Im Dezember locken noch zwei tolle Veranstaltungen, bevor es danach auf den Weihnachtsmarkt oder mit einem guten Buch gemütlich aufs Sofa gehen kann.

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Was? media.camp
Wann? 01.12.2014
Wo? Furtwangen
Website
Hashtag: #mediacamp


Was? Tag der Informatik (RWTH Aachen)
Wann? 05.12.2014
Wo? Aachen
Website
Hashtag:


Wie immer werden bei den genannten Veranstaltungen aktuelle O’Reilly-Bücher verlost und/oder Gimmicks verteilt. Bitte beachten: Einige Camps, Konferenzen, Workshops etc. sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Kalenders (oder kurz danach) evtl. schon komplett ausgebucht.

 

Vom 12. bis 14. März 2015 findet in Jena das eCommerceCamp statt, eine inzwischen bekannte Größe in der Barcampszene. Was wir erwarten dürfen, wie weit die Planungen sind und wer vorbeikommen wird – all das hat mir Björn Jacob, einer der Organisatoren des Camps, verraten.

Björn, ein typisches Barcamp ist ein gemütliches, familiäres und entspanntes (beim eCommerceCamp besonders in der Relax-Area – schaut doch mal ins Video) Zusammensein mit der Möglichkeit zum professionellen Austausch und Über-den-Tellerrand-Schauen. Auf welche Besonderheiten dürfen sich die Besucher des eCommerceCamp Jena freuen?

Das eCommerceCamp Jena ist in der Tat ein entspanntes Camp. Unser Hauptsponsor aus dem letzten Jahr, Actindo, wird auch in diesem Jahr wieder dabei sein und trägt viel zu einer tollen und entspannten Atmosphäre bei. Actindo hat im letzten Jahr auch besagte Relax-Area mitgebracht. Sie planen auch dieses Jahr wieder eine nette Aktion.

Inhaltlich werden wir das Camp 2015 durch neue Bereich erweitern, da sind wir gerade in der Planungsphase. Gut vorstellen können wir uns ein Hardware Hacking. Dabei soll das Projekt die Welt des eCommerce mit dem Hardware Hacking verbinden – vielleicht eine Visualisierung, so etwas wie eine Ampel, wenn eine Bestellung im Onlineshop eingeht. Natürlich wären da auch andere Projekte denkbar. Es wird auf jeden Fall spannend, was am Ende dabei herauskommen kann.

In diesem Jahr wird auch erstmals das internationale Umfeld – mit den Shopsystemen Presta und Demandware einbezogen. Und natürlich wie in den letzten Jahren OXID, Shopware und Magento. Angekündigt haben sich auch Firegento, der Magento Verein einiger deutscher Programmierer, die in der Szene sehr aktiv und bekannt sind. Darüber freuen wir uns besonders, denn Magento ist in Deutschland ein äußerst relevantes Shopsystem. Wir hoffen so noch mehr Magento Entwickler für das Camp begeistern zu können.

Auch die Wünsche der Teilnehmer aus den letzten beiden Jahren haben wir berücksichtigt. Für unsere Abendveranstaltung, letztes Jahr und 2013 war das in einem netten kleinen Club hier in Jena, haben wir eine neue, größere Location gefunden. Es ist eine Villa, so viel sei verraten, mit der wir auch dem Wunsch nach mehr Rückzugsmöglichkeiten berücksichtigen, um einfach noch mal in Ruhe Gespräche führen zu können.

Was uns als Camp besonders auszeichnet: Eigentlich ist der Grundgedanke eines Barcamps ja, dass alles recht einfach und unkompliziert ist. Das heißt, wir als Veranstalter stellen den Raum und das war es dann eigentlich schon. Vom ersten Jahr an haben wir allerdings die Bezeichnung ‘Food-Camp’ erhalten, weil wir eine sehr hochwertige Versorgung haben. Daher wollen wir unserem Ruf auch wieder gerecht werden und ein kulinarisches Highlight bieten.

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eCommerceCamp – in der Fachhochschule, aber ohne Mensaessen (Foto: eCommerceCamp Jena)

Das klingt nach einer wirklich schönen und entspannten Camp-Atmosphäre, auf die sich die Teilnehmer freuen können. Auch anders als auf einem traditionellen Barcamp werden beim eCommerceCamp einige ausgewählte Fachvorträge von geladenen Experten angeboten. Kannst du schon verraten, welche Vorträge für 2015 geplant sind?

Wir sind noch ein junges Camp und wollen weiter an diesem Konzept festhalten. Durch die geplanten Vorträge von Branchengrößen möchten wir einen zusätzlichen Anreiz bieten, nach Jena zu kommen – eine Stadt, die auch 2014 manche noch nicht gut genug kennen. Das wollen wir ändern :) Denn Jena als Stadt ist auch ein interessantes IT-Netzwerk. Mehrere tausend Arbeitsplätze sind hier in dieser Branche vorhanden. Mit Intershop und Demandware vor Ort, sowie vielen weiteren kleinen und mittelständischen IT-Unternehmen, ist die gesamte Wertschöpfungskette im eCommerce Bereich abgedeckt. An der Fachhochschule gibt es mittlerweile auch einen Studiengang eCommerce.

Zu den Experten: Lars Jankowfsky wird kommen. Er hat 2013 beim Camp sein Produkt FOXX entworfen, die Idee dort quasi entwickelt. 2014 hat er es dann vorgestellt, Zitat: „Ich zeig euch jetzt mal wie geil das ist – aber Ihr werdet es nie kaufen können“. Und nun ist er damit vor kurzer Zeit Open Source gegangen und es ist für alle verfügbar. Wir freuen uns sehr, dass Lars mit seiner Software ONGR.io auch 2015 dabei sein wird.

Außerdem freuen wir uns auch auf weitere alte Bekannte: Roman Zenner, mit dem wir in engem Kontakt stehen und der aktiv tolle Ideen beisteuert. Und natürlich nicht zuletzt Joscha Krug, der mit seiner Firma marmalade unser Mitorganisator des eCommerceCamps Jena ist. Die beiden sind den O’Reilly Lesern ja auch durchaus bekannt :)

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Bestimmt das Stadtbild: der JenTower mit Intershop. Übrigens ganzjährig, nicht nur während des Camps ;) (Foto: eCommerceCamp Jena)

Gibt es bereits Session-Vorschläge von Teilnehmerseite?

Es gibt schon ein paar Vorschläge, auch wir steuern ein paar Sessionideen bei, z.B. zum Thema Skalierung der Magento Community Edition in der Amazon Cloud. Von Joscha Krug und seinen Kollegen aus Magdeburg wird es wieder Elasticsearch Themenvorschläge geben. Aber vieles wird auch erst beim Camp festgelegt. Wir nennen etwa 7-8 Themen, aus denen sich Sessions ergeben können. Wir planen auch etwas zu Big Data sowie aufgrund der aktuellen Geschehnisse wieder eine Session zu Security. 2013 hatten wir schon einmal eine solche Session, die super gut angenommen wurde und man merkt einfach, dass das auch jetzt wieder ein großes Thema ist.

Wir werden in der nächsten Zeit sukzessive auch die geplanten Sessions auf der Homepage veröffentlichen. Damit sind auf jeden Fall schon einige Sessions gesetzt, aber es bleibt noch viel Zeit für die Sessionideen der Teilnehmer.

ECommerce wird immer diverser, es gibt heute viele verschiedene Anbieter von Shopsystemen. Werden die Anbieter auch auf dem eCommerceCamp vertreten sein?

Ja, auf jeden Fall wird OXID vertreten sein, Presta hat sich angekündigt und wir bemühen uns auch um Demandware. Shopware und Intershop werden ebenfalls vor Ort sein. Allerdings soll es keine Veranstaltung für Zahlungsanbieter werden, die auf dem Camp auf Kundenfang gehen. Diese schließen wir aus, was der Stimmung beim Camp auch zugute kommt – es bleibt gemütlich und entspannt, bekommt keinen Verkaufscharakter. Die Shopanbieter und die Sponsoren sind aber natürlich vor Ort und stellen ihre Produkte vor. Das ist ja auch für die Teilnehmer eine gute Möglichkeit, mit den Anbietern direkt in Kontakt zu kommen und sich auszutauschen.

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O’Reilly-Autor Joscha Krug bei seiner Session im letzten Jahr (Foto: eCommerceCamp Jena)

Das eCommerceCamp geht 2015 in die dritte Runde. Wie hat sich das Camp in den letzten Jahren entwickelt?

Insgesamt gibt es eine sehr positive Entwicklung. Im ersten Jahr war es für uns ja auch erst mal ein Versuch. Aber die Teilnehmer des ersten eCommerceCamps waren auch beim zweiten Jahr dabei – und haben sich auch für das dritte Camp angekündigt, was für das Camp spricht. Sie haben die schöne Seite Jenas und des Camps kennengelernt und kommen gerne her.

Außerdem sind die Besucherzahlen deutlich gestiegen: Im ersten Jahr haben wir mit 130 Leuten gerechnet, im zweiten Jahr mit 160 und dieses Jahr gehen wir davon aus, dass wir die 200 Teilnehmer erreichen. Bisher haben wir immer geschafft, was wir uns vorgenommen haben und im letzten Jahr mussten wir den Ticketverkauf sogar stoppen, weil wir „nur“ für 160 Teilnehmer Platz hatten. Es wird also gut angenommen: Unsere Strategie, mit der wir auf die Entwicklung setzen, auf den Informationsaustausch und auf Fachgespräche, und Payment-Anbieter und andere stark werbende Anbieter gezielt ausschließen. Daran halten wir auch fest.

Etwas wollen wir trotzdem von dem „nur Entwickler“-Fokus abweichen, denn auch die Suchmaschinen- und Contentleute sind an unserem Camp interessiert. Wir wollen ihnen genauso eine Möglichkeit geben, beim Camp möglichst viel für sich mitzunehmen und über die Zukunft des eCommerce und die Entwicklungen in ihren Bereichen zu sprechen. Es ist zum Beispiel auch Sphere.io dabei, die mir ihren Commercetools (eine Plattform-as-a-Service (PaaS) eCommerce Lösung) auch mal andere Produkte als reine Open Source und Selfhosted Systeme vorstellen.

Jetzt haben wir viel über das Camp gehört – wer steht denn eigentlich hinter der Orga des Camps?

Das sind zum einen marmalade aus Magdeburg und wir – TRITUM – aus Jena. Die Webagentur marmalade GmbH realisiert eCommerce-Projekte mit OXID und Shopware. Sie sind ein starker Berater und Partner bei der Entwicklung von Internetpräsenzen. Joscha Krug, Gründer und Geschäftsführer, und sein Team begleiten die Kunden vom Konzept bis zur Umsetzung. Die Agentur ist Certified Partner Business Level von OXID, Shopware Solution Partner und TYPO3 Gold Member.

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Björn Jacob – Organisator des eCommerceCamps Jena (Foto: Björn Jacob)

Wir – also die TRITUM GmbH – sitzen als Webagentur seit 2007 im schönen Jena und realisieren Webauftritte mit TYPO3 und Onlineshops mit Magento. Wir sind eine von 50 Agenturen deutschlandweit, die sich TYPO3 Specialist nennen dürfen – eine von zwei im ostdeutschen Raum. Unsere Mitarbeiter sind Certified TYPO3 Integrator und Certified Magento Developer. Wir sind TYPO3 Silver Member und im offiziellen Maintenance Team von typo3.org. Zudem bieten wir umfassende Hilfe bei Businesslösungen an. Darunter verstehen wir die Anbindung und Erweiterung von ERP, PIM oder CRM Systemen.

Wie kam es dann eigentlich zu der Zusammenarbeit von TRITUM und marmalade, wie entstand die Idee zum Camp?

Beide Agenturen kommen ursprünglich aus dem TYPO3 Bereich und dann kam im Laufe der Zeit eCommerce dazu. Aus dieser Entwicklung entstand dann auch das eCommerceCamp: Wir sind alle Open Source-Kinder und haben uns auf dem TYPO3Camp auf Mallorca kennengelernt. Am Swimmingpool in der Sonne liegend kam uns dann die Idee ein „interdisziplinäres“ Camp zu organisieren. In Deutschland gab es bis dahin unser Meinung nach noch kein Camp zu dem Thema. Ein wichtiger Aspekt dabei war, dass der Osten bis dato recht schwach vertreten war. Wir wollen mit dem eCommerceCamp auch auf die Agenturen im ost- und mitteldeutschen Raum aufmerksam machen und eine Plattform zum Networking bieten.

Dass uns das bisher recht gut gelungen ist, zeigt auch der finanzielle Aspekt: Das Event ist bereits völlig finanziert. Schon nach einer Woche Planung stand fest, dass die Sponsoren sofort wieder dabei sind und es war alles super schnell in trockenen Tüchern. Das hat uns sehr gefreut und wir sind wirklich froh über die gute Zusammenarbeit mit den Sponsoren. Das zeigt ja auch den Erfolg eines solchen Camps – sowohl für die Teilnehmer als auch für die Sponsoren.

Lieber Björn, vielen Dank für das Gespräch!

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Irgendwann um die FrOSCon herum bin ich zum ersten Mal über die Teckids gestolpert – einen Verein von und für Kinder und Jugendliche, der sich der Naturwissenschaft und Technik, im Speziellen der Informatik, verschrieben hat. Ziemlich schnell war klar, dass ich mit Dominik George und seinen Mitstreitern persönlich sprechen muss – also schlug ich ein Google Hangout vor. Mit dem Verweis, dass sie ausschließlich freie Software verwenden, haben die Teckids das abgelehnt und Mumble ins Spiel gebracht. Klar, wir haben sehr häufig mit Anhängern freier Software zu tun – so konsequent trifft man das aber selten :-) (Und wie sie mir später erklärten, können sie erstens ohnehin nicht guten Gewissens den Google-AGBs zustimmen, und zweitens dürfen sich Minderjährige laut Google auch gar nicht registrieren.)

Wie unglaublich informiert und engagiert die Teckids sind, könnt Ihr nun an dieser Stelle nachlesen. Und übrigens: Aktuell lohnt der Blick auf teckids.org ganz besonders, denn in Kürze startet ein Adventskalender, der u.a. Buchgewinne verspricht.. – für den Ihr Euch aber schon jetzt eintragen müsst. Doch jetzt zum Interview.

Corina (oreillyblog):
Hallo liebe Teckids! Schön, dass wir Euch für das oreillyblog interviewen können. Vielleicht stellt Ihr Euch erstmal ganz kurz unseren Lesern vor.

Simon:
Ich bin Simon Bruder, 10 Jahre alt und komme aus der Nähe von Uffenheim im Landkreis Neustadt an der Aisch / Mittelfranken. Und: Ich beschäftige mich gern mit Linux.

Sascha:
Ich heiße Sascha Goetzke, komme aus Remscheid und bin 12 Jahre alt.

Daan-Bela:
Ich bin Daan-Bela, 11 Jahre alt, komme aus Köln und mache ebenfalls gerne etwas mit Technik, Computern und ähnlichen Dingen.

Nik:
Ja, und ich bin Dominik George, kurz Nik, bin 24 Jahre alt und beschäftige mich ebenfalls gern mit allem, was mit Technik zu tun hat – na, manchmal hasse ich auch Technik (lacht). Besonders gern übernehme ich pädagogische Projekte.

Die Teckids möchten übrigens nicht nur Wissen vermitteln, sondern haben sich die "ganzheitliche Teckids als Veranstalter von Projekten und Freizeiten mit Kindern und Jugendlichen sieht sich nicht nur in der Rolle als Wissensvermittler in Bildungsveranstaltungen, sondern möchte die ganzheitliche Entwicklung der jungen Teilnehmer mit seinen Angeboten fördern.

Die Teckids möchten übrigens nicht nur Wissen vermitteln, sondern haben sich die “ganzheitliche Entwicklung” ihrer Teilnehmer vorgenommen – zu der eben auch gemeinschaftliche Freizeitaktivitäten zählen. Das komplette pädagogische Leitbild findet Ihr hier.

Corina:
Dankeschön – Ihr seid alle für die Teckids aktiv, ein eingetragener Verein, der einigen unserer Leser vielleicht schon einmal bei der FrOSCon oder bei den Chemnitzer Linux-Tagen begegnet ist. Wie seid Ihr denn zu den Teckids gekommen?

Simon:
Zu meinem 10. Geburtstag habe ich eine Reise zu den Chemnitzer Linuxtagen geschenkt bekommen, dort durfte ich dann an der Wochenendfreizeit teilnehmen. Das hat mir auch gut gefallen. Auf der Rückfahrt bin ich einem der Betreuer des Fairnopoly-Standes im Zug begegnet. Er meinte, dass ich mich gut auskenne und schrieb das dann auch in das Fairnopoly Blog. Das hab ich dann an Nik geschrieben, und er hat gefragt, ob ich denn auch auf der FrOSCon 2014 dabei sein will.

Corina:
Hm, ich kenne Chor-, Fußball und Pfadfinderfreizeiten. Wie bist Du denn auf die Idee gekommen, eine Freizeit bei den Chemnitzer Linux-Tagen zu machen? Bist Du vorher schon über Linux gestolpert, oder sind Deine Eltern Informatiker?

Simon:
Im Sommer 2012 hat mir meine Cousine einen Laptop geschenkt, bei dem aber die Festplatte kaputt war. Wir haben uns eine neue Platte gekauft, darauf auf Empfehlung eines Bekannten ein Linux installiert – und seitdem benutze ich Linux.

 

Simon nutzt übrigens nicht nur Linux, er hat vor ein paar Tagen auch als jüngster Prüfling Linux Essentials  überhaupt die LPI-Prüfung bestanden. Mehr dazu >>

Simon “nutzt” übrigens nicht nur Linux, er hat vor ein paar Tagen auch als jüngster Prüfling überhaupt die erste LPI-Prüfung bestanden. Mehr dazu >> (Foto: Teckids e.V.)

Corina:
Also hat das Weitertragen des Open Source-Gedankens bei Dir Wirkung gezeigt! Ich habe gelesen, dass die Teckids auch genau das wünschen, nämlich dass die Verwendung freier Software verbreitet wird.

Nik:
Ja, genau, das ist ein Ziel unseres Vereins. Wir sind ja aus dem Kinder- und Jugendprogramm der FrOSCon hervorgegangen – dies hatte ich gemeinsam mit einem kleineren Team zwei Jahre lang übernommen – und kommen so ganz klar aus der “Freie-Software-Ecke”. Mittlerweile organisieren wir eigene Jugendfreizeiten bzw. Wochenendfreizeiten, natürlich alles mit freier Software. Und wir wollen eine Plattform schaffen, über die sich Kinder und Jugendliche noch besser über freie Software austauschen können.

Corina:
Auf der FrOSCon bietet Ihr zum Beispiel die FrogLabs an…

Sascha:
Genau – und außer den FrogLabs planen wir gerade die “Wissenspuren”. In diesem Projekt thematisieren wir Technik, Informatik und Naturwissenschaften, gehen mit Kindern und Jugendlichen ins Museum und versuchen, ganz viele Experimente selbst zu machen.

Daan-Bela:
Durch die Museen machen wir zum Beispiel Rallyes. Gerade Kinder und Jugendliche, die sich für Naturwissenschaften interessieren, kommen dann gerne zu uns.

Hier seht Ihr Wissensspuren-Teilnehmer vor einem Teilchenbeschleuniger (Foto: Teckids e.V.)

Hier seht Ihr Wissensspuren-Teilnehmer vor einem Teilchenbeschleuniger (Foto: Teckids e.V.)

Corina:
Wie ist denn Euer Verein in die Jugendarbeit eingebunden, seid Ihr in den Schulen verankert? Wer erzählt den Kindern von Euch bzw. wie kommen Eltern auf Eure Angebote?

Nik:
Im Moment läuft dies hauptsächlich über Flyer und Plakate, die wir selbst an Schulen verteilen. Leider sind die staatlichen Regelschulen häufig nicht sehr aufgeschlossen, was Bildungsangebote von nichtschulischen Trägern angeht. So erreichen wir über die Schulen auch nur einen sehr kleinen Teil unserer Teilnehmer. Viele stoßen im Rahmen von Konferenzen auf uns, die FrogLabs hängen ja auch immer an IT-Konferenzen. Außerdem natürlich Mund-zu-Mund-Propaganda.

Corina:
Ihr seid ja auch nicht alle aus dem Rheinland – wie verabredet bzw. besprecht Ihr Euch denn?

Simon:
Die Vorbereitung läuft über Jabber, und zu den Veranstaltungen fahre ich natürlich dann mit Zug oder Bus, damit ich dann auch mitmachen kann.

Corina:
Ich habe zum Beispiel gesehen – und das fand ich wirklich toll –, dass Ihr gemeinsam eine Busreise zur MakerFaire gemacht habt. Wie hat es Euch denn in Hannover gefallen?

Sascha:
Mir hat es sehr gut gefallen, ich hab ziemlich viele coole Sachen entdeckt. Zum Beispiel das Burgermobil – ein Auto, das aussah wie ein Hamburger. (lacht)

Nik:
Die MakerFaire-Reise war der Versuch, auch mal zu einer “fremden” Veranstaltung zu fahren. Und ich glaube, das war für alle Beteiligten eine ganz, ganz coole Sache.

Corina:
Wie habt Ihr das denn finanziert? Habt Ihr Sponsoren – oder sucht Ihr noch welche?

Nik:
Ja, wir suchen auf jeden Fall Sponsoren. Wir bemühen uns, die Veranstaltungen für die Teilnehmer so kostengünstig wie möglich anzubieten. Wir müssen natürlich unsere eigenen Kosten decken, machen als gemeinnütziger Verein aber keinen Gewinn. Teilweise finanzieren wir uns dann über Teilnehmerbeiträge, teilweise aber auch über Sponsoren. Für die FrogLabs auf der FrOSCon hatten wir beispielsweise eine ganze Menge.

Was wir aber auf jeden Fall brauchen: Sponsoren, die Projekte auch längerfristig fördern. Wir haben immer einen Fonds, über den wir auch Kinder aus sozial benachteiligten Familien unterstützen können. Und gerade dafür würden wir uns immer über Unterstützer freuen.

Corina:
Wie erreicht Ihr denn eigentlich die so genannte “breite Masse”?

Nik:
Viele der Kinder kommen von unserer Partnerschule in Remscheid, in der wir unsere Projekte immer vorstellen können. Die Schule dort ist sehr kooperativ, die Kinder werden vom Unterricht freigestellt, wenn sie an einem unserer Projekte teilnehmen. Das ist wirklich toll. Sonst machen wir aber leider die Erfahrung, dass viele Schulen unsere Flyer direkt wegwerfen, insbesondere, wenn wir auch einen kleinen Teilnehmerbeitrag verlangen müssen. Dann werden wir gleich als kommerzielles Angebot eingestuft – was natürlich Unfug ist.

Corina:
Ja, das ist tatsächlich sehr schade. Vielleicht könnt Ihr hier im oreillyblog mal von weiteren Angeboten erzählen. Ich habe zum Beispiel von einem LEGO®-Roboter-Projekt gelesen…

Sascha:
Du meinst das Freedroidz-Projekt, von dem ich einer der Leiter bin. Wir zeigen zum Beispiel bei den FrogLabs, wie man am besten Roboter in LEGO® bauen und dann programmieren kann. In Wuppertal beim Langen Tisch haben wir mal einen Schokoladen-Bananen-Roboter vorgestellt.

Der Schoko-Bananen-Roboter

Der Schoko-Bananen-Roboter (Foto: Teckids e.V.)

Nik:
Genau, das Freedroidz-Projekt bauen wir gerne als Komponente bei verschiedenen Veranstaltungen ein. Bei den FrogLabs ist Freedroidz Bestandteil des großen Workshop-Programms, außerdem treffen wir uns aber auch einmal wöchentlich in Bonn bei unserem Sponsor tarent. Dies ist also ganz losgelöst von IT-Konferenzen. Genau wie auch die Wissenspuren …

Corina:
… die ich auch schon deshalb spannend fand, weil Ihr Euch damit gezielt an Nichtmitglieder richtet.

Nik:
Nicht nur bei den Wissenspuren ist das so, unsere Teilnehmer müssen überhaupt nicht Mitglied im Verein sein. Häufig gehen aber aus unseren Veranstaltungen zwei, dreie neue junge Mitglieder hervor. Unser Verein soll ja primär als Plattform für Kinder und Jugendliche dienen, bei denen sie ihre eigenen Projekte durchführen können. Deshalb werden die Wissenspuren auch hauptsächlich von Daan-Bela und Sascha organisiert und vorbereitet. Da hinter steht ganz, ganz viel Eigeninitiative – das machen die beiden wirklich super.

Corina:
Was müssen Teckids denn mitbringen? Wieviel Nerdyism ist nötig?

Nik:
Also, ein Nerd muss man nicht sein. Ich bin auch keiner.

Sascha, Daan-Bela und Simon (lachen):
Wir auch nicht!

Nik:
Wir haben wirklich ganz unterschiedliche Mitglieder – eigentlich so gar keine nerdigen, zumindest unter den Jugendlichen.

Corina:
Eine Offenheit für Informatik, Technik und Naturwissenschaften spielt aber sicherlich schon eine Rolle, oder?

Nik:
Ja, das spielt eine Rolle. Aber wir freuen uns auch über Organisationstalente oder über Jugendliche, die gerne andere Kinder mitbetreuen bzw. ihnen etwas beibringen wollen.

Elektronik-Workshop der Froglabs

Elektronik-Workshop der Froglabs – hier lernt man von und mit Gleichaltrigen. (Foto: Teckids e.V.)

Corina:
Simon, Sascha, Daan-Bela – Ihr geht ja alle noch zur Schule. Wenn Ihr auf den Stellenwert des Fachs Informatik in der Schule schaut: Was wünscht Ihr Euch? Wird das Fach in Euren Augen ausreichend abgedeckt – oder sind Schule und Freizeit hier eher zwei Welten?

Sascha:
Ich kann hier für meine Schule sprechen, die ja gleichzeitig die Teckids-Partnerschule ist. Wir haben ab dem 5. Schuljahr eine Stunde pro Woche das Fach “Projekt”. Nik bietet darin zum Beispiel Spieleprogrammierung an.

Nik:
An unserer Partnerschule in Remscheid bieten wir tatsächlich einen umfangreichen Informatikkurs für die fünften Klassen an. Ich mach’ da sehr viel “Computer Science unplugged”, sozusagen “Informatik ohne Informatik”, in dem ich die Schüler erstmal langsam an einzelne Themen heranführe. Beispielsweise haben wir uns gerade mit Verschlüsselung beschäftigt, und zwar zunächst ohne großen Technikbezug. Erst mit der Zeit wird es immer technischer.

Corina:
Wie ist das bei den anderen, deckt sich Informatik in der Schule mit dem, was Euch auch in der Freizeit an Computern interessiert?

Daan-Bela:
Wir lernen im Fach Informatik zum Beispiel, wie man Python programmiert. Aber leider nicht das, was wir hier bei den Teckids machen.

Simon:
Bei uns in der Schule gibt es das Fach Informatik in der fünften Klasse gar nicht.

Corina:
Würdet Ihr Euch denn noch mehr Informatikunterricht in der Schule wünschen?

(zustimmendes Gemurmel)

Sascha:
Ich würde mir schon mehr wünschen, ich glaube aber, das würden wir gar nicht schaffen. Ich habe schon jetzt an drei Tagen pro Woche jeweils neun Stunden Unterricht, das würde irgendwann zu viel werden.

Teckids-Tutoren und Teilnehmer bei den diesjährigen Chemnitzer Linuxtagen

Teckids-Tutoren und Teilnehmer bei den diesjährigen Chemnitzer Linuxtagen. (Foto: Teckids e.V.)

Corina:
Wie seht Ihr die Anforderungen in der Schule generell: Habt Ihr noch genügend Zeit, Euch mit Hobbys und ehrenamtlicher Arbeit zu beschäftigen? Wann hängt Ihr denn zum Beispiel die Teckids an Euren Schulalltag dran?

Sascha:
Bei mir an der Schule ist das ganz okay, weil wir die Hausaufgaben in der Schule erledigen sollen. So kann ich dann zu Hause wirklich das machen, was ich will – zum Beispiel Programmieren.

Nik:
Was häufig auffällt, dass einige Eltern zusätzlich zum Schulunterricht noch für richtig Freizeitstress für ihre Kinder sorgen. Quasi als Ausgleich für den langen Schultag sollen sie dann noch fünf verschiedene Musikschulen und Sportvereine besuchen. Das sehe ich als größeres Problem als die Schule an sich.

Corina:
Da höre ich es im Hintergrund kichern ;-) Ich habe jetzt sehr viel von Euch gehört – vielen Dank für das nette Gespräch. Ich wünsche Euch viel Erfolg für Eure weitere Arbeit!

Wenn Ihr mehr über die Teckids erfahren wollt, schaut auf ihrer Website vorbei und – besser noch – besucht sie auf einer ihrer Veranstaltungen. 

 

Kürzlich verlosten wir hier im oreillyblog Tickets zum Agile Lead Camp. Dorthe Lübbert hat eines gewonnen – und sich gleich noch bereit erklärt, ihre Eindrücke zu verbloggen. Wie es also vergangenes Wochenende in Berlin war, berichtet jetzt: unsere Gastautorin Dorthe. Wir freuen uns & sagen danke!

Dorthe Lübbert - unsere Gastreporterin fürs Agile Lead Camp ;)

Dorthe Lübbert – unsere Gastreporterin fürs Agile Lead Camp

Am 14. und 15. November fand in Berlin das erste Agile Lead Camp statt. Gut 20 Teilnehmer trafen sich in familiärer Atmosphäre zum intensiven Erfahrungsaustausch rund um agile Themen wie “Wenn alle sich selbst organisieren, brauchen wir da überhaupt noch klassische Managementstrukturen?”, “Die Investoren wollen eine Jahresplanung, wir arbeiten agil – was tun?”, “Agiles Arbeiten in einer nicht-agilen Organisation, geht das überhaupt und wenn ja, wie?”.

Wie bei Barcamps üblich gab es keine vorab ausgeklügelte Agenda, sondern – ganz agil – eine Sessionplanung zu Beginn des Camps: Man schreibt seine Themenvorschläge auf Karteikarten, stellt das Thema kurz vor. Danach wird abgestimmt, welche Themen besonders spannend klingen und daraus der Sessionplan für den jeweiligen Tag gebaut. An Tag 2 geht alles zurück auf Null, und das Prozedere findet noch einmal statt.

Erlaubt an Themen und Formaten war beim Agile Lead Camp, was gefällt und grob ins Campthema passte. Mitgebracht hatten die Teilnehmer ein breites Spektrum von Fragestellungen zur Organisationsentwicklung, Methodenideen, agilen Best Practices bis hin zu eher unorthodoxen Themen wie Neuro-Coaching. Das Agile Lead Camp blieb dabei erfrischend analog: wenige klassische Vorträge mit Powerpoint und Beamer, viel Flipchart, Brainstorming, offene Diskussionsrunden und Erfahrungsaustausch.

Agile Sessionplanung

Sessionplanung – auch agil.

Apropos Erfahrungsaustausch – hinter dem Agile Lead Camp steht der Agile Lead Circle, ein Netzwerk von Menschen, die sich mit agilen Ansätzen beschäftigen. Der Agile Lead Circle trifft sich seit drei Jahren normalerweise einmal im Monat, entweder virtuell im Netz oder live in Berlin. Problem: Einmal im Monat ist wenig Zeit, das Backlog unbearbeitbarer Themen groß. Lösung: zwei Tage Zeit im Agile Lead Camp.

Zum Einstieg stellte Björn die  “Theorie U” vor, eine Change Management Methode des MIT-Dozenten Otto Scharmer. Otto Scharmer sagt: Für komplexe und neuartige Situationen bietet die Vergangenheit häufig keine Antwort. Im Gegenteil, man muss sich systematisch von der Vergangenheit lösen, wenn man die Möglichkeiten der Zukunft optimal erkennen und gestalten will. Der U-Prozess beschreibt ein Modell mit sieben Stufen zur Unterstützung auf diesem Weg.

Nach diesem Eröffnungsvortrag ging es in zwei Tracks weiter mit jeweils vier Sessions pro Tag. Als größte Herausforderung stellte sich schnell die Frage heraus, für welche der Session man sich denn nun entscheiden soll, wenn beide sehr spannend klingen – Luxusprobleme, die man gerne auf Veranstaltungen hat ;-).

Kleine, themenspezifische Barcamps bringen in der Regel inhaltlich tiefen Austausch - ein absoluter Pluspunkt fürs Agile Lead Camp

Kleine, themenspezifische Barcamps bringen in der Regel inhaltlich tiefen Austausch – ein absoluter Pluspunkt fürs Agile Lead Camp

Ein Barcamp mit nur 20 Leuten, kann das funktionieren? Ja, es hat funktioniert. Im Gegenteil, in der kleinen Gruppe entwickelten sich schnell intensive Gespräche zwischen den Teilnehmern, in den Session, aber auch beim Kaffee und der Mittagspausen-Pizza. “Ich komme wieder”, war dann auch das Resümee vieler Teilnehmer bei der Abschluss-Session am Samstagnachmittag.

“So wie es aussieht, wird es im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder ein Camp geben”, sagt Lucius Bobikiewicz , einer der Organisatoren des Agile Lead Camps.

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Aber gerne doch! :-)

Über die Gastautorin: Dorthe Lübbert hat im letzten Jahrhundert Sozialwissenschaften und in diesem Wirtschaftsinformatik studiert. Als freiberuflicher “IT-Gemischtwarenladen” fühlt sie sich besonders an der Schnittstelle zwischen Technik und Mensch zu Hause. Sie twittert unter @luebbert42.

 

Ich habe einen kleinen Autorenfragebogen entwickelt, den ich zukünftig öfter meinen Autoren mit der Bitte um Beantwortung vorlegen werde. Der erste Autor, den ich gebeten habe, die fünf Fragen zu beantworten, ist Peter Recktenwald, der für O’Reilly das Buch “Hacks für die Digitale Fotografie” geschrieben hat. Ich habe ihn vom ersten Moment der Kontaktaufnahme an gemocht, manchmal stimmt einfach die Chemie von der ersten Sekunde an. Jeder Hangout und jeder E-Mail-Wechsel war von gegenseitiger Wertschätzung und Kooperationswillen geprägt. Und bei unserer ersten richtigen Offline-Begegnung, die erst Monate nach dem Projektbeginn im Berliner Literatur-Café zustande kam, lernte ich nicht nur einen hervorragenden Fachautor kennen, sondern auch einen klugen, zurückhaltenden Menschen.

Frage 1: Peter, angenommen, du müsstest deiner Mutter erklären, worum es in deinem Buch geht. Was würde sie von dir hören?

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Neu im O’Reilly-Autorenteam: Peter Recktenwald

Meine Mutter, Gott hab sie selig, hatte von technischen Dingen überhaupt keinen Ahnung. Ihr den Inhalt des Buches nahe zu bringen, wäre auf alle Fälle eine Herausforderung gewesen. Ich versuche es mal mit einfachen Worten: Bei meinem Buch geht es um elektronische Projekte zum Selbstbauen, die Fotografen dabei helfen, interessante und faszinierende Fotos zu machen.

Frage 2: Wie ist es zu diesem Buch überhaupt gekommen?

Volker  Bombien, Lektor beim O’Reilly Verlag, kontaktierte mich letztes Jahr per E-Mail und so kamen wir ins Gespräch über ein Buchprojekt zum Thema “Arduino und Digitalfotografie”. Damit fing alles an, aber es war noch ein langer Weg und es brauchte schon eine gehörige Portion Überzeugungsarbeit, um mich dazu zu bringen dieses Buch zu schreiben. Letztendlich ließ ich mich doch breitschlagen und schnell änderte sich meine anfängliche Skepsis in Begeisterung.

Frage 3: Was war der schönste und was war der schwierigste Moment für dich während des Schreibens?

Der schönste Moment war für mich war der Augenblick, als sich der Kamera Slider zum ersten Mal leise surrend in Bewegung setzte. Zum einen, weil dieses Projekt anfangs völlig auf der Kippe stand. Es war lange Zeit fraglich, ob sich dieses Projekt überhaupt umsetzen ließe, weil ich es vom Aufwand her als schwierig umsetzbar und auch schwer nachbaubar empfand. Umso erfreuter war ich dann, dass doch alles wie am Schnürchen klappte.

Die schwierigste Phase beim Schreiben des Buches war der Moment, als es darum ging, das Manuskript für den Druck vorzubereiten. Ich hatte bis dahin die O’Reilly Atlas-Schreibumgebung, ein modernes web-basiertes Autoren-Tool, und AsciiDoc zum Schreiben verwendet. Leider noch Neuland für manches deutsche Satzbüro, deshalb war der Plan, das ganze Manuskript in die bis dahin übliche Autoren-Formatvorlage eines Word-Dokumentes zu konvertieren. Als ich zur Probe mal versuchte, ein Kapitel auf diesem Weg zu konvertieren, dachte ich nur noch: Das darf doch nicht wahr sein, das geht ja gar nicht. Das würde Wochen, wenn nicht sogar Monate dauern, bis man damit fertig ist. Zum Glück kam alles anders und es fand sich ein Workflow, um DocBook verarbeiten zu können. Die Konvertierung von AsciiDoc zu DocBook klappte schließlich ohne große Probleme.

Frage 4: Der Aufwand, dein Buch zu schreiben, war es wert, wenn…

…die Leser inspiriert werden, eigene Projekte anzugehen und das gewonnene Wissen weiter zu verbreiten. Denn darum geht es u.a. in der Maker Bewegung: sein Wissen mit anderen zu teilen. Es wäre auch toll, wenn das Buch für den  Leser als Anregung dient, um neue Wege in der Fotografie zu beschreiten.

Frage 5: Welcher Hack ist dein Lieblings-Hack in dem Buch?

Mein Lieblings-Hack ist eindeutig das Mini-Foto-Control Board (Hack #18). Das Board ist sehr universell einsetzbar, nicht nur für Fotografiezwecke. Es lässt sich sowohl Stand alone betreiben, als auch als Co-Prozessor Board für den Raspberry Pi.

9783955616441“Hacks für die Digitale Fotografie” enthält insgesamt 51 Hacks auf 375 Seiten mit zahlreichen Farbfotos, Schaltdiagrammen und Quellcode und beschreibt, wie jeder Hobby-Fotograf mit etwas Geschick zu anspruchsvollen Anwendungen wie Hochgeschwindigkeits-, Gewitterblitz oder Tropfenfotografie gelangen kann.

Hier findet Ihr fünf Probe-Hacks, und hier das Inhaltsverzeichnis mit allen Hacks (PDF).

Auszüge aus Hack 18, den Peter Recktenwald anspricht, werden wir in ein paar Tagen hier im Blog veröffentlichen.