oreillyblog Neues aus dem O'Reilly Verlag

Meet Magento 2015 – Kartenverlosung

27.03.2015 · Veröffentlicht in Veranstaltungen

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Kurze Durchsage für die eCommerce-Freundinnen und -Freunde unter Euch: Die Meet Magento findet in weniger als zwei Monaten wieder in Leipzig statt. Bisher gab es sie bereits 20 mal in 7 verschiedenen Ländern. Angekündigt ist für Leipzig eine spannende Agenda sowie eine “Legen… warte! …däre AFTER SHOW PARTY“.

Und wenn das noch nicht genug ist: Außerdem könnt Ihr Euch mit rund 600 weiteren Magento-Entwicklern austauschen, an etwa 30 Ausstellungsständen informieren und habt bei der führenden Magento-Fachkonferenz einen optimalen Zugang zum Magento-Ökosystem.

Wir begleiten die Meet Magento schon seit ihrer ersten Ausgabe im Februar 2009 und können Euch – entsprechendes Interesse am Online-Shopsystem vorausgesetzt – eine Teilnahme auch in diesem Jahr auch wieder reinen Gewissens empfehlen :)

Und das Allerbeste: Zusammen mit der Meet Magento verlosen wir zwei Freikarten für die Konferenz. Wie Ihr sie gewinnen könnt: Einfach hier einen Kommentar hinterlassen oder eine Mail an verlosung@oreilly.de schicken. Teilnahmeschluss ist der 01.04.2015 um 23.59 Uhr. Die beiden Gewinner werden ausgelost – und der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.

Terminzusammenfassung:
11.-12. Mai 2015
Westin Hotel | Gerberstraße 15 | 04105 Leipzig

Auch vor Ort: O’Reilly-Bücher zum Blättern & Reinlesen.

Technisches SEO – Crawling- & Indexierungssteuerung

17.03.2015 · Veröffentlicht in Bücher

Bei der Suche aus der Masse herausstechen, bessere Umsatzpotentiale generieren und so Wettbewerbsvorteile schaffen – schon kleine Anpassungen der Website-Konfiguration können große Verbesserungen im Suchmaschinen-Ranking bewirken. Das Zauberwort dafür: Technisches SEO.

Dies ist ein Auszug aus dem Buch Technisches SEO – Mit nachhaltiger Suchmaschinenoptimierung zum Erfolg

Crawling- & Indexierungssteuerung

Als Crawling wird die automatische Analyse von URLs durch sogenannte Crawler, Spider oder Robots von Suchmaschinen bezeichnet. Das Crawling ist ein notwendiger Vorgang, damit ein Dokument überhaupt über Suchmaschinen gefunden werden kann. Es steht Ihnen als Webmaster frei, einzelne URLs, Verzeichnisse oder den gesamten Hostnamen von der Analyse durch Suchmaschinen auszuschließen. Als Instrument steht Ihnen dazu die Datei robots.txt zur Verfügung. Die Gründe, einen (Teil-)Ausschluss von Dokumenten zu vollziehen, können vielfältig sein und sind abhängig von der jeweiligen Website. Zum Beispiel kann es sein, dass auf einer Webseite vorhandene persönliche Informationen nicht über Suchmaschinen gefunden oder (interne oder externe) Duplikate unsichtbar gemacht werden sollen.

Sie können aber nicht nur das Crawling beeinflussen, sondern auch Dokumente von der Indexierung ausschließen. Mit einer solchen, beispielsweise über die Meta-Robots-Angaben definierbaren Konfiguration können Sie Suchmaschinen anweisen, ein Dokument nicht in den sogenannten Index aufzunehmen. Unter »Suchmaschinen-Index« ist dabei die Gesamtheit aller bekannten und zur Indexierung durch Suchmaschinen freigegebenen Dokumente zu verstehen.

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Anders als beim Einsatz der robots.txt ist es Suchmaschinen nach Indexierungsausschlüssen weiterhin möglich, die Inhalte zu »lesen«. Dadurch können zum Beispiel vom Dokument ausgehende Verweise weiterhin analysiert werden – zumindest dann, wenn dies nicht über eine der in diesem Kapitel vorgestellten Einstellungen eingeschränkt ist. Von der Grundidee her sind Crawling- und Indexierungsausschlüsse ähnlich. Wenn es nur darum geht, ein Dokument nicht über Suchmaschinen auffindbar zu machen, ist ein Indexierungsausschluss häufig die bessere Wahl. Zum Einsatz kommt diese Technik beispielsweise dann, wenn die Adresse über kein passendes Keyword und somit nur über einen minimalen Nutzen für Suchmaschinennutzer verfügt.

Aber der Reihe nach: Beschäftigen wir uns zuerst mit der Crawling-Steuerung.

Was Suchmaschinen crawlen

Suchmaschinen-Crawler sind kontinuierlich im Web unterwegs, um neue Inhalte zu finden und bereits bekannte URLs erneut zu analysieren. Suchmaschinen folgen dabei Links, also Verweisen, die sie auf verschiedenen Wegen finden. Neben den im Quelltext von Seiten enthalten Verweisen sind auch Informationen aus Sitemaps (siehe Kapitel 9) und explizite URL-Anmeldungen als Datenquellen möglich.

Suchmaschinen crawlen also Inhalte, die

  • aufgrund von Verweisen oder Anmeldung bekannt sind,
  • verfügbar und nicht verfügbar sind,
  • weitergeleitet werden und
  • nicht vom Crawling ausgeschlossen wurden.

Speziell Google neigt dazu, zusätzlich auch URL-Fragmente und Angaben, die wie URLs aussehen, aufzurufen. Wenn im Quelltext einer Seite eine Angabe wie /info/ vorkommt, kann das bereits dazu führen, dass Google diese Struktur zu crawlen versucht.

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Die Autoren von ‘Technisches SEO': Dominik Wojcik, Stephan Czysch und Benedikt Illner

 

Crawling mit robots.txt beeinflussen

Durch in der Datei robots.txt getroffenen Angaben können Sie direkten Einfluss auf das Crawling von URLs Ihres Webauftritts nehmen. Über die im Hauptverzeichnis (»Root«) abzulegende Textdatei mit dem Namen robots.txt können Sie

  • den Zugriff auf einzelne Adressen, Verzeichnisse, URL-Muster oder die gesamte Domain verbieten,
  • Ausnahmen für Crawling-Ausschlüsse definieren,
  • Verweise auf Sitemap-Dateien setzen und
  • die Crawling-Einstellungen für einzelne User-Agents definieren.

Ob Sie eine robots.txt verwenden, bleibt Ihnen überlassen. Wenn Sie auf ihren Einsatz verzichten, gehen Suchmaschinen davon aus, dass sie alle Inhalte analysieren dürfen. Eine leere robots.txt hat übrigens denselben Effekt wie eine nicht vorhandene. Es ist zudem nicht notwendig, den Zugriff explizit zu erlauben. Suchmaschinen gehen standardmäßig davon aus, dass ihnen der Zugriff erlaubt ist – eben immer so lange, bis ein Verbot vorliegt.

Tipp

Es ist wichtig, dass Sie die robots.txt unter ihrhostname.tld/robots.txt ablegen. Andernfalls werden die dort getroffenen Eingaben nicht befolgt. Für jeden Hostnamen müssen eigene Crawling-Einstellungen getroffen werden. Es nicht so, dass ein Crawling-Ausschluss von www.ihredomain.tld auch das Crawling von blog.ihredomain.tld in selbiger Form beeinflussen würde.
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Weiterlesen könnt Ihr in dem Buch
Technisches SEO – Mit nachhaltiger Suchmaschinenoptimierung zum Erfolg

 

 

Barcamp-Premiere in Bonn – eine Nachlese

13.03.2015 · Veröffentlicht in Veranstaltungen

Der Februar endete mit einem besonderen Highlight, nämlich: dem ersten Barcamp in Bonn. Logisch, dass wir den Weg in die Nachbarstadt angetreten sind – schließlich waren mit Tobias Kollewe, Michael Keukert, Hans Dorsch und Olav Schettler auch gleich einige O’Reilly-Autoren vor Ort.

10 Uhr in Bonn: der Saal ist gut gefüllt.

10 Uhr in Bonn: der Saal ist gut gefüllt.

 

Und auch die Sonne lachte auf diese Premierenveranstaltung und ließ schon ein paar Frühlingsgefühle aufkommen. In einer super Location, dem Forum Internationale Wissenschaft der Uni Bonn, durften wir ein tolles Barcamp erleben. Mit etwa 160 Teilnehmern gab es eine längere – aber lustige – Vorstellungsrunde bei der sich ein wunderbar bunt gemischtes Publikum vorstellte. Beeindruckend waren auch die vielen Sessionvorschläge – leider waren es sogar so viele, dass einige Vorschläge (trotz fünf Räumen mit jeweils sechs Slots, also insgesamt Raum für 30 Sessions) dann keinen Platz bekamen oder sich impovisiert im Foyer zusammen finden mussten. Aber es wäre ja kein Barcamp, wenn es nicht auch so ginge :)

Erfreulicherweise schaffte es der Zeitplan sehr schnell ins Netz, so mussten sich nicht alle 160 Anwesenden um ein Board scharen. Dabei waren die Themen sehr divers und es gab viel zu entdecken: Von Ausgehen in Bonn, Blogger Relations, Cryptoparty über eine Kaffeeschule bis hin zu Witzig in 140 Zeichen, Xerox, Yoga und Zusammenabeit war alles vertreten.

Welche Session ich zuerst besuchen würde, war dann schnell entschieden: Denn meine liebe Kollegin Corina (@buchstabensucht) und mein Vorgänger Alex (@lxplm) haben ihre überaus unterhaltsame (so bei der Sessionvorstellung angekündigt) Präsentation #Hashtology gehalten. Mit den lustigsten Fails (#susanalbumparty) und den besten Wins (ganz aktuell #thedress) bestritten die beiden eine überaus kurzweilige Session, die Ihr Euch auch online anschauen könnt.

Blick auf die Sessions

Blick auf die Sessions

 

Danach wurde es schwieriger: Ich habe mich zuerst für die Session Social-Media-Monitoring & Content Strategy von @hirnrinde entschieden und einen guten Überblick zu verschiedenen Tools erhalten. Nach einer kurzen (und sehr leckeren) Essenspause ging es weiter zum Ideation-Workshop Growth Hacking Community, bei dem wir in kleiner aber kreativer Runde Ideen für eine Guerilla-Marketing-Kampagne entwarfen.

Nach einem erneuten kurzen Besuch des reichhaltigen Buffets (großartig DaCaPo Bonn), ging es zu dem sehr gut gestalteten und präsentierten Vortrag 4 Phasen einer Content-Strategie von @bazakom. Zuletzt habe ich dann die sehr offene und durchaus kontroverse Session Blogger Relations + Influencer Management besucht, für die sich @mikeschnoor und @juttloh recht spontan zusammengefunden hatten – und das gemeinsam wirklich spannend moderiert haben. Danach musste die letzte Session dem Netzwerken am Kaffeestand (auch einfach nur super: der Cafe Roller) in der Frühlingssonne weichen – bei dem wir schon mal Pläne für weiteres Barcamp-Sponsoring geschmiedet haben. Gehört ja auch dazu :)

Feinste O'Reilly-Gaben, vor der Verlosung. Wir wünschen alle Gewinnern viel Freude damit! Foto: Tobias Kollewe / Webcon Blog

Feinste O’Reilly-Gaben, vor der Verlosung. Wir wünschen alle Gewinnern viel Freude damit! Foto: Tobias Kollewe / Webcon Blog

 

Mein (und unser) Fazit: Trotz ausgefallenen veganen Mettbrötchen (unvegane waren aber zahlreich vertreten), war es ein tolles Barcamp mit wunderbaren Sessions, netten Teilnehmern, herzlichen Helfern, organisierten Organisatoren und rundherum guter Laune :) Es war damit auch nicht überraschend, dass das Barcamp mit Standing Ovations für die Organisatoren endete.

Völlig zu Recht: Standing Ovations fürs Orga-Team. Übrigens initiiert von unserem Drupal-Autor Olav Schettler ;-)

Völlig zu Recht: Standing Ovations fürs Orga-Team. Übrigens initiiert von unserem Drupal-Autor Olav Schettler ;-)

 

Wir freuen uns, dass wir bei dieser erfolgreichen Premiere in Bonn dabei sein durften, bedanken uns herzlich bei den wunderbaren Organisatoren Johannes, Karin und Sascha und freuen uns auf Runde Nummer 2 am 27.02.2016 in Bonn!

Und wenn Ihr selbst auch ein Barcamp organisiert: Wendet Euch doch an uns, gerne unterstützen wir Euch!

PS: Das Team vom BarCamp Bonn hat schon einige andere Berichte zusammengetragen und es gibt auch zu einigen Sessions die Präsentationen online.

Goldgräberstimmung – Chronik einer Facebook-Entwicklergeneration

07.03.2015 · Veröffentlicht in Bücher, Gastbeiträge, Social Media, Technologie

Ein Gastbeitrag von Klaus Breyer, einer der Autoren des “Praxishandbuch Facebook-Programmierung“.

Die Anfänge

O'Reilly-Autor und Facebook-Entwickler Klaus Breyer

O’Reilly-Autor und Facebook-Entwickler Klaus Breyer

Ich erinnere mich noch daran, als hätte ich es erst gestern gelesen: Mein erstes Buch über Facebookprogrammierung im Jahr 2009 thematisierte FBML und Ruby on Rails. Welch exotische Kombination. Denn selbst der geneigte Leser mag mit viel Glück vielleicht lediglich eines davon kennen. Damals war die Nutzung der Facebook API generell ungewöhnlich – doch und unter all diesen Exoten war Ruby on Rails (ein Web Framework für die Sprache Ruby) am weitesten verbreitet.

Und was war nun noch gleich FBML? Ganz genau! Die “Facebook Markup Language”. Ein HTML-Derivat mit speziellen Facebook-Tags, das von Facebook zuerst serverseitig in ordentliches HTML übersetzt wurde, bevor es dann im Browser des Nutzers ankam. Der komplette Traffic von ausnahmslos allen Apps lief zu dieser Zeit über Facebooks amerikanischen Server – und das nur sehr langsam und schwer zu debuggen.

Nahezu kein einziger Monat verging ohne “Breaking Changes”. Später dann initiierte Facebook “Operation Developer Love” und gelobte hiermit Besserung. Doch von garantierten Migrationszeiten war man auch damit noch weiter entfernt als gewünscht. Dafür gab es jedoch sehr praktische Features: Eine Anwendung konnte noch ganz andere Arten von Notifications an Nutzer senden – und das ohne Limitierung oder Qualitätskontrolle seitens Facebook! Das waren damals tatsächlich die wirklich “viralen Features”. Wurde eine App einmal zugelassen, ließ sie einem fortan keine Ruhe mehr. Die Funktionen der frühen Apps waren in den meisten Fällen Dinge wie virtuelle Geschenke oder die Möglichkeit, sich gegenseitig mit Kissen zu bewerfen. Hochgradig virale Anwendungen – doch allesamt eher sinnfrei. Was für eine tolle Zeit!

Goldgräberstimmung

Im Jahr 2011 hielt ich einen Talk mit dem bezeichnenden Titel “Fixing Facebook API – die schönsten Workarounds”. Hier war das Motto Programm. Zu dieser Zeit konstruierten wir unsere Anwendungen bereits in iFrames und nicht mehr in FBML – doch auch diese wollten nicht immer so, wie wir gerne wollten. Noch dazu stand damals natürlich nahezu jeder digitale Konzepter vor der Aufgabe, seine erste Facebook Anwendung zu entwerfen. Die Aufklärungsarbeit der frühen Entwickler-Szene an ihren Kunden bzw. den zwischengeschalteten Agenturen war umfangreich. Größer war nur noch der Aufwand, bis dato bereits versprochene Features künstlich in die Facebook-Mechanik zu implementieren.

Und so entwarfen wir fast zwei Jahre lang in erster Linie was? Natürlich Gewinnspiele. Damals bedeutete “Nachhaltiger Wert”, die Nutzer vor der Teilnahme die entsprechende Seite liken zu lassen. An eine ernsthafte Diskussion über den Return on Investment, wie wir sie heute führen, war nicht zu denken.

Nun: Ich will nicht sagen, dass jedes Gewinnspiel schlecht war. Im Gegenteil! Im Vergleich zu der damaligen, durchschnittlichen Digitalkampagne programmierten wir hier bereits interaktive Meilensteine, die ihren Zweck mehr als nur erfüllten. Vor allem in der Akquise von Teilnehmern. Denn davon wimmelt es in dem sozialen Netzwerk nur so. Kein Nutzer war mehr allein und Freunde einzuladen wurde zum Standard.

Der “Login with Facebook” hieß damals noch “Facebook Connect” und war im Nachhinein betrachtet der Wegbereiter für ein modernes Single Sign On-Verfahren. Als Facebook damit bereits auf fast jedem Login-Screen vertreten war, zogen auch Google und Twitter nach – besser spät als nie!

Überhaupt, und das muss man Facebook zugute halten, waren sie hochgradig kompetitiv und bewegten sich unheimlich schnell vorwärts. Zwar blieben dabei auch einmal Dinge auf der Strecke, dafür wurden jedoch auch neue Features eingeführt. Zum Beispiel die Graph API: Mit einem besonders schlanken Interface, welches JSON-Antworten auf HTTP-Requests lieferte, war sie der Prototyp der modernen Web-API. Inzwischen gibt tatsächlich kaum mehr Startups, die eine solche Schnittstelle nicht anbieten.

Heute

Einsatzbeispiel aus dem Buch: Erstellung einer "Foto des Monates"-Anwendung. (Auszug)

Einsatzbeispiel aus dem Buch: Erstellung einer “Foto des Monates”-Anwendung. (Auszug)

 

Ich könnte an dieser Stelle noch sehr viel mehr Anekdoten auspacken: Open Graph Stories kamen, Offline Access verschwand, Review-Prozesse erhöhten die Qualität und das Vertrauen der Plattform – und Test-Nutzer verhindern nun, dass ich meine eigenen Freunde beim Testen von sozialen Features belästige.

Inzwischen kann jeder die Facebook Programmierschnittstelle benutzen – und sie erleichtert in der Tat mehr, als sie verkompliziert: Wer einen Login mit Facebook verwendet, spart sich das Nutzerhandling und erhöht die Conversation-Rates des eigenen Logins. Ja, nicht nur den Login sondern sogar die gesamte Datenhaltung kann man nun an den Facebook-eigenen Service “Parse” abgeben.

Inzwischen ist die Facebook API mustergültig. Bei Twitter können API-Aufrufe nicht einfach so im Browser geprototyped werden, sondern benötigen in den meisten Fällen einen POST-Request.

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Mehr Infos, ein Probekapitel & eine Bestellmöglichkeit gibt es hier.

Außerdem muss man hier auch zugeben, dass die wenigsten APIs versioniert sind. Facebook nutzte die Not von damals, um daraus heute eine Tugend zu machen. Dem Entwickler wird heutzutage ganz transparent kommuniziert, auf welche API-Version er setzt und wie lange diese noch unterstützt wird.

Kurz gesagt: Bisher war es Facebook-Büchern nie lange gegönnt, wirklich aktuell zu sein, da sich die Plattform unglaublich schnell entwickelte. Jetzt allerdings ist der Zeitpunkt für ein Buch so gut wie bisher nie, denn: Facebook veranstaltet die jährliche Entwicklerkonferenz F8 und mit API-Versionierung existiert nun ein System mit einem stabilen Referenzpunkt, auf den wir Autoren uns beziehen können. Durch die dokumentierten Änderungen an der API und auch den bestehenden Migrationspfaden kann der Leser diese sehr viel besser nachvollziehen.

Wer nun also damit anfangen möchte, sollte nicht mehr zögern und sich schleunigst das “Praxishandbuch Facebook-Programmierung“zulegen.

Und wer schon genauso lange dabei ist wie ich, der darf natürlich auch gerne persönlich mit mir melancholisch über die alten Tage lamentieren. (… und kauft sich das Buch am besten auch!)

Klaus Breyer ist Gründer und Geschäftsführer der buddybrand GmbH, dort verantwortlich für Technologien und Innovationen. Als Social-Media-Agentur begleitet buddybrand internationale Markenunternehmen wie ŠKODA International, airberlin, Heineken oder Storck (merci, Toffifee) durch die digitale Transformation, entwickelt Kampagnen und ist für Content- und Commmunity-Management zuständig. Immer an spannenden digitalen Geschäftsmodellen interessiert ist er in der deutschen Start-Up- und Technologie- Szene gut vernetzt. Seine Stärke ist es, technische Inhalte einfach und anschaulich zu erklären. Er ist deshalb gern gesehener Speaker auf Konferenzen und aktiver Blogger auf klaus-breyer.de

JavaLand ist eine Oase der “Nerditüde”

06.03.2015 · Veröffentlicht in Veranstaltungen

Vom 24. bis 25. März findet in Brühl bei Köln das JavaLand statt, eine zweitägige Konferenz, an die sich ein zusätzlicher Schulungstag anschließt. Wir sind als Aussteller dabei – wann bekommt man sonst schon die Chance, während einer IT-Konferenz Achterbahn zu fahren? Dieses und noch mehr Argumente für einen Besuch des JavaLands, verrät uns Fried Saacke, Konferenzleiter und Vorstandsvorsitzender des Usergroup-Verbundes iJUG.

Fried, die wahrscheinlich allererste Frage, die Du im Zusammenhang mit dem JavaLand sicherlich beantworten musst, kommt auch von uns: Wie seid Ihr auf die unglaublich tolle Idee gekommen, mit einer neuen Java-Konferenz in einen Freizeitpark zu gehen? :-)

JavaLand-Konferenzleiter Fried Saacke

JavaLand-Konferenzleiter Fried Saacke

Danke erstmal für die so positive Bewertung der Idee (lacht). Es war uns extrem wichtig, dass die Konferenz den Spaß an den Technologien sowie die Verbundenheit der Java-Gemeinschaft intensiv transportiert. Das fängt bereits bei der Wahl der Location an.

Im Internet bin ich zufällig auf das Phantasialand gestoßen, das für seine relativ frische Business-Sparte und das moderne Veranstaltungszentrum Quantum warb. Nach meinem ersten Besuch war dann klar: Das ist es! Allerdings nutzen wir die Location anders, als vom Phantasialand für die Business-Sparte vorgesehen. JavaLand ist ein Vergnügungspark für Java-Enthusiasten. Wie du es dir vorstellen kannst, ist der Name Javaland erst nach meinem Besuch entstanden.

Und das Konzept geht voll auf. Die erste Auflage im vergangenen Jahr hat meine Erwartungen übertroffen. Unsere Veranstaltung lebt von der Community, nicht zuletzt weil die 24 Java-Usergroups des iJUG (Interessenverbund der Java User Groups e.V.) sich an der Gestaltung und Organisation von JavaLand beteiligen.

Das Community-Gefühl kommt in dieser Location außergewöhnlich gut zur Geltung. Das verdanken wir der Weitläufigkeit des Veranstaltungsortes, der besonders ausgeprägten Abschottung und natürlich der fantastisch angehauchten Stimmung vom Park. JavaLand ist eine Oase der Nerditüde. Ich bin absolut gespannt auf die diesjährige Veranstaltung.

Begrüßung der JavaLand 2014-Teilnehmer. Foto: JavaLand

Begrüßung der 800 JavaLand 2014-Teilnehmer – in diesem Jahr werden es noch mehr sein. Foto: JavaLand

 

Das heißt auch, nach dem Vortragsprogramm geht es für alle Teilnehmer ab auf die Black Mamba?

Für die Teilnehmer, die einen mächtigen Adrenalinschub brauchen, ja definitiv. Zehn Fahrgeschäfte sind am Abend exklusiv für die Javaianer in Betrieb – darunter viele Achter- und Wasserbahnen aber auch ruhigere Attraktionen.

Aber wie gesagt, die gesamte Konferenz ist im Prinzip wie ein Freizeitpark organisiert. Wir bieten zusätzlich zu den Fahrgeschäften jede Menge Attraktionen an, wie Hackergarten, J-Pardy, Innovation Lab, bis hin zu einem JavaLand-Jogging – um nur einige Beispiele zu nennen.

Hackergarten im Phantasialand. Foto: JavaLand, 2014

Hackergarten im Phantasialand. Video-Eindrücke gibt es reichlich an dieser Stelle. Foto: JavaLand, 2014

 

Herzstück des Javalands ist aber natürlich sein Vortragsprogramm. Auf welche Speaker und Vorträge freust Du Dich persönlich besonders?

Oh! Das ist eine schwere Frage. Wir haben hervorragende Referenten, daher ist es fast schon ungerecht, einen Vortrag herauszupicken. Im Übrigen ist das Programm auch viel umfangreicher als im vergangenen Jahr. Ich freue mich auf die vielen bekannten und weniger bekannten Speaker, die aus der ganzen Welt extra zu uns kommen und ein breites Themenspektrum abdecken. Eins der meiner Meinung nach wichtigsten Trendthemen, IoT (Internet of Things), decken wir besonders gut ab: Wir haben die Keynote von Mark Little sowie eine Reihe spannender Vorträge sowie mehrere Community-Aktivitäten geplant.

Mein persönliches Highlight ist aktualitätsbedingt die Keynote von Markus Lagergren “20 Years of Java”. Es wird bestimmt ein bisschen nostalgisch. Den Geburtstag von Java begleitet die Community übrigens selbstverständlich mit anderen Aktivitäten.

Jetzt haben wir schon viel von der Konferenz erfahren – aber wer steht eigentlich dahinter? Wie setzt sich Euer Orgateam zusammen?

Der Interessenverbund der Java User Groups e.V. gestaltet die Konferenz. Es ist ein Zusammenschluss von 24 Java-Usergroups aus Deutschland und inzwischen auch Schweiz und Österreich. Die Jungs und Mädels leisten großartige Arbeit – und dies ehrenamtlich. Es sind unwahrscheinlich viele kreative Köpfe in die Organisation eingebunden, davon profitiert eine Konferenz wie JavaLand unheimlich. Die Usergroups gestalten sowohl das Vortragsprogramm als auch das Community-Programm.

Im Hintergrund wirken noch zwei wichtige Partner mit: der Heise Zeitschriften Verlag (mit heise Developer) in Sachen Kommunikation und die DOAG in puncto Logistik als große Usergroup aus dem Oracle-Umfeld und erfahrener Veranstalter.

Nach den Vorträgen auf die Achterbahn? Gibt's nur im JavaLand.

Mit den Kollegen auf die Achterbahn? Gibt’s nur im JavaLand. Foto: Phantasialand

 

Es fahren also sicher viele Usergroups gemeinsam ins Javaland – habt ihr für diese ein besonderes Angebot?

Ja, haben wir: Mitglieder des iJUG-Verbundes bekommen einen Rabatt auf die Konferenzpreise. Wir beobachten seit dem Bewerbungsstart von JavaLand 2015 ein wachsendes Interesse an der iJUG-Mitgliedschaft. Das ist ein erfreulicher Nebeneffekt der Konferenz. Vielleicht fragen sich einige, was mit den Einnahmen passiert: Als Non-Profit-Organisation reinvestieren wir das Geld in die Vereinsarbeit. Darunter gehören unter anderem die kritisch-konstruktive Interessenvertretung gegenüber Oracle sowie die Herausgabe der Zeitschrift Java Aktuell, die übrigens auf JavaLand ihren fünften Geburtstag feiert.

Aber nicht nur Usergroups kommen gemeinsam zur Veranstaltung: Firmen haben bereits im vergangenen Jahr größere Gruppen angemeldet und JavaLand als Teambuilding-Maßnahme genutzt. Teils werden die Suiten in den beiden Parkhotels von fünf bis sechs Personen gemeinsam belegt. Das zeigt viel Teamgeist bei den Java-Entwicklern. Gruppen profitieren nicht nur von der Zimmerteilung – und damit von günstigeren Übernachtungskosten. Ab zehn Personen gibt es auch noch ein Gratisticket dazu.

A propos Tickets: Gibt es noch welche?

2015-JavaLand-Banner-210x100Ja, Tickets gibt es noch, allerdings sind die Parkhotels schon weitgehend ausgebucht. Wer jetzt bucht, muss daher auf ein Hotel in Brühl oder Köln ausweichen.

Aber selbstverständlich ist die Bar vom Hotel Matamba für alle offen. Am Montagabend treffen sich schon viele Teilnehmer dort. Es ist immer schön, bekannte Gesichter wiederzusehen und neue willkommen zu heißen.

Fried, wir danken für das Gespräch und freuen uns sehr, Dich und alle anderen Teilnehmer im JavaLand zu treffen!