64 im Namen bezog sich auf den Hauptspeicher des Rechners. Natürlich reden wir von Kilobyte. 🙂
Eine 35 auf dem Tacho hat dieses Jahr auch die Compact Disc. 1992, also zehn Jahre nach der Markteinführung, war sie übrigens Tonträger #1 und beendete die Ära der Tapes. Heute ist das optische Medium (aka Plastikmüll) selbst fast wieder Geschichte: Musikmenschen schwören auf Streaming und Vinyl, Datenmenschen besitzen fette USB-Festplatten und eigene Server.

Fernseher mit ICs, hippe Taschenradios und schwere Mobiltelefone gab es im Juni vor 50 Jahren in New York zu bestaunen. Dort fand die erste CES statt.

Für den letzten Eintrag in dieser Rubrik gehen wir satte 75 Jahre in die Vergangenheit. 1942 begannen das amerikanische Militär und die Universität von Pennsylvania mit der Entwicklung des legendären Electronic Numerical Integrator and Computer, kurz: ENIAC. Und nun der Aha-Moment: Das erste Programmierer-Team (an der fertigen Maschine) bestand ausschließlich aus Frauen. Zwei von Ihnen – Maryln Meltzer und Frances Spence – wären dieses Jahr übrigens 95 geworden.

Software

Die Vision, jede Zahnbürste und Herrenhandtasche mit einer eigenen IP-Adresse auszustatten, wurde vor fünf Jahren – genauer: am 6. Juni 2012 – weltweite Wirklichkeit. An diesem Tag ging’s offiziell los mit IPV6.

Bereits vor 10 Jahren startete in Kenya ein bahnbrechendes, da einfaches Mobile-Payment-System: M-Pesa. Es ermöglicht Geldtransfers ohne Bankkonto via Oldschool-Handy und wurde ab 2008 in zahlreiche weitere Entwicklungs- und Schwellenländer exportiert.

15jährigen Geburtstag feiern 2017 das für Whistleblower und Dissidenten wichtige Anonymisierungsnetzwerk TOR (Alpha: 20. September 2002) sowie der im Desktopbereich immer noch zweitbeliebteste Browser der Welt: Firefox (Start: 23. September 2002 unter dem Namen „Phönix“)

Erinnert sich noch jemand an die gute, alte Zeit, als man E-Mails dazu nutzte, um – Trommelwirbel – Text zu verschicken? Das Ende dieser Ära wurde spätestens im Juni 1992 eingeläutet, als der MIME-Standard definiert wurde, der auch die Übertragung von Multimedia-Content gestattete. 25 Jahre später platzen viele Inboxen aus allen Nähten, weil Onkel Max und die Jutta von nebenan gerne mal 20 HD-Fotos oder den kompletten Mitschnitt der letzten Chorprobe an ihre Nachrichten hängen.
Ein Silberjubiläum für Spielkinder steht am 27. August auf dem Programm: An diesem Tag im Jahr 1992 erschien in Japan Super Mario Kart – noch immer eins der spaßigsten und erfolgreichsten Rennspiele aller Zeiten. Zig Versionen für andere Nintendo-Konsolen folgten.

30 Jahre alt werden 2017 die Domains von Apple (apple.com, registriert am 19. Februar 1987) und Cisco Systems (cisco.com, 14. Mai 1987) – womit es die beiden Unternehmen witzigerweise nicht mal mehr in die Top 50 der ältesten .com-Adressen schaffen.
Am 18. Dezember dürfen die Kollegen von O’Reilly Media in Kalifornien eine große Flasche Sekt köpfen und anschließend um einen Turm aus Kamelbüchern tanzen: Die von Larry Wall entwickelte Programmiersprache Perl wird 30!

Computerviren gibt’s noch länger: Die erste (bekannte) Schadsoftware hieß Elk Cloner und tauchte vor 35 Jahren in Pennsylvania auf. Schöpfer Rich Skrenta wird dieses Jahr übrigens 50.
Ebenfalls 1982 zum ersten Mal gesichtet: Das ASCII-Smiley (Doppelpunkt, Bindestrich, Klammer zu) kreiert von Scott Fahlman – der damit quasi Vater aller Emoticons ist. Der original Bboard-Thread, in dem die Zeichenfolge vorgeschlagen wurde, ist hier dokumentiert.

Wetware

Trauriger Auftakt in dieser Rubrik: Im März vor fünf Jahren wurde der palestinänsisch-syrische Open-Source- und Internet-Aktivist Bassel Khartabil in Damaskus inhaftiert. Drei Jahre später brachte ihn das Regime an einen unbekannten Ort und verhängte (vermutlich) die Todesstrafe. Khartabils Schicksal ist unbekannt.
Genau lokalisierbar ist hingegen der (inzwischen sehr umstrittene) Wikileaks-Chef Julian Assange. Am 19. Juni 2012 zog er in die  Flat 3b, 3 Hans Crescent, London SW1X 0LS, UK. Dort befindet sich die ecuadorianische Botschaft in Großbritannien.
Politische Erfolge von Netzjüngern auf nationaler Ebene? Das gab’s zum ersten Mal im Oktober 2012, als die tschechischen Piraten (Piráti) einen Sitz im tschechischen Parlament gewannen. Sie zählen auch heute noch zu den erfolgreichsten Piraten in Europa.

Weltweit aktiv ist die Clicktivism-Plattform Avaaz, die sich u.a. gegen Krieg, Rassismus, Klimawandel, Korruption und Armut einsetzt. Ricken Patel und seine Mitstreiter gründeten sie im Januar vor zehn Jahren in New York. Größe und Reichweite der Organisation sind anno 2017 beeindruckend, viele Kritiker werfen Avaaz jedoch Oberflächlichkeit vor.

Wesentlich kleiner und definitiv radikaler: Das Electronic Disturbance Theater (EDT). Die Hacktivisten und Pioniere in Sachen DDoS-Attacken traten zum ersten Mal 1997 in Erscheinung.

Besonders ereignisreich für MINT-Menschen war das Jahr 1992:
Am ersten Januar starb IT-Pionierin Grace Hopper.
Am gleichen Tag gründete sich in Kobe die Internet Society.
Am 6. April starb der Sci-Fi-Titan Issac Asimov.
Am 26. Mai wurde Charles Geschke (Co-Gründer von Adobe) auf dem Parkplatz seiner Firma in Mountain View entführt – und glücklicherweise wenige Tag später befreit (die Entführer wurden gefasst und verurteilt).
Weird History dann am 31. Oktober: Papst Johannes Paul II entschuldigte sich offiziell bei Galileo Galilei – der sich zu diesem Zeitpunkt bereits 350 Jahre unter der Erde befand.
Am 3. Dezember schließlich versandte Neil Papworth die erste Textnachricht (SMS) der Welt.
Etwas vergessen? Natürlich: Der damals noch quietschfidele Douglas Adams publizierte 1992 den letzten Teil seiner Hitchhiker-Reihe: Mostly Harmless.

Die inzwischen enorm bedeutende KI-Forschung erlebte vor 30 Jahren eins ihrer ersten großen Events: In der Wüste von New Mexiko trafen sich Wissenschaftler aller Couleur vom 21. Bis 25. September 1987 zur Artificial Life Conference.
Wenige Tage später schickten Gene Roddenberry und sein Team ein neues Raumschiff Enterprise auf die Reise. Für Trekkies zum Mitschreiben: 28. September 1987, Erstausstrahlung der ersten Folge von Star Trek: The Next Generation. Bereits im Juli hatte Paul Verhoeven seinen Robocop auf die Menschheit losgelassen.

Eine der wohl wichtigsten IT-Firmen wurde vor gut 35 Jahren – am 24. Februar 1982 – gegründet: Sun Microsystems. Einen großen Jubiläumsakt dürfte es aber nicht geben – Anfang 2010 wurde die Firma von Oracle übernommen.
Am 25. Oktober 1982 kam in Ägypten der einflussreiche Blogger und Bürgerrechtler Bassem Sabry zu Welt. Er starb bereits 2014 unter tragischen Umständen.
Was IT und Popkultur betrifft, hat das Jahr 1982 mindestens zwei große Werke hinterlassen, die im Juni bzw. Juli runde Geburtstage feiern dürfen: Blade Runner von Ridley Scott und Tron von Stephen Lisberger.

Das größte Jubiläum steht freilich schon am 25. (nicht am vierten!) Mai an: An diesem Tag kam vor sage und schreibe 40 Jahren Star Wars in die (amerikanischen) Kinos.

Zum Schluss noch ein 50. Gebutstag: Am 6. März dürft ihr Investigativjournalist und Blogger Glenn Greenwald gratulieren, der unter anderem maßgeblich zur Aufklärung des NSA-Überwachungsskandels beitrug.

So geht’s: Joomla!-Captchas

15.02.2017 ·Autor: · Veröffentlicht in Bücher

In unserem dritten und letzten Auszug aus „Praxiswissen Joomla“ geht es um die Einrichtung von Captchas. Viel Spaß damit!

Spammer und Angreifer benutzen gern Programme, die automatisch in kurzer Zeit zahlreiche Benutzerprofile anlegen. Um das zu verhindern, wurden die sogenannten Captchas erfunden. Das sind kleine Kästchen, die dem Besucher eine Aufgabe stellen (wie in untenstender Abbildung). Menschen können diese Aufgabe leicht lösen, Computerprogramme jedoch nicht. Ein neues Benutzerkonto bekommt aber nur, wer die Captcha-Aufgabe richtig gelöst hat. Dumme Programme bleiben so wirkungsvoll ausgesperrt.

Auch Joomla! kann solche Captchas einsetzen. Dazu greift es auf die Hilfe des Google-Diensts reCAPTCHA zurück. Der erzeugt das Captcha und prüft die korrekte Eingabe. Wenn Sie ein Captcha in Joomla! einsetzen möchten, benötigen Sie ein Benutzerkonto bei Google (das Sie unter http://www.google.de erhalten). Melden Sie sich dann bei Google an und rufen Sie die Seite http://www.google.com/recaptcha auf. Klicken Sie Get reCAPTCHA an. Tippen Sie unter Label und Domains jeweils den Domainnamen Ihrer Website ein. Klicken Sie anschließend auf Register. Google reCAPTCHA erzeugt jetzt zwei sogenannte Schlüssel (Keys): den SecretKey und den SiteKey. Beide bestehen aus recht langen, kryptischen Zeichenketten.

Notieren Sie sich diese Schlüssel und wechseln Sie dann im Backend von Joomla! zur Plug-in-Verwaltung hinter Erweiterungen –> Plugins. Suchen Sie dort in der Tabelle den Eintrag Captcha – reCAPTCHA und klicken Sie ihn an. Im neuen Formular stellen Sie zunächst sicher, dass der Status auf Aktiviert steht. Anschließend hinterlegen Sie auf der linken Seite den Site Key im Feld Websiteschlüssel und den Secret Key im Eingabefeld Geheimer Schlüssel.

Die Version ganz oben legt fest, was für eine Art Aufgabe das reCAPTCHA stellt. In der Version 1.0 muss der Besucher ein absichtlich verschwommenes Wort entziffern und in ein Eingabefeld eintippen. Diese Form der Aufgabe gilt allerdings nicht mehr als besonders sicher, zumal Personen mit einer Sehschwäche beim Entziffern Probleme haben könnten. Besser ist daher die Version 2.0, die eine Aufgabe wie die in untenstehender Abbildung stellt. 

Mit der Ausklappliste ganz unten können Sie noch das Aussehen des Captchas festlegen. Wählen Sie hier eine Optik, die zum Rest Ihrer Website passt. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie die Vorgabe stehen. Sofern Sie sich für Version 2.0 entschieden haben, können Sie noch die Größe und somit die Abmessungen des Captchas verändern. Im Zweifelsfall sollten Sie hier Normal belassen.

Wenn Sie alle Einstellungen vorgenommen haben, lassen Sie die Einstellungen Speichern & Schließen.

Weiter geht es in die Grundeinstellungen der Benutzerverwaltung. Dazu rufen Sie Benutzer –> Verwalten auf, wechseln in die Optionen und wenden sich dem Register Komponente zu. Hier stellen Sie die Ausklappliste Captcha auf Captcha – ReCAPTCHA. Nach dem Speichern & Schließen müssen ab sofort alle Besucher auf dem Registrierungsformular erst ein Captcha lösen, bevor sie ein neues Benutzerkonto erhalten.

Ein Captcha erscheint übrigens auch immer dann, wenn ein vergesslicher Benutzer ein neues Passwort oder seinen Benutzernamen anfordert (siehe dazu auch Abschnitt „Vergessene Benutzernamen und Passwörter“ auf Seite 531 im Buch).

Weitere Informationen zu Captchas im Allgemeinen und zu dem reCAPTCHA-Dienst im Speziellen finden Sie beispielsweise in der Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/ReCAPTCHA.

 

Joomla!-Captchas

Bevor ein Besucher ein neues Benutzerkonto erhält, muss er eine Aufgabe lösen. In diesem Fall muss er alle Bilder mit Gras auswählen.

 

Das waren alle Auszüge aus „Praxiswissen Joomla! 3.x komplett“. Hier geht es zu den anderen Beiträgen:

So geht’s: Joomla!-Menüs verwalten

So gehts: Joomla!-Sprachpaket nachrüsten

Das komplette 1.000-Seiten-starke Buch erhaltet Ihr überall dort, wo es gute IT-Bücher gibt. Online und offline. Sowie natürlich direkt bei uns

Django Girls: Zum ersten Mal eine Kommandozeile

13.02.2017 ·Autor: · Veröffentlicht in Frauen in der IT, Karriere(n) in der IT, Veranstaltungen

Ende Januar durften wir einige Bücher zum Workshop der Django Girls nach München schicken. Was es damit auf sich hat, wer die Django Girls sind und wie Ihr Euch selbst engagieren könnt, erzählen Lisa Vogelsang und Annabelle Klarl aus dem Münchner Orgateam gemeinsam in diesem Interview.

Annabelle, was sind die Django Girls und für wen seid Ihr da?

Django Girls ist eine Non-Profit Organisation, die Frauen unterstützt, kostenlose Tages-Programmier-Workshops für andere Frauen zu organisieren. Als Grundausausrüstung für die Workshops hat Django Girls ein Tutorial und weitere Werkzeuge entwickelt. Sie betreiben die Event-Webseiten und haben ein weltweites Netzwerk von freiwilligen Organisationsteams geschaffen.

Zielgruppe sind Frauen, die keinerlei Erfahrung mit der Programmierung haben und die anhand der Programmierung eines Blogs einen ersten Einblick in die Funktionsweise des Internets bekommen wollen. Dabei steht vor allem die Community und das gemeinsame Lernen und Austauschen in entspannter Atmosphäre im Vordergrund. Die 30-40 Teilnehmerinnen werden in Gruppen von maximal drei angehenden Programmiererinnen von einem erfahrenen ehrenamtlichen Coach betreut. Dabei werden HTML, CSS, Python und Django eingesetzt.

Annabelle Klarl (Mitte) und das Münchner Team der Django Girls

Annabelle Klarl (Mitte), Lisa (rechts) und das Münchner Team der Django Girls. Foto: Django Girls Munich

Kannst Du uns ein bisschen darüber erzählen, seit wann Ihr in München aktiv seid und wie Ihr Euch zusammengefunden habt?

Der erste Django Girls-Programmier-Workshop hat im Sommer 2015 stattgefunden. Lisa ist eigentlich Innenarchitektin und wollte schon immer etwas über die Programmierung lernen. Passenderweise kennt sie Annabelle, Veronika, Andi und Max, die alle Informatiker/innen aus Lehre und Forschung an Münchner Unis sind. So hat sich ein begeistertes Organisationsteam zusammengefunden.

Welche Vorkenntnisse sind nötig und was können die Teilnehmerinnen bei Euch lernen?

Gar keine! Der Django Girls-Workshop richtet sich an Frauen, die in der Programmierung komplettes Neuland betreten. Das Tutorial beginnt bei den absoluten Basics für Programmierung. Unsere Teilnehmerinnen sehen oft zum ersten Mal eine Kommandozeile.

Ziel des Workshops ist es, ein grundsätzliches Verständnis für die Bestandteile von Webseiten am Beispiel eines Blogs zu vermitteln, und all diese Elemente von Grund auf selbst zu programmieren.

Können auch eigene Projekte mitgebracht werden, Versatzstücke, mit denen man (frau) vielleicht schon mal begonnen hat?

Da sich der Workshop an Anfängerinnen richtet und sie anhand eines Tutorials durch die Inhalte des Tages begleitet, ist der Workshop nicht für eigenen Projekte oder Teilnehmerinnen mit Programmiererfahrung geeignet. Hier empfehlen wir immer Communities wie die PyLadies und die Munich Geekettes.

Teilnehmerinnen des vergangenen Django Girls-Workshops, Ende Januar in München. Foto: Django Girls Munich

Teilnehmerinnen des vergangenen Django Girls-Workshops, Ende Januar in München. Foto: Django Girls Munich

Wann kann man (frau) das nächste Mal mitmachen?

Auf der Django Girls-Webseite werden alle anstehenden Events veröffentlicht. Die Workshops finden in Städten auf der ganzen Welt statt. Es lohnt sich zu beobachten, ob ein Workshop in deiner Nähe ansteht. Und wenn nicht, mach es wie Lisa und organisiere den ersten Django Girls-Workshop in deiner Stadt. Die Community hilft dir gerne bei der Suche nach Coaches und gibt Tipps zur Organisation. Wir in München veranstalten die Workshops in unregelmäßigen Abständen.

Bleibt Ihr auch nach dem Workshop in Kontakt, oder beobachtet Ihr, dass sich durch den Workshop Frauen finden, die sich dann auch weiterhin unterstützen?

Wir versuchen die Teilnehmerinnen im Laufe des Workshops zu vernetzen und unterstützen gerne auch im Nachhinein die Kontaktaufnahme. Besonders stolz macht uns, dass wir immer wieder von Teilnehmerinnen hören, die auch nach dem Workshop noch sich weiter mit Programmierung beschäftigen und die fortgeschrittenen Tutorials eigenständig weiter verfolgen.

Wie kann man Teil der Django Girls-Community werden? Wie kann man Euch darüber hinaus unterstützen?

Bewirb dich als Teilnehmerin bei einem Workshop in deiner Nähe. Kontaktiere bestehende Gruppen, wenn du Coach werden möchtest. Oder nimm es selbst in die Hand und gründe ein eigenes Organisationsteam in deiner Stadt.

Natürlich sind wir und jedes andere Team auch auf Sponsoren angewiesen. Jeder Workshop braucht Veranstaltungsräume und finanzielle Unterstützung für Material und Verpflegung. Über ihre Publicity Kanäle helfen uns unsere Sponsoren außerdem, den Django Girls-Spirit zu verbreiten.

Annabelle und Lisa, wir danken Euch für Eure Antworten und wünschen weiterhin viel Freude an den Django Girls!

Neuerscheinung: Raspberry-Pi-Kochbuch, MakerNews & MakerCon

08.02.2017 ·Autor: · Veröffentlicht in Bücher, Veranstaltungen

Wie lassen sich mit dem Raspberry Pi Servomotoren steuern? Woher bekomme ich die feinste Auslese an Linktipps und Anleitungen aus Elektronik und DIY? Und wo kann ich mich persönlich mit anderen Makern vernetzen? Verraten wir alles in diesem Post.

Raspberry-Pi-Kochbuch

Unsere Neuauflage des Raspberry-Pi-Kochbuchs hatten wir hier im Jahresrückblick schon kurz erwähnt abgebildet – kurz vor Weihnachten war die Übersetzung von Simon Monks beliebten Handbuchs erschienen. In erprobter Problem-Lösung-Diskussion-Dramaturgie liefert Euch das Buch mehr als 240 Hands-on-Rezepte für den Betrieb dieses kleinen Low-Cost-Computers mit Linux, für die Programmierung des Pi mit Python und für die Anbindung von Sensoren, Motoren und anderer Hardware.

Neu in dieser Auflage gibt es auch Rezepte zum Zusammenspiel mit Arduino und dem Internet of Things. Das Buch begleitet Euch durch das komplette RasPi-Universum, es beginnt bereits bei der Auswahl des für Euch passenden Modells und löst schließlich immer spezifischere und/oder komplexere Fragen. Alle Codebeispiele findet Ihr hier zum Download.

Raspberry-Pi-Kochbuch

Raspberry-Pi-Kochbuch: 240+ Rezepte, von der Auswahl des passenden Netzteils über Hardwaresteuerung, Python-Programmierung und Computer Vision bis zum Zusammenspiel mit Arduino

 

MakerNews

Allerhand Infos und Neuigkeiten aus der Make-/Elektronik-/DIY-Welt liefert Euch ab sofort unser Newsletter „MakerNews“. Darin sammelt Martin aus dem dpunkt-Team etwa alle zwei Monate nicht nur Buchtipps unserer beider Label – dpunkt und O’Reilly -, sondern auch Linktipps, Anleitungen und mehr. Außerdem, das ist der Clou: Unter allen Empfängern verlosen wir bei jedem Aussand E-Books. Dazu müsst Ihr nichts tun, es gewinnt automatisch jeder fünfzigste Empfänger. (Und ja, es sind nicht immer die gleichen, die fünfzigste(r) sind. Haben wir bedacht ;))  

Abonnieren, lesen, gewinnen geht hier.

MakerCon

Nur noch eine Woche, dann kommt Dale Dougherty nach Heidelberg zu MakerCon. Und nicht nur das – mit Mario Lukas, René Bohne, Wolf Jeschonnek, Mathias Dalheimer und anderen Größen der Open Source-/Maker-Bewegung erwartet alle Besucher der MakerCon ein sehr ausgewogenes Programm rund ums Basteln und Programmieren, aber eben auch zu Business- und Rechtsfragen. Und einen Workshop-Tag gibt es im Anschluss ebenfalls noch. Wer noch kein Ticket hat, hier entlang.  

 

So geht’s: Joomla!-Menüs verwalten

03.02.2017 ·Autor: · Veröffentlicht in Bücher

Die zweite Auskopplung aus 1.000 Seiten „Praxiswissen Joomla“ dreht sich um die Navigation Ihres Webauftritts. Im Gegensatz zu vielen anderen Content-Management-Systemen gilt dabei die wichtige Regel: In Joomla! bestimmt der Menüpunkt, was die dahinterliegenden Webseiten anzeigen. Umso sorgfältiger müsst Ihr hier agieren. Los geht’s: 

Joomla!-Menüs verwalten

Für die Verwaltung der Menüs ist im Backend der gleichnamige Menüpunkt Menüs –> Verwalten zuständig. Die dahinterstehende Tabelle aus folgender Abbildung präsentiert alle derzeit existierenden Menüs.

Joomla!-Menüs verwalten

Diese Seite verwaltet alle vorhandenen Menüs.

Anhand ihrer Titel sollten Sie die Menüs schnell im Frontend identifizieren können: Hinter dem Main Menu ➊ aus den Beispieldaten verbirgt sich das waagerechte Hauptmenü am oberen Rand Ihrer Website.

Die nächsten drei Spalten zeigen an, wie viele Menüpunkte des Menüs derzeit

  • für Besucher zu sehen sind (Veröffentlicht) ➋,
  • auf der Website nicht sichtbar sind (Versteckt) ➌ oder
  • Im Papierkorb liegen ➍.

Mit einem Klick auf eine der Zahlen gelangen Sie direkt zu einer Liste mit den entsprechenden Menüpunkten. Würden Sie also beispielsweise in der Zeile für das Main Menu die 18 in der Spalte Veröffentlicht anklicken, erscheinen alle im waagerechten Menü sichtbaren Menüpunkte. Analog würde die 0 in der Spalte Im Papierkorb zu einem leeren Papierkorb führen. Über Menüs –> Verwalten kehren Sie immer wieder zur Tabelle mit allen Menüs zurück. (Um die Menüpunkte kümmert sich noch ein eigener Abschnitt im Buch.)

Die Menüverwaltung hinter Menüs –> Verwalten legt nur fest, welche Menüs es überhaupt gibt. Ihre Darstellung auf der Website übernimmt jeweils ein entsprechendes Modul. Das hat den Vorteil, dassSie das Modul mit dem Menü relativ frei auf der Website platzieren beziehungsweise umherschieben dürfen. Anders als etwa in WordPress erscheint das Menü folglich nicht an einer festgelegten Stelle. 

Tipp
Die meisten Templates reservieren für das Menü eine entsprechende Position, manche Templates erwarten das Menü sogar zwingend dort. Häufig heißt diese Position
Navigation oder Menue.

Darüber hinaus können Sie mehrere Module einrichten, die das gleiche Menü anzeigen. Das ist beispielsweise nützlich,wenn Sie das Menü auf der Startseite anders darstellen möchten als auf ihren Unterseiten oder aber das Menü auf ausgewählten Unterseiten an eine andere Position rutschen soll.

Wenn Sie wissen möchten, von welchen Modulen ein Menü derzeit angezeigt wird, suchen Sie in der Tabelle zunächst die Zeile mit dem entsprechenden Menü. Klicken Sie dann in der Spalte Zugeordnete Module ➎ auf Module. Es klappt jetzt, wie in folgender Abbildung gezeigt, eine Liste auf.

Joomla!-Menüs verwalten

Wie ein Klick auf die Schaltfläche Module enthüllt, zeigt das Main Menu derzeit ein Modul namens Main Menu, das zudem auf der Website an position-1 erscheint.

Sie verrät, welche Module das Menü an welchen Positionen auf der Website präsentieren und welche Besuchergruppen das Menü überhaupt zu sehen bekommen. In unserer Abbildung wird das Menü von genau einem Modul angezeigt. Dieses trägt den Titel Main Menu. Es heißt somit genau wie das Menü, was wiederum die Zuordnung erleichtert (das Menü Main Menu wird vom Modul mit dem Namen Main Menu angezeigt). Die Namensgleichheit ist aber nicht zwingend, Sie können das Menü und die Module benennen, wie Sie möchten. Das Modul in unserer Abbildung ist derzeit auf der Website an der Position position-1 zu sehen. Das Modul und somit das Menü sehen zudem alle Besucher – darauf weist der Begriff Public hin.

 

 Tipp
Mit einem Klick auf den Modulnamen gelangen Sie direkt zu seinen Einstellungen.

 

 

Die folgende Tabelle fasst noch einmal alle Spalten der Menüverwaltung zusammen.

Joomla!-Menüs verwalten

Spalten der Tabelle Menüs und ihre jeweiligen Informationen

Die Arbeit mit den Menüs und den Menü-Modulen mag extrem umständlich erscheinen, ist aber wieder ein gutes Beispiel für die Trennung von Inhalt und Darstellung: Den Aufbau des Menüs legt die Menüverwaltung fest, während sich ein Modul um die Anzeige auf der Website kümmert.

Wenn Sie bei der Installation von Joomla! eine Beispiel-Homepage eingespielt haben, bringt diese bereits ein oder sogar mehrere Menüs mit. Diese fertigen Menüs liefern in den meisten Fällen schon ein recht gutes Ausgangsmaterial, aus dem sich mit wenigen Mausklicks ein (Haupt-)Menü für den eigenen Internetauftritt bauen lässt.

Um ein komplettes Menü zu löschen, haken Sie wie unter Joomla! üblich den Kandidaten in der ersten Spalte der Tabelle ab und klicken anschließend in der Werkzeugleiste auf den Schalter Löschen.

Warnung
Sobald Sie die Nachfrage bestätigen, entfernt Joomla! nicht nur das Menü, sondern auch alle darin enthaltenen Menüpunkte sowie das für seine Anzeige zuständige Modul. Alle diese Elemente sind dann unwiederbringlich verloren. Überlegen Sie sich folglich den Klick auf
Löschen gut.

 

 Joomla!-Menüs verwaltenDer Auszug ist entnommen aus: Praxiswissen Joomla! 3.x komplett von Tim Schürmann, erschienen im Dezember 2016 und erhältlich in allen gut sortierten On- und Offline-Buchhandlungen. 

Anmerkung: An einigen wenigen Stellen wurde der Text angepasst, beispielsweise, weil Referenzen auf andere Stellen im Buch hier im oreillyblog nicht relevant sind.